Christian Eduard Langethal - de.LinkFang.org

Christian Eduard Langethal

Christian Eduard Langethal (* 6. Januar 1806 in Erfurt; † 28. Juli 1878 in Jena) war ein deutscher Pflanzenbauwissenschaftler, Botaniker und Agrarhistoriker. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Langeth.“.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken


Christian Eduard Langethal war der Sohn des Schuhmachermeisters Christoph Heinrich Langethal aus Kranichfeld, der sich nach seinen Wanderjahren in Erfurt niederließ. Seine Mutter starb 1809.

Christian Eduard Langethal ist der jüngere Bruder des Pädagogen Heinrich Langethal. Ein weiterer Bruder, Gottlieb Langenthal, lernte das Schuhmacherhandwerk und arbeitete als Schuhmachermeister in Erfurt. Durch die Vermittlung seines Bruders Heinrich, der eng mit Friedrich Fröbel befreundet war und später als Pädagoge und Lehrer mit diesem zusammenarbeitete, wurde Christian Eduard Langethal ab 1817 Zögling an Fröbels Erziehungsanstalt in Keilhau.[1]

Langethal verließ Keilhau 1827 und ging nach Jena, um Naturwissenschaften zu studieren. Während seines Studiums wurde er 1827 Mitglied der Jenaischen Burschenschaft und 1830 der Burschenschaft Arminia Jena. Als Mitglied der Burschenschaften wurde er in deren Verfolgung verwickelt und deshalb zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt, aus der er jedoch bereits nach einem Jahr wieder entlassen wurdê.[2] Er setzte sein Studium fort und erwarb 1831 den philosophischen Doktorgrad an der Universität Jena. 1835 ging er mit seinem Lehrer, Professor Friedrich Gottlob Schulze, an die kurz zuvor gegründete Landwirtschaftliche Akademie Eldena bei Greifswald und hielt dort Vorlesungen über Naturgeschichte. Gemeinsam mit Schulze kehrte er 1839 an die Universität Jena zurück und wurde zum Professor für landwirtschaftliche Botanik und Pflanzenbau berufen.

Langethals Lehrtätigkeit wurde durch seine Schwerhörigkeit stark beeinträchtigt. Umso intensiver betätigte er sich als Fachautor auf den Gebieten der landwirtschaftlichen Botanik und der Agrargeschichte. Sein erfolgreichstes Werk wurde das Lehrbuch der landwirthschaftlichen Pflanzenkunde für praktische Landwirthe und Freunde des Pflanzenreichs. Es ist in mehreren Teilbänden (1841 bis 1845) erschienen und wurde fünfmal aufgelegt, zuletzt 1876 unter dem Titel Handbuch der landwirthschaftlichen Pflanzenkunde und des Pflanzenbaues. Es galt jahrzehntelang als ein Standardwerk für Agrarwissenschaftler, Botaniker und Landwirte. Die fundierte Beschreibung der wichtigsten landwirtschaftlichen Feldfrüchte, der Gemüse- und Arzneipflanzen sowie der zum Bereich der Landwirtschaft gehörenden Obst- und Waldbäume diente nachfolgenden Lehrbuchautoren als Vorbild.

Einen Namen als Agrarhistoriker erwarb sich Langethal mit seiner von 1847 bis 1856 in vier Teilbänden erschienenen Geschichte der deutschen Landwirthschaft. Der vierte Teilband, der den Zeitraum zwischen 1618 und 1800 umfasst, ist besonders für die Frühgeschichte der Pflanzenbauwissenschaft eine wertvolle Informationsquelle. Die Verlagsbuchhandlung Paul Parey in Berlin hat später das Gesamtwerk neu bearbeiten lassen. In der Reihe der „Thaer-Bibliothek“ sind nach 1880 unter dem gleichen Titel weitere Auflagen erschienen.

Langethal war Herausgeber einer verbesserten Ausgabe des Deutschen Obstcabinetts, die zwischen 1853 und 1864 in 65 Lieferungen erschien. Jede Lieferung umfasste die Beschreibung von 10 Obstsorten, die durch aufwendig colorierte Abbildungen ergänzt wurden.

Hauptwerke


Siehe auch


Literatur


Weblinks


Einzelnachweise


  1. Brief von F. Föbel an H. Langethal vom 1. Juli 1817. In: Helmut Heiland (Hrsg.): Gesamtausgabe der Briefe Friedrich Fröbels. Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (Memento des Originals vom 1. Januar 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 17. Mai 2014
  2. F. Butzin: Christian Eduard Langethal (1806–1878), Alwin Aschenborn (1816–1865) und ihre Beziehungen zur Landwirtschaftlichen Akademie Eldena. In: Willdenowia Bd. 14, Heft 2, 1985, S. 459



Kategorien: Pflanzenbauwissenschaftler | Agrarwissenschaftler (19. Jahrhundert) | Pomologe | Botaniker (19. Jahrhundert) | Agrarhistoriker | Hochschullehrer (Friedrich-Schiller-Universität Jena) | Burschenschafter (19. Jahrhundert) | Deutscher | Geboren 1806 | Gestorben 1878 | Mann



Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Christian Eduard Langethal (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Veränderungen: Alle Bilder und die meisten Designelemente, die mit ihnen in Verbindung stehen, wurden entfernt. Icons wurden teilweise durch FontAwesome-Icons ersetzt. Einige Vorlagen wurden entfernt (wie „Lesenswerter Artikel“, „Exzellenter Artikel“) oder umgeschrieben. CSS-Klassen wurden zum Großteil entfernt oder vereinheitlicht.
Wikipedia spezifische Links, die nicht zu Artikeln oder Kategorien führen (wie „Redlink“, „Bearbeiten-Links“, „Portal-Links“) wurden entfernt. Alle externen Links haben ein zusätzliches FontAwesome Icon erhalten. Neben weiteren kleinen Designanpassungen wurden Media-Container, Karten, Navigationsboxen, gesprochene Versionen & Geo-Mikroformate entfernt.


Stand der Informationen: 01.11.2019 02:12:35 CET - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
Beachten Sie auch : Impressum & Datenschutzerklärung.