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Dübener Heide




Die Dübener Heide ist eine Landschaft im Osten von Sachsen-Anhalt und Norden von Sachsen, zwischen Elbe und Mulde, am nördlichen Rand der Leipziger Tieflandsbucht.

Inhaltsverzeichnis

Lage


Begrenzt wird sie im Westen von Dessau, im Norden von der Elbniederung (Wittenberg, Pretzsch), im Südosten von Torgau, im Süden von Eilenburg und dem Verlauf der Mulde über Bad Düben und Bitterfeld. Durch die Dübener Heide verlaufen die Bahnstrecken Halle–Cottbus, Halle–Berlin, Eilenburg–Pretzsch und Torgau–Pretzsch–Wittenberg-Pratau sowie die Bundesstraßen B 2, B 107 und B 183.

Geologie


Die Dübener Heide ist eine durch die Saaleeiszeit geprägte Endmoränenlandschaft (Hochfläche von Gräfenhainichen-Schmiedeberg) mit überwiegend sandigen Böden. Unter dieser pleistozäner Bedeckung lagern/lagerten braunkohleführende Schichten. Der überwiegende Teil der Dübener Heide ist mit Wald bedeckt.

Nutzung


Der östliche Teil der Dübener Heide mit dem Kurort Bad Düben ist als Naturpark Dübener Heide ausgewiesen. Im westlichen Teil um Gräfenhainichen und Bitterfeld wurde bis zum Ende der 1980er Jahre Braunkohle im Tagebau gefördert, wodurch die Waldlandschaft auf großen Flächen zerstört wurde. Inzwischen werden die Tagebaue saniert und die Restlöcher geflutet. In der Nähe von Gräfenhainichen entstand auf einer Halbinsel im gefluteten Tagebau „Ferropolis“, ein Technikmuseum, in dem Tagebaugroßgeräte und Schienenfahrzeuge gezeigt werden.

Zu DDR-Zeiten wurde ein Betriebsferienlager des Lehrkombinats „Otto Grotewohl“ in der Alten Winkelmühle betrieben.

Zur Offenhaltung der mit Heidekraut bestandenen Flächen wird seit 2014 jeweils am 3. Oktober ein Gebiet bei Bad Düben entkusselt.[1]

Mundart


In der Dübener Heide hat sich ein eigener Dialekt herausgebildet. Dabei handelt es sich um eine Unterart des Obersächsischen, welches zum mitteldeutschen Sprachraum gehört. Ein Verein Dübener Heide hat ein Wörterbuch der Dübener Heide herausgegeben.[2] Der Volksmund beschreibt die Dübener Heide wie folgt:

„Düben is ne arme Stadt,
in Schwemsal krein se's Brot nicht satt,
in Tornau loofen se nackig un bloß,
in Söllche is de Armut groß,
in Räse, Bräse, Pouch
da schrein se himmelhoch,
da müssen se sich ernährn
von lauter Heidelbeern,
und wenn se die nicht find’n,
da müsse se Besen bind’n,
und wenn se das nicht könn’n,
da müssen se betteln geh’n,
und wenn se das nicht woll’n,
muß sie der Deiwel hol’n!“

Literatur


Einzelnachweise


  1. LVZ-Online: Auf zum Entkusseln! – Großer Andrang beim ersten Freiwilligen-Tag. 5. Oktober 2014, abgerufen am 1. November 2017.
  2. Wörterbuch der Dübener Heide

Weblinks


Commons: Dübener Heide  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien



Kategorien: Waldgebiet in Sachsen | Waldgebiet in Sachsen-Anhalt | Landschaftsschutzgebiet in Sachsen



Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Dübener Heide (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0


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