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Buonconvento

Buonconvento
Wappen
Staat Italien
Region Toskana
Provinz Siena (SI)
Koordinaten 43° 8′ N, 11° 29′ O Koordinaten: 43° 8′ 0″ N, 11° 29′ 0″ O
Höhe 147 m s.l.m.
Fläche 64 km²
Einwohner 3.137 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 49 Einw./km²
Postleitzahl 53022
Vorwahl 0577
ISTAT-Nummer 052003
Volksbezeichnung Buonconventini
Schutzpatron San Pietro und San Paolo (29. Juni)
Website Buonconvento
Blick auf Buonconvento
Blick auf Buonconvento

Buonconvento ist eine italienische Gemeinde mit 3137 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017) in der Provinz Siena in der Toskana.

Inhaltsverzeichnis

Geografie


Der Ort Buonconvento liegt in der Landschaft Crete Senesi an der Mündung des Arbia in den Ombrone, in der Nachbarschaft der bekannten Weinstadt Montalcino in einer Höhe von 147 m über dem Meeresspiegel. Er liegt am Pilgerweg Via Francigena und an der historischen Römerstraße Via Cassia.

Der Ort erstreckt sich über 64 km². Er liegt etwa 30 km südöstlich der Provinzhauptstadt Siena und ca. 70 km südöstlich der Regionalhauptstadt Florenz. Er ist Mitglied der Vereinigung I borghi più belli d’Italia[2] (Die schönsten Orte Italiens). und liegt in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone D , 1 598 GR/G[3].

Einziger Ortsteil (Frazione) ist Bibbiano (222 m, ca. 80 Einwohner).[4]

Die Nachbargemeinden sind Asciano, Montalcino, Monteroni d’Arbia und Murlo.

Geschichte


Der Name Buonconvento stammt vom lateinischen Bonus conventus, der Ort ist also römischen Ursprungs, wird allerdings erst 1191 durch Philipp II. urkundlich erwähnt. Seit 1208 existierten Gebäude im Besitz des Seneser Hospitals Santa Maria della Scala[5]. Nördlich von Buonconvento bei Serravalle kurz vor dem Übertritt über den Arbia bei Ponte d’Arbia[6] starb am 24. August 1313 der römisch-deutsche Kaiser Heinrich VII. nach erfolgreicher Einnahme des Ortes an einer fiebrigen Erkrankung, nachdem er 1310 nach Italien gereist war, um die kaiserliche Autorität gegen seinen Widersacher Robert von Anjou wiederherzustellen. Sechs Jahre später wurde der Ort von Uguccione della Faggiola überfallen. Weitere Schäden im Ort entstanden 1358 durch den Krieg der Seneser gegen Perugia. Die Brücken über den Ombrone und den Arbia entstanden 1360 bzw. 1388[5]. 1371 wurde mit dem Bau der Stadtmauern begonnen, der 1383 abgeschlossen wurde. Zwei Jahre später entstanden der Palazzo Podestarile mit dem Stadtturm Torre civica. Buonconvento stieg zum wichtigsten Zentrum des Arbiatales auf, gehörte politisch jedoch zur Republik Siena, die seit 1480 den Einwohnern die Seneser Staatsangehörigkeit zugestand. Mit dem Untergang der Republik Siena 1555 fiel Buonconvento vier Jahre später dem Großherzogtum Toskana der Medici zu.

Sehenswürdigkeiten


Die Altstadt stammt weitgehend aus dem 14. Jahrhundert und ist gut erhalten. Sehenswert sind auch die Palazzi der Stadt, sowie das beeindruckende (nördliche) Stadttor Porta Senese innerhalb der Stadtmauer, das in den letzten Jahren renoviert wurde. Das südliche Haupttor der Stadt, Porta Romana, wurde 1944 im Zweiten Weltkrieg von deutschen Truppen zerstört.[2] Unweit von Buonconvento befindet sich die sehenswerte Olivetanerabtei Monte Oliveto Maggiore, die allerdings auf dem Gemeindegebiet von Asciano (Ortsteil Chiusure) liegt.

Kirchen

Weitere Bauwerke

Museen

Wirtschaft


Die Wirtschaft der Stadt basiert traditionell auf der Landwirtschaft, insbesondere dem Weinanbau. Daneben hat sich in der pittoresken Gemeinde der Tourismus entwickelt, wobei Gäste hauptsächlich in vermieteten Landhäusern im Umfeld der Stadt untergebracht werden. Im Ort selbst befindet sich nur ein Hotel.

Verkehr


Söhne und Töchter der Stadt


Buonconvento in der Literatur


Die vierte Geschichte des neunten Tages in Giovanni Boccaccios Dekameron beginnt mit der Einleitung und mit der Erwähnung Buonconventos (und Cecco Angiolieris):

Cecco di Messer Fortarrigo verspielt zu Buonconvento alles, was er hat, und das Geld des Cecco di Messer Angiulieri dazu. Dann läuft er diesem im Hemde nach, läßt ihn unter dem Vorwand, daß jener ihn beraubt habe, von Bauern ergreifen, zieht dessen Kleider an, besteigt sein Pferd und eilt davon, während Angiulieri im Hemd zurückbleibt.[19]

Literatur


Weblinks


 Commons: Buonconvento  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.
  2. a b c I borghi più belli d’Italia. Borghipiubelliditalia.it, abgerufen am 6. August 2017 (italienisch).
  3. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 7. September 2012 (italienisch) (PDF; 330 kB)
  4. Offizielle Website des ISTAT (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Siena, abgerufen am 7. September 2012 (italienisch)
  5. a b Repetti
  6. Offizielle Website der Provinz Siena zur Via Francigena und Ponte d’Arbia, abgerufen am 31. Januar 2012 (italienisch)
  7. a b Anna Maria Guiducci (Hrsg.): I Luoghi della Fede: Le Crete senesi, la Val d’Arbia e la Val di Merse.
  8. Il Tirreno zu Sant’Innocenza a Piana, abgerufen am 22. November 2016 (italienisch), mit Abb.
  9. Il Tirreno zu San Lorenzo (Bibbiano), abgerufen am 22. November 2016 (italienisch), mit Abb.
  10. Il Tirreno zu Sant’Antonio a Segalari, abgerufen am 22. November 2016 (italienisch), mit Abb.
  11. Il Tirreno zu San Lorenzo a Percenna, abgerufen am 22. November 2016 (italienisch), mit Abb.
  12. Webseite von Castelli Toscani zur Burg Bibbiano, abgerufen am 12. Mai 2011
  13. I percorsi della Via Francigena nelle terre di Siena.
  14. Ovidio Guaita: Le Ville della Toscana. Newton & Compton Editori, Rom 1997, ISBN 88-8183-787-0
  15. Repetti zu Chiatina (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  16. Padovani/Santi
  17. Offizielle Website des Museum Museo di arte sacra della Val d’Arbia
  18. Text in der italienischen Ausgabe von Wikisource
  19. Dekameron-Übers. v. Karl Witte, München: Winkler-Verlag, 1964 bei Zeno.org , abgerufen am 4. Januar 2015
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