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Bronschhofen

Bronschhofen
Staat: Schweiz
Kanton: Kanton St. Gallen (SG)
Wahlkreis: Wil
Politische Gemeinde: Wil
Postleitzahl: 9552
UN/LOCODE: CH BRO
Koordinaten: 720187 / 260395
Höhe: 562 m ü. M.
Fläche: 13,16 km²
Einwohner: 4684 (31. Dezember 2012)
Einwohnerdichte: 356 Einw. pro km²
Website: www.bronschhofen.ch

Altes Schulhaus

Karte

Bronschhofen ist eine Ortschaft in der politischen Gemeinde Wil im Ostschweizer Kanton St. Gallen. Sie bildete bis am 31. Dezember 2012 eine eigene politische Gemeinde.

Inhaltsverzeichnis

Wappen


Blasonierung

In Schwarz ein goldenes Ammonschneckenhaus

Das Wappen erinnert an die über 500-jährige Geschichte des Schneckenbundes.

Geographie


Bronschhofen befindet sich nördlich der Stadt Wil SG und hat rund 4'500 Einwohner. Bronschhofen besteht aus den Dörfern Bronschhofen und Rossrüti. Die Weiler Boxloo, Freudenberg, Gampen, Maugwil, Trungen und Uerental wie auch der Wallfahrtsort Dreibrunnen gehören zur ehemaligen Gemeinde.

Geschichte


Im Gärtensbergwald wurden Funde aus der Bronzezeit wie auch eine Römerstrasse entdeckt. Bronschhofen wurde 796 erstmals unter dem Namen Pramolveshova erwähnt. 859 gelangte Bronschhofen in den Besitz des Klosters St. Gallen. 1495 regelte der Abt die Rechte und Pflichten zwischen dem Kloster und den bisher selbständigen Höfen und Niedergerichten Trungen, Bronschhofen und Rossrüti in einer gemeinsamen Offnung. Diese erhielten damit erstmals eine Verfassung und wurden zu einem Verwaltungsbezirk zusammengefasst, der später den Namen Schneckenbund erhielt. Vom 15. bis 18. Jahrhundert stand der Schneckenbund bei politischen und kriegerischen Auseinandersetzungen stets auf der Seite des Klosters St. Gallen.

1804 wurde die Gemeinde Schneckenbund eine eigene politische Gemeinde. 1817 erfolgte die Umbenennung in Bronschhofen. Bis ungefähr 1870 wurde vorwiegend Ackerbau betrieben, danach verlagerte sich die landwirtschaftliche Produktion in Milch- wie auch Fleischproduktion. 1911 erhielt Bronschhofen Anschluss an das Schienennetz Wil-Kreuzlingen. Seit 1969 befindet sich ein Armee-Motorfahrzeugpark in Bronschhofen. Seit dem Zweiten Weltkrieg erlebte Bronschhofen einen wirtschaftlichen Aufschwung und ist heute eine der schnellstwachsenden Gemeinden im Kanton St. Gallen (vgl. Bevölkerung).

Am 3. Juli 2011 beschlossen die Stimmbürger von Bronschhofen und Wil mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 78,3 bzw. 63,2 Prozent die Fusion zu einer neuen politischen Gemeinde Wil auf den 1. Januar 2013.[1]

Bevölkerung


Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1837 1850 1900 1950 1970 2000 2010
Einwohnerzahl 1025 1073 1164 1430 2308 4297 4584

Wirtschaft


Der Schwerpunkt der Bronschhofer Industrie ist die Elektronikbranche. Unter anderem ist Swisstronics (ehemals Siemens AG), die Speichermodulherstellerin Swissbit sowie die ATRON Systems AG (Fahrgeld-Management-, itcs- und Telematiksysteme für den ÖV) dort ansässig.

Unternehmen wie Thyssenkrupp Schweiz[2], Schmolz & Bickenbach Schweiz[3] und Fitness Island Schweiz[4] haben ihren Schweizer Hauptsitz in Bronschhofen. Das deutsche Unternehmen Stihl[5] betreibt seit 2008 ein Kettenwerk in Bronschhofen.[6]

Sehenswürdigkeiten


Die barocke Wallfahrtskirche Maria Dreibrunnen im Südwesten der Gemeinde ist mit ihren Deckenfresken von Jakob Josef Müller ein Baudenkmal von nationaler Bedeutung.[7]

Literatur


Weblinks


Commons: Bronschhofen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons: Wallfahrtskirche Maria Dreibrunnen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Die Stimmberechtigten von Wil und Bronschhofen sagen jeweils deutlich «Ja» zur Gemeindevereinigung (Memento vom 31. Juli 2012 im Webarchiv archive.today)News, Website gemeinsam-voran, 3. Juli 2011, abgerufen am 25. Dezember 2011.
  2. Thyssenkrupp Schweiz
  3. Schmolz & Bickenbach Schweiz
  4. Fitness Island Schweiz
  5. Stihl
  6. Geschichte. Abgerufen am 18. April 2017.
  7. Cornel Dora: Dreibrunnen. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 23. November 2016, abgerufen am 14. Juni 2019.



Kategorien: Ort im Kanton St. Gallen | Ehemalige politische Gemeinde in der Schweiz | Wil SG | Ersterwähnung 796 | Gemeindeauflösung 2013

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