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Daun

Wappen Deutschlandkarte

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Vulkaneifel
Verbandsgemeinde: Daun
Höhe: 410 m ü. NHN
Fläche: 48,98 km2
Einwohner: 7974 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 163 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54550
Vorwahl: 06592
Kfz-Kennzeichen: DAU
Gemeindeschlüssel: 07 2 33 501
Stadtgliederung: 8 Stadtteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Leopoldstraße 29
54550 Daun
Website: stadt-daun.de
Stadtbürgermeister: Friedhelm Marder
Lage der Stadt Daun im Landkreis Vulkaneifel

Daun ist Sitz der Kreisverwaltung des Landkreises Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz sowie ein heilklimatischer und Kneippkurort.[2] Gemäß Landesplanung ist die Stadt Daun als Mittelzentrum ausgewiesen.[3]

Sie befindet sich südlich der Hohen Eifel am Fluss Lieser. Die Landschaft ist durch den vulkanischen Charakter geprägt. 2,5 km bis 3,5 km südöstlich vom Dauner Stadtkern befinden sich die sogenannten Dauner Maare, drei unmittelbar aneinandergrenzende Maare, die nur durch ihre Tuffwälle getrennt sind. Die Stadt beherbergt das Eifel-Vulkanmuseum. Daun ist ein staatlich anerkanntes Heilbad und hat Mineralquellen.

Inhaltsverzeichnis

Stadtgliederung


Die Kreisstadt Daun hat 7974 Einwohner (31. Dezember 2018 – Haupt- und Nebenwohnsitz).

Neben der Kernstadt Daun (4264 Einwohner) gehören zum Stadtgebiet die ehemals selbständigen Gemeinden:[4]

Stadtteil Einwohner eingemeindet
Boverath 564 07. Juni 1969
Gemünden 215 01. Apr. 1938
Neunkirchen 547 07. Juni 1969
Pützborn 1.129 07. Juni 1969
Rengen 438 07. Nov. 1970
Steinborn 410 07. Nov. 1970
Waldkönigen 699 07. Nov. 1970
Weiersbach 251 10. Juni 1979

Geschichte


Das Gebiet wurde bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. zum ersten Mal besiedelt. Damals hatten sich die Kelten auf dem befestigten Basaltberg in Daun angesiedelt. Auch die Römer nutzten diesen markanten Hügel des Liesertals als Wachstation, wie sich aus römischen Funden ableiten lässt. Der Ortsname dürfte sich vom keltisch-römischen Wort Dunum für Zaun bzw. für eine befestigte Anhöhe, also eine Festung, ableiten.

Ende des 10. Jahrhunderts entstand hier eine Burganlage der freien Herren von Daun. Ein Albert von Daun (Adalbero de Duna) wurde erstmals 1075 urkundlich erwähnt.

Im Jahre 1163 starb das freie Dauner Herrengeschlecht aus. Ein Dienstmann dieses Geschlechtes, Richardus de Duna, übernahm den Namen seines früheren Herrn und auch das Wappen mit dem Dauner Gitter. Dieses Wappen führten auch seine Nachkommen, das Adelsgeschlecht der Daun, dem im 16. Jahrhundert der Zweig Daun-Falkenstein und im 18. Jahrhundert mehrere bedeutende österreichische Heerführer entstammten.

1337 wurde Daun erstmals als Stadt erwähnt. Im Jahr 1346 folgte die Verleihung der Stadtrechte mit eigenem Marktrecht, und Daun wurde zugleich Standort eines Hochgerichts.

Im Jahr 1712 wurde das Kurtrierische Amtshaus auf dem Burgberg durch den Trierer Kurfürst und Erzbischof Karl Joseph erbaut. Aufgrund des Ersten Koalitionskrieges kam das linke Rheinufer nach 1794 zu Frankreich. Daun wurde Sitz des 1798 gebildeten Kantons Daun mit seinen Mairien Daun, Dockweiler, Gillenfeld, Sarmersbach und Üdersdorf. Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress kam das Gebiet und damit auch Daun 1815 zum Königreich Preußen. 1817 wurde Daun Landratssitz für den damals neu eingerichteten Kreis Daun, zugleich auch Sitz einer Bürgermeisterei. Seit 1946 ist der Ort Teil des Landes Rheinland-Pfalz. Ab 1951 durfte sich Daun wieder Stadt nennen.

Am 15. Mai 1895 wurde Daun über die Eifelquerbahn ans Deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen; am 1. Dezember 1909 wurde eine weitere Strecke, die Maare-Mosel-Bahn nach Wittlich, in Betrieb genommen. Heute ist auf allen Daun berührenden Bahnstrecken der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) jedoch schon seit mehr als einem Jahrzehnt eingestellt. Seit Juli 2005 ist eine Teilstrecke der Eifelquerbahn reaktiviert und bietet im Sommer täglichen Touristenverkehr im Zweistundentakt an. Die Strecke der Maare-Mosel-Bahn wurde bereits in den 2000er-Jahren demontiert; auf der ehemaligen Bahntrasse verläuft inzwischen der Maare-Mosel-Radweg.

Die gesundheitstouristische Tradition Dauns als Mineralheilbad und Luftkurort reicht zurück bis ins frühe 20. Jahrhundert. Doch erst im Jahr 1974 erhält Daun offiziell die Anerkennung als heilklimatischer Kurort.[5] Seit 1973 darf sich Daun zudem als Kneippkurort bezeichnen. Vor allem in den 1980er- und 1990er-Jahren ist Daun ein überregional bekanntes Reiseziel bei Kurgästen.[2] Rückläufigen Besucherzahlen im 21. Jahrhundert, insbesondere im Bereich des Kurtourismus, sollen überregionale Kooperationen unter dem Titel „Gesundland Vulkaneifel“ entgegenwirken.[6]

Im Jahr 1965 wurde Daun Standort der Bundeswehr. In der Heinrich-Hertz-Kaserne sind unter anderem das Bataillon Elektronische Kampfführung 931 und die Auswertezentrale Elektronische Kampfführung stationiert.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Daun bezogen auf das heutige Stadtgebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 1.639
1835 2.119
1871 2.393
1905 3.012
1939 3.833
1950 4.167
Jahr Einwohner
1961 5.106
1970 6.626
1987 7.358
1997 8.647
2005 8.511
2017 7.991

Politik


Stadtrat

Der Stadtrat in Daun besteht aus 24 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Stadtbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Stadtrat:[7]

Wahl SPD CDU Grüne FDP WGR BUV GVV Gesamt
2019 6 10 - 2 3 - 3 24 Sitze
2014 7 9 - 1 1 3 3 24 Sitze
2009 7 8 - 1 3 2 3 24 Sitze
2004 7 11 1 - 3 - 2 24 Sitze

Städtepartnerschaft

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Naturdenkmäler

Bauwerke und Denkmäler

Museen

Regelmäßige Veranstaltungen

Wirtschaft und Infrastruktur


Unternehmen

Bundeswehr

Mit 1360 Dienstposten[8] ist die Bundeswehr der größte Arbeitgeber in Daun. In der Heinrich-Hertz-Kaserne sind aktuell stationiert:[9]

Medien

Kindertagesstätten

Schulen

Allgemeinbildende Schulen:

Berufsbildende Schulen:

Sonderschulen:

Sonstige Schulen:

Vereine

Sportvereine:

Verkehr


Daun ist an die Bundesautobahn 1 angebunden. Die Bundesstraßen 421 und 257 führen durch die Stadt. Der Bahnhof Daun liegt an der stillgelegten Eifelquerbahn, die von Gerolstein bis Andernach führte.

Vom Segelfluggelände Daun-Senheld aus, welches auf einem Bergrücken zwischen dem Weinfelder Maar und dem Schalkenmehrener Maar liegt, können Rundflüge gestartet werden.[11]

Öffentlicher Personennahverkehr

Heute ist Daun nur mit dem Nahverkehr durch Busse und RufBusse (Bus auf Anruf) erreichbar:

512: Daun ↔ Boverath

Die Linie 512 fährt zwischen Daun und Boverath (Mo - Fr stündlich). Neben der normalen Strecke gibt es im Schülerverkehr noch zusätzliche Fahrten zwischen Rengen und Boverath.

513: Daun – Waldkönigen – Daun

Die Linie 513 fährt zwischen Daun, Waldkönigen und Daun mit Halt in Steinborn, Neunkirchen und Pützborn.

Die Gemeinden Neroth, Kirchweiler und Betteldorf werdentäglich alle 2 Stunden durch Umstieg in Dockweiler (Feuerwehrhaus) (Linie 500 Richtung Gerolstein) mit der RufBus Linie 514 erreicht

Die Gemeinde Dreis-Brück wird ebenfalls täglich alle 2 Stunden durch Umstieg in Dockweiler (Feuerwehrhaus) mit der RufBus Linie 516 erreicht

Siehe auch

Verkehrsverbund Region Trier

Persönlichkeiten


Ehrenbürger

In Daun geboren

Mit Daun verbunden

Siehe auch

Literatur


Weblinks


Commons: Daun  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise


  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. a b Titel ‚Heilklimatischer Kurort‘ zahlt sich aus . In: Trierischer Volksfreund, 19. August 2011. Abgerufen am 1. Juni 2015.
  3. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (Memento vom 22. Dezember 2017 im Internet Archive) (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 393). Bad Ems März 2006, S. 174 (PDF; 2,6 MB).  Info: Es liegt ein aktuelles Verzeichnis (2016 ) vor, das aber im Abschnitt „Gebietsänderungen – Territoriale Verwaltungsreform“ keine Einwohnerzahlen angibt.
  5. Ferdinand Kettenhofen, Franz Hahn: Die Kreisstadt Daun – jetzt heilklimatischer Kurort. In: Heimatjahrbuch 1975. Landkreis Vulkaneifel, abgerufen am 4. April 2019.
  6. Startschuss für das Gesundland . In: Trierischer Volksfreund, 14. Januar 2014. Abgerufen am 1. Juni 2015.
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  8. Die Stationierung der Bundeswehr in Deutschland. (PDF) In: Bundesministerium der Verteidigung. Oktober 2011, abgerufen am 16. Oktober 2019.
  9. Standortdatenbank Bundeswehr. In: Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Abgerufen am 16. Oktober 2019.
  10. Sanitätseinrichtungen im Postleitzahlengebiet 5. In: sanitaetsdienst-bundeswehr.de. 24. April 2019, abgerufen am 16. Oktober 2019.
  11. Flugplatz Daun-Senheld. Segelfluverein Vulkaneifel e. V., abgerufen am 27. Januar 2018.
  12. Alois Mayer: Rote Häuser im Liesertal. In: Eifel-Zeitung. 20. Juli 2011, archiviert vom Original am 1. August 2012; abgerufen am 27. Januar 2018.



Kategorien: Daun | Gemeinde in Rheinland-Pfalz | Ort im Landkreis Vulkaneifel | Ortsname keltischer Herkunft | Ersterwähnung 1075

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