Cornelius Hasselblatt


Cornelius Hasselblatt (* 17. August 1960 in Hildesheim) ist ein niederländischer Finnougrist deutscher Herkunft und Übersetzer estnischer Literatur.

Inhaltsverzeichnis

Leben


Cornelius Hasselblatt lebte seit November 1960 mit seiner Familie in Hannover. Von August 1967 bis August 1977 besuchte er nach der Grundschule das Ratsgymnasium und die Bismarckschule in Hannover. Im Juni 1980 legte er in Hannover auch sein Abitur ab.

Im September desselben Jahres begann er, an der Universität Hamburg Finnougristik sowie Geschichts- und Literaturwissenschaft zu studieren. Zwischen September 1982 und Juni 1983 studierte er als Stipendiat an der Universität Helsinki. Nach eigenen Studienreisen nach Estland lud ihn von Februar bis März 1985 der Schriftstellerverband der Estnischen SSR nach Tallinn ein.

1985 gründete er gemeinsam mit Tapio Mäkeläinen die Quartalszeitschrift estonia (ISSN 0930-8792 ), die sich für die Verbreitung von Informationen über die estnische Literatur vor allem außerhalb Estlands einsetzte. Bis 1991 erschien die Zeitschrift vielsprachig (mit Deutsch und Finnisch als den wichtigsten Sprachen). Nach einer kleinen Unterbrechung wurde die Zeitschrift ab Herbst 1992 in Deutschland, und nunmehr ausschließlich deutschsprachig, weitergeführt. Die Redaktion wurde um Irja Grönholm und Marianne Vogel erweitert, während der finnische Teil ausschied. Das letzte Heft erschien zum EU-Beitritt von Estland, also 2004.

Nach dem Erreichen des Magister Artium (Universität Hamburg) im Juli 1986 arbeitete Hasselblatt von Herbst 1986 bis Herbst 1989 als wissenschaftlicher Mitarbeiter (Doktorand) am Finnisch-Ugrischen Seminar und schrieb seine Dissertation. Im Oktober 1989 ließ er sich in Helsinki nieder und arbeitete dort bis August 1990 an einer Öffentlichen Bibliothek. Im Sommer desselben Jahres konnte er sein Studium mit einer Promotion abschließen. Sein Doktorvater war Wolfgang Veenker.

Vom September 1990 bis Februar 1991 arbeitete Hasselblatt in Helsinki an der dortigen Universitätsbibliothek. Anschließend kehrte er nach Hamburg zurück. Neben seiner Arbeit als unabhängiger Übersetzer betraute ihn die Universität mit einem Lehrauftrag für Finnisch und Estnisch.

Zwischen Oktober 1991 und Oktober 1992 erstellte Hasselblatt für die deutsch-baltische Landsmannschaft ein Konzept für ein wissenschaftliches Institut. Neben seinem Lehrauftrag an der Universität Hamburg berief man ihn im Herbst 1992 als Referent an das Institut für Deutschland- und Osteuropaforschung nach Göttingen. Im Oktober 1995 gab er dieses Amt auf und kehrte nach Hamburg zurück; bis Oktober 1998 arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent am dortigen Finnisch-Ugrischen Seminar.

Von 1998 bis 2014 (Schließung des Instituts) hatte Hasselblatt den Lehrstuhl für finnougrische Sprachen und Kulturen an der Reichsuniversität Groningen inne. Sein ehemaliger Student, Doktorand und Kollege in Groningen, Rogier Blokland, ist seit 2014 Professor für Finnougristik an der Universität Uppsala.

Hasselblatt ist Mitglied der Baltischen Historischen Kommission und korrespondierendes Mitglied der Finnischen Literaturgesellschaft (1999) sowie der Estnischen Akademie der Wissenschaften (2015). 2017 wurde Hasselblatt mit der Kreutzwald-Erinnerungsmedaille ausgezeichnet.

Bibliographie


Monographien

Herausgeber

Artikel (Auswahl)

Übersetzungen (Auswahl)

Weblinks


Einzelnachweise


  1. Osburg Verlag - Gegenwindschiff. Abgerufen am 31. Oktober 2021.









Kategorien: Person (deutsch-estnische Beziehungen) | Finnougrist | Hochschullehrer (Reichsuniversität Groningen) | Übersetzer aus dem Estnischen | Übersetzer ins Deutsche | Literatur (Estnisch) | Literatur (Deutsch) | Ehrendoktor der Universität Tartu | Träger des Ordens des Marienland-Kreuzes (III. Klasse) | Mitglied der Estnischen Akademie der Wissenschaften | Mitglied der Baltischen Historischen Kommission | Niederländer | Deutscher | Geboren 1960 | Mann




Stand der Informationen: 05.11.2021 07:31:47 CET

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