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Center for Strategic and International Studies



Das Center for Strategic and International Studies (CSIS, deutsch Zentrum für internationale und strategische Studien) ist eine parteipolitisch unabhängige und gemeinnützige Stiftung und Denkfabrik in Washington, D.C. mit dem Fokus auf die Außenpolitik der Vereinigten Staaten.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte


Das Zentrum wurde im Jahr 1962 als überparteiliche[1] Institution gegründet. Ursprünglich Teil der Georgetown University, wurde es im Jahr 1987 unabhängig. Das CSIS erstellt politische Studien und strategische Analysen zu politischen, ökonomischen sowie außen- und sicherheitspolitischen Fragen. Dazu werden global und regional aufkommende Trends bzw. Langzeiteffekte in Regionen wie dem Nahen Osten und Russland ebenso untersucht wie die Themen Terrorismus, Energie, Handel, Technologie oder innere Sicherheit.

Organisation


Präsident und CEO des CSIS ist seit April 2000 der frühere stellvertretende US-Verteidigungsminister John Hamre.

Im Board of Trustees (Aufsichtsrat) sitzen Angehörige des Verteidigungsministeriums, Investmentbanker, Vertreter von Wirtschaftsunternehmen, ehemalige Regierungsangehörige wie Henry Kissinger, Zbigniew Brzeziński, James R. Schlesinger, William Cohen und Brent Scowcroft sowie Wissenschaftler und Vertreter von Non-Profit-Organisationen. Obwohl mehrheitlich von Republikanern dominiert, wird das Gremium vom ehemaligen demokratischen Senator von Georgia und langjährigen Vorsitzenden des US-Senatsausschusses für Militärfragen, Sam Nunn, geleitet.

Das CSIS hat etwa 220 Mitarbeiter und einen Etat von knapp 30 Mio. $ (Fiskaljahr 2010), von dem 85 % aus Stiftungs-, Privat- und Firmenspenden gewonnen werden. Der Rest stammt aus Publikationsverkäufen und Regierungsaufträgen.

Tätigkeit


Neben dem seit 1970 erscheinenden Freeman Report, der sich mit Globalökonomie und internationaler Sicherheit befasst, finanziert das CSIS verschiedene Lehrstühle für Ökonomie, China-Studien und andere Projekte an Universitäten der USA, und gibt die außen- und sicherheitspolitische Zeitschrift The Washington Quarterly heraus.

„Distinguished Statesmen“


Im Jahr 2002 berief das CSIS den ehemaligen israelischen Regierungschef Ehud Barak zum Distinguished Statesman.[2] Am 29. September 2011 wurde bekannt, dass Karl-Theodor zu Guttenberg am CSIS eine nicht näher definierte, unbezahlte Tätigkeit als Distinguished Statesman „an der Spitze eines neuen transatlantischen Dialogforums“ aufnehmen werde.[3]

Weblinks


Einzelnachweise


  1. Katherine Elaine Bliss: Key Players in Global Health: How Brazil, Russia, India, China, and South Africa are Influencing the Game. CSIS, 2010, ISBN 978-0-89206-612-4, S. 2, 61 (com.ph [abgerufen am 12. Juni 2018]).
  2. Barak distinguished statesman at CSIS (Englisch) UPI. 9. August 2002. Abgerufen am 13. Dezember 2012.
  3. Guttenberg hat einen neuen Job . stern.de. 29. September 2011. Abgerufen am 13. Dezember 2012.




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