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Charles Edward Smith

Charles Edward Smith (* 8. Juni 1904 in Thomaston (Connecticut); † 16. Dezember 1970 in New York City) war ein US-amerikanischer Jazz-Autor und -Kritiker.

Inhaltsverzeichnis

Leben


Smith begann in den 1920er-Jahren Hot Records des frühen Jazz zu sammeln und betätigte sich ab 1937 mit William Russell, Eugene Williams, John Hammond, Hugues Panassié und Charles Delaunay in der Hot Record Society, aus der das Jazz-Label H. R. S. Records hervorging.[1] Mit Steve Smith war er Herausgeber des Jazzmagazins Hot Record Society Rag.[2]

Mit seinen Aufsätzen in Zeitschriften wie Symposium, The Daily Worker und Esquire gehörte Smith in den 1930er-Jahren zu den frühen Vertretern der Jazzkritik.[3] Mit Frederic Ramsey (1915–1995) gab er das Buch Jazzmen heraus, das 1939 erschien und mit Wilder Hobsons American Jazz Music zu den ersten Jazzbüchern Amerikas gehörte, mit Artikeln über Gruppen wie die Austin High School Gang[4] und Interviews von frühen Jazzmusikern wie Willie Cornish, Papa Jack Laine, Leon Roppolo und Nick LaRocca.[5] Smith und Ramsey machten die Ursprünge des damals populären Swing in dem „authentischen“ Blues und traditionellen Jazz aus.[6] Im Verlauf der Recherchen zu dem Buch wurde von den interviewten Musikern immer wieder der Name Bunk Johnson erwähnt; dies führte dazu, dass der damals vergessene Trompeter des New Orleans Jazz von Bill Russell 1942 wiedergefunden wurde.[7]

Mit dem 1942 erschienenen The Jazz Record Book wurde erstmals der Versuch gemacht, einen Kanon wichtiger Jazzplatten aufzulisten, was in späteren Jahren von vielen anderen Autoren aufgegriffen wurde, u. a. von Marshall StearnsThe Story of Jazz, Joachim-Ernst Berendt/Günther Huesmanns Jazzbuch, Barry Kernfeld Enzyklopädie des Jazz und Allen Lowes That Devilin’ Tune fortgesetzt wurde.[8]

Ferner schrieb Smith für The New Republic (1938[9]), das Magazin Jazz Information[10] und eine Reihe von Liner Notes von Alben im Bereich des Folk (Folk Music U.S.A.: Vol. 1 (1959) und Music Down Home: An Introduction to Negro Folk Music, U.S.A. (1965), bei Folkways Records), des Folk Blues (Big Bill Broonzy Sings Country Blues 1957), des frühen Jazz (etwa Pee Wee Russell, Jelly Roll Morton) wie auch des Modern Jazz, u. a. für Produktionen von Al Cohn, Miles Davis (Milestones,1958), Chico Hamilton (South Pacific In Hi-Fi, 1957) und J. J. Johnson (Dial J.J. 5, 1955).[11] Smith schrieb auch den Begleittext für die LP-Ausgabe von John Hammonds Konzertreihe From Spirituals to Swing – Carnegie Hall Concerts 1938/39 (Vanguard).

Smith zählte nach Ansicht der International Society of Jazz Research mit Hugues Panassié, Winthrop Sergeant, Wilder Hobson, Donald Knowlton und Aaron Copland zu den frühen ernsthaften Jazzkritikern.[10]

Publikationen (Auswahl)


Weiterführende Literatur


Weblinks


Einzelnachweise


  1. http://lubricity.wordpress.com/2010/02/04/reading-new-orleans-stlye-and-the-writing-of-american-jazz-history/
  2. Ralph de Toledano: Frontiers of Jazz 1994. Seite 56
  3. Besprechung des Buchs: Bruce Boyd Raeburn. New Orleans Style and the Writing of American Jazz History. Ann Arbor: The University of Michigan Press, 2009, ISBN 0-472-03321-2.
  4. Auszug aus Charles Edward Smiths Artikel über die Austin High Gang bei RedHotJazz
  5. Nick LaRocca im Gespräch mit Charles Edward Smith – Dokumente des Hogan Jazz Archive
  6. Lewis A. Erenberg: Swingin' the Dream: Big Band Jazz and the Rebirth of American Culture
  7. Erinnerungsseite an Bunk Johnson (Memento des Originals vom 3. Januar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  8. Ben Ratliff: Ultimate Box of Jazz? Not Exactly (2011) in: The New York Times
  9. John Szwed: Early Jazz History and Criticism Bibliography (pdf; 182 kB)
  10. a b The American Jazz-Writer-Critic of the 1930s
  11. Hinweise bei Allmusic



Kategorien: Musikkritiker | Jazzautor | Jazzforscher | US-Amerikaner | Geboren 1904 | Gestorben 1970 | Mann

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