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Burg Rehden




Burg Rehden

Ruine der Burg Rehden

Entstehungszeit: 1234
Erhaltungszustand: Ruine
Bauweise: Backstein
Geographische Lage 53° 23′ 15″ N, 18° 56′ 40″ O

Die Burg Rehden (im 19. Jahrhundert oft auch Rheden)[1] im Kulmerland war eine Deutschordensburg. Die Burg in der heutigen polnischen Ortschaft Radzyń Chełmiński war Sitz eines Konvents und ein Wahrzeichen des Deutschen Ordens in Preußen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte


Nachdem 1221 Kreuzritter des Deutschen Ordens in das Kulmerland eingefallen waren, begannen die Pruzzen 1224 mit einer Gegenoffensive. Sie entvölkerten das Gebiet und zerstörten die Kirchenorganisation. Nach Niederschlagung dieses Aufstands und endgültigen Eroberung des Gebiets im Jahr 1231 errichtete der Deutsche Orden 1234 eine Befestigung. Aus ihr entstand um 1300 eine steinerne Burg, deren Ruine noch heute zu besichtigen ist.

Nach der Schlacht bei Tannenberg (1410) nahm das polnisch-litauische Heer unter Johann Sokol von Lamberg und Jan Žižka auf dem Rückzug die Burg ein. Nach dem Ersten Thorner Frieden ging sie jedoch 1411 wieder in den Besitz des Deutschen Ordens über. Dieser hielt, unter anderem mit Unterstützung des vor 1450 in den Deutschen Orden eingetretenen bekannten Wundarztes Heinrich von Pfalzpaint,[2] die Burg bis 1454, als sie erneut von den Polen erobert wurde und ihnen im Zweiten Thorner Frieden offiziell zugesprochen wurde.

Während des polnisch-schwedischen Krieges erlitt die Burg 1628 schwere Zerstörungen durch die Schweden. Sie lag danach bis zum Jahr 1772 brach, dann nutzten die preußischen Behörden einige ihrer Räume.

Ab 1800 wurde das Bauwerk allmählich zur Baumaterialgewinnung abgebrochen. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Enttrümmerung und Erhaltung als Denkmal in Angriff genommen.

Anlage


Die Burg wurde aus Backstein erbaut und hatte einen annähernd quadratischen Grundriss von 52 × 52 Metern. Im Süden und Osten schlossen sich der Hauptburg zwei Vorburgen an. Modelle der Burg finden sich im Deutschordensmuseum in Bad Mergentheim und im Brandenburg-Preußen Museum in Fehrbellin.

Literatur


Weblinks


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Einzelnachweise


  1. Johannes Voigt: Geschichte Preussens, von den ältesten Zeiten bis zum Untergange der Herrschaft des deutschen Ordens. Band 2, Königsberg 1827, S. 255.
  2. Gundolf Keil: Heinrich von Pfalzpaint, in: Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon, 2. Aufl., Bd. 3, Berlin/New York 1981, Sp. 856–862; hier: Sp. 857 und 859.








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Stand der Informationen: 05.07.2020 01:29:27 CEST

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