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Buchdorf




Wappen Deutschlandkarte

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Verwaltungs­gemeinschaft: Monheim
Höhe: 552 m ü. NHN
Fläche: 16,67 km2
Einwohner: 1809 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 109 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86675
Vorwahl: 09099
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 126
Gemeindegliederung: 2 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 94
86675 Buchdorf
Website: www.buchdorf.net
Erster Bürgermeister: Walter Grob (Wählergruppe Bürgerliche Mitte Buchdorf Baierfeld[2])
Lage der Gemeinde Buchdorf im Landkreis Donau-Ries

Buchdorf ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries und eine Ortschaft sowie Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Monheim.

Die Gemeinde zählt zu den Grenzorten des alemannischen Dialektraums zum Bairischen hin. Auch der Ortsteil Baierfeld ist ein Grenzort.

Inhaltsverzeichnis

Geografie


Es gibt zwei amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[3]

Die zwei Orte bilden zugleich die zwei Gemarkungen, die es auf dem Gemeindegebiet gibt.

Geschichte


Bis zur Gemeindegründung

Das Kloster Kaisheim und das Kloster Heilig Kreuz in Donauwörth waren im Mittelalter die bedeutendsten Grundherren in Buchdorf. Allerdings spielen die Nachbargemeinden Baierfeld und Bergstetten eine wesentlich wichtigere Rolle: Beide werden schon 1137 in einer Urkunde Bischof Gebhards von Eichstätt erwähnt, sogar der Baierfelder Pfarrer Hartwig wird hier namentlich genannt. Der schwärzeste Tag in der Geschichte des Ortes war der Barnabastag (11. Juni) des Jahres 1504. Maximilian I. ließ an diesem Tag das Dorf niederbrennen, da die Buchdorfer Bauern zuvor im Kontext der Streitigkeiten um die Erbfolge im Hause Wittelsbach einen kaiserlichen Boten ermordet hatten. Buchdorf gehörte vorübergehend zum Herzogtum Pfalz-Neuburg. Seine Bewohner waren gemäß den Bestimmungen des Augsburger Religionsfriedens in dieser Zeit (1554 bis 1618) evangelisch-lutherisch.

Im Jahre 1736 wurde der Grundstein der heutigen Pfarrkirche St. Ulrich gelegt. Die Pläne für den Neubau stammten von Gabriel de Gabrieli (1671–1747). Reste des gotischen und vielleicht auch eines romanischen Vorgängerbaues sind in den beiden ersten Geschossen des Turmes erhalten. Eines der wertvollsten Stücke der Ausstattung ist die spätgotische Rosenkranz-Madonna, auf deren Gewand ein Reichsadler zu sehen ist. Sie stammt aus der Reichsabtei Kaisheim, die das Patronat besaß. Im Ersten Weltkrieg fanden 45, im Zweiten Weltkrieg 63 Männer aus Buchdorf den Tod.[4]

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1976 wurde die bisher selbständige Gemeinde Baierfeld eingegliedert.[5]

Einwohnerentwicklung

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1285 auf 1809 um 524 Einwohner bzw. um 40,8 %.

Politik


Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus zwölf Mitgliedern; davon gehören in der Amtszeit 2014–2020 sechs Gemeinderäte der CSU an, sechs Gemeinderäte wurden über vier verschiedene parteifreie Listen gewählt. Bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 ergab sich folgende Zusammensetzung des Gemeinderates für die Amtszeit 2020–2026:

1. Bürgermeister ist seit 1. Mai 2020 Walter Grob (Wählergruppe Bürgerliche Mitte Buchdorf Baierfeld), der sich in der Stichwahl am 29. März 2020 mit 58,8 % bei einer Wahlbeteiligung von 81,2 % durchsetzte. Sein Vorgänger Georg Vellinger (CSU) war von 1. Mai 1990 bis 30. April 2020 im Amt und wurde viermal wiedergewählt.

Steuereinnahmen

Die Gemeindesteuer-Einnahmen betrugen im Jahr 2017 insgesamt 6.334.000 Euro; davon waren 5.044.000 Euro Gewerbesteuer (netto).

Die endgültige Steuerkraft 2020 (aus den Einnahmen 2018) betrug 2823,62 Euro pro Einwohner. Damit lag die Gemeinde damals an erster Stelle im Landkreis Donau-Ries, an dritter Stelle in Schwaben und an 24. Stelle in Bayern. 2017 hatte die Gemeinde bayernweit sogar an siebter Stelle gelegen.

Wappen

Blasonierung: „Durch einen von Rot und Silber geschachten Pfahl gespalten von Silber und Blau; vorne ein aufrechtes grünes Buchenblatt, hinten ein aufrechter silberner Fisch.“[6]

Erläuterung: Der Rot und Silber geschachte Zisterzienser­balken erinnert an das Kloster Kaisheim, das einer der Grundherren in Buchdorf war und das Patronat der Pfarrkirche St. Ulrich innehatte. Die Schildfarben Blau und Silber weisen darauf hin, dass Buchdorf vorübergehend wittelsbachisch war. Das Buchenblatt steht redend für den Ortsnamen. Der Fisch deutet auf den hl. Ulrich hin, dem die Ortskirche geweiht ist.

Baudenkmäler


Bodendenkmäler


Wirtschaft und Infrastruktur


Neben dorftypischen Geschäften wie Einzelhandel, Supermarkt und Metzger existieren Baugeschäfte, ein Steinmetzbetrieb, Glaserei, Elektrofachbetriebe sowie ein Sägewerk. Das Dorf ist geprägt durch Landwirtschaft. Außerdem gibt es in der Gemeinde nahe der Bundesstraße 2 ein bedeutendes Gewerbegebiet.

Arbeitsplätze

In der Gemeinde gab es 2014 insgesamt 558 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze; von den Einwohnern standen 709 in einem Beschäftigungsverhältnis. Die Zahl der Auspendler war damit um 151 höher als die der Einpendler.

Betriebe

Die vier größten Arbeitgeber am Ort sind:

Landwirtschaft

In der Gemeinde gab es 2010 29 landwirtschaftliche Betriebe. Von der Gemeindefläche sind 930 Hektar landwirtschaftlich genutzt, davon 750 Hektar als Ackerland.

Bildung

Im Jahre 2015 gab es in Buchdorf eine Kindertageseinrichtung mit 107 genehmigten Plätzen und 97 Besuchern.

Persönlichkeiten


Weblinks


Commons: Buchdorf  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinderat Buchdorf Detailansicht. Gemeinde Buchdorf, abgerufen am 2. Juni 2020.
  3. Gemeinde Buchdorf in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 3. September 2019.
  4. http://www.buchdorf.net/index.php?id=0,26
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 793.
  6. Eintrag zum Wappen von Buchdorf  in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte



Kategorien: Buchdorf | Gemeinde in Bayern | Ort im Landkreis Donau-Ries



Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Buchdorf (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0


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