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Claudia Theune




Claudia Theune (* 15. August 1959 in Kleve, zeitweise Claudia Theune-Vogt) ist eine deutsche Mittelalter- und Neuzeitarchäologin und Universitätsprofessorin an der Universität Wien mit dem Schwerpunkt Historische Archäologie.

Nach der Schulzeit in Kevelaer studierte Claudia Theune in Marburg und Bonn. Sie promovierte 1988 in Marburg über die frühmittelalterliche Besiedlungsgeschichte im westlichen Bodenseegebiet, dem Hegau. Anschließend war sie von 1988 bis 1994 wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Auswertung des frühmittelalterlichen Gräberfeldes von Weingarten und dem Ausstellungsprojekt Hessen und Thüringen – Von den Anfängen bis zur Reformation sowie Stipendiatin an der Philipps-Universität Marburg. Von 1994 bis 2000 folgte eine Tätigkeit als wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin. Nachdem sich Theune 2001 mit einer Arbeit über Strukturveränderungen in der Alamannia aufgrund der archäologischen Quellen habilitiert hatte, war sie bis 2006 wissenschaftliche Oberassistentin und Privatdozentin an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit dem 1. Januar 2007 ist sie Universitätsprofessorin für Ur- und Frühgeschichte mit dem Schwerpunkt Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (Historische Archäologie) am Institut für Urgeschichte und Historische Archäologie der Universität Wien.

Theune forscht zu den Epochen der römischen Kaiserzeit, dem gesamten Mittelalter und der Neuzeit, beziehungsweise der Zeitgeschichte. Insbesondere Alltagsgeschichte, Handwerks- und Handelsgeschichte, Produktion und Austausch (beispielsweise frühmittelalterliche Perlen, Handwerk in ländlichen Siedlungen, Goldbergbau im Gasteinertal), Siedlungsarchäologie in der spätmittelalterlichen Wüstung Pagram bei Frankfurt (Oder), beziehungsweise Drösing an der March sowie Wissenschaftsgeschichte des Faches standen im Fokus. Sie forscht derzeit insbesondere zu Siedlungs- und Wirtschaftsstrukturen in marginalen alpinen Siedlungsräumen (Goldbergbau in den Alpen, Alpenübergänge, archäologische und bauhistorische Forschungen an Schloss Hanfelden) im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit, sowie zur Verbindung von Archäologie und Zeitgeschichte. Ein besonderer Schwerpunkt der letzten Jahre liegt in der zeitgeschichtlichen Archäologie, der archäologischen Erforschung ehemaliger Konzentrationslager und Zwangslager in Österreich und Deutschland. Neben Ausgrabungen in den ehemaligen Konzentrationslagern Sachsenhausen und Mauthausen und deren Außenlager sowie in Internierungslagern in der Karibik (sogenannte Five Islands) erforscht sie die materiellen Hinterlassenschaften der Opfer und Täter und untersucht anhand der Objekte Überlebensstrategien der Häftlinge.

Claudia Theune ist Präsidentin der europäischen archäologischen Gesellschaft Ruralia und Vorsitzende der Österreichischen Gesellschaft für Mittelalterarchäologie.

Claudia Theune ist die Schwester der früheren Fußballerin und ehemaligen Fußballnationaltrainerin Tina Theune.

Schriften


Weblinks





Kategorien: Prähistoriker | Mittelalterarchäologe | Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin) | Hochschullehrer (Universität Wien) | Deutscher | Geboren 1959 | Frau



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