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Brotnussbaum

Brotnussbaum

Brotnussbaum

Systematik
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Maulbeergewächse (Moraceae)
Gattung: Brosimum
Art: Brotnussbaum
Wissenschaftlicher Name
Brosimum alicastrum
Sw.

Der Brotnussbaum (Brosimum alicastrum, Syn.: Alicastrum brownei Kuntze), auch Capomo, Apompo, Masico oder Kuhbaum[1] genannt, ist eine Nutzpflanze aus der Familie der Maulbeergewächse (Moraceae). Diese Art kommt im tropischen Amerika von Mexiko über Mittelamerika bis nach Peru vor, inklusive Karibische Inseln. Der Gattungsname kommt aus dem Griechischen: brosimos = essbar.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung


Der Brotnussbaum ist ein schnellwüchsiger, immergrüner Laubbaum, der Wuchshöhen von bis zu 30 Metern oder mehr erreicht. Der Stammdurchmesser kann über 1 Meter betragen. Bei Verletzungen tritt ein klebriger Milchsaft aus. Der Baum hat mehr oder weniger ausgebildete Brettwurzeln. Die Borke ist gräulich bis bräunlich und bei älteren Exemplaren blättert sie in Streifen ab.

Die wechselständigen, gestielten, einfachen Laubblätter sind ledrig, glänzend und ganzrandig, 5 bis 15 cm lang und 2 bis 6 cm breit. Die unterseits helleren Blätter sind eiförmig oder verkehrt-eiförmig bis eilanzettlich oder elliptisch und spitz bis zugespitzt oder bespitzt bis geschwänzt, sie sind meist kahl. Die lateralen Nebenblätter sind frei und abfallend.

Er blüht ganzjährig. Die Bäume sind meistens einhäusig gemischtgeschlechtig (monözisch). Die oft einzeln erscheinenden, mehr oder weniger gestielten, seiten- oder achselständigen, kleinen Blütenstände sind fast kugelig und viele, cremefarbene bis orange-gelbliche, männliche Blüten umgeben die nur ein bis zwei weiblichen Blüten. Die männlichen Blüten enthalten nur ein vorstehendes, stieltellerförmiges Staubblatt und sie sind ohne Blütenhülle, ein reduziertes Perianth kann manchmal vorkommen. Die weiblichen Blüten sind in den kugeligen Blütenboden eingesenkt und enthalten einen unterständigen Fruchtknoten mit langem, vorstehendem Griffel mit einer zweiästigen Narbe und sie sind ohne Blütenhülle. Es sind grünliche und stieltellerförmige Deckblätter vorhanden, welche die männlichen Blüten umgeben.

Es werden rundliche, meistens einsamige, gelbe bis orange bis bräunlich, rötliche, leicht noppelige und steinfruchtartige Beeren (Scheinfrüchte) gebildet, sie sind bis etwa 1,5–2,5 cm groß. Die großen, rundlichen leicht abgeflachten Samen sind bräunlich und glatt-glänzend, die Samenschale ist papierig. Die zwei großen Kotyledonen sind ungleich ausgebildet. Das wenige Fruchtfleisch ist essbar und süßlich. Der Geschmack soll dem der Esskastanie ähneln.[1]

Systematik


Es werden zwei Unterart unterschieden:[2]

Andere Arten der Gattung (Auswahl)


Neben dem Brotnussbaum gibt es weitere Nutzpflanzen der artenreichen (etwa 24 Arten) Gattung Brosimum, so der Milchbaum oder Kuhbaum (Brosimum galactodendron D. Don ex Sweet), der trinkbaren Milchsaft liefert oder der Letternholzbaum (Brosimum guianensis (Aubl.) Huber Syn.: Brosimum aubletii Poepp. et Endl.), der wertvolles Nutzholz liefert.

Nutzung


Der Brotnussbaum liefert getreideähnliche Samen, die ähnlich wie diejenigen des Okwabaums genutzt werden.

Vor der Ankunft der Europäer in Amerika war der Brotnussbaum eine der wichtigsten Nutzpflanzen der Maya. Die Samen wurden zu Mehl vermahlen und zu Tortillas verarbeitet.
Der Brotnussbaum kann auf einem Hektar Land zehnmal mehr Eiweiß als Mais produzieren und seine Samen sind reich an Mineralien und Vitaminen. Im Vergleich mit Mais, Reis und Weizen liegt die Brotnuss in den Bereichen Eiweißgehalt, Kalzium, Vitamin C, Vitamin E, Zink, Folsäure und Eisen vorn.

Der Milchsaft wird als Milchersatz und auch medizinisch verwendet und er kann auch mit Chicle vermischt werden.

Diese Art wird in Florida als Zierpflanze genutzt.

Einzelnachweise


  1. a b Waldemar Ternes, Alfred Täufel, Lieselotte Tunger, Martin Zobel (Hrsg.): Lebensmittel-Lexikon. 4., umfassend überarbeitete Auflage. Behr, Hamburg 2005, ISBN 3-89947-165-2, S. 295 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Brosimum alicastrum bei Smithsonian Tropical Research Institute, Flora of Barro Colorado Island, abgerufen am 17. Mai 2019.

Literatur


Weblinks


Commons: Brosimum alicastrum  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien



Kategorien: Maulbeergewächse | Nutzpflanze | Baum

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