Braunschweiger Zeitung - de.LinkFang.org

Braunschweiger Zeitung

Braunschweiger Zeitung
Braunschweiger Zeitung Logo.svg
Beschreibung Deutsche Tageszeitung
Verlag BZV Medienhaus GmbH
Erstausgabe 8. Januar 1946
Erscheinungsweise Montag bis Samstag
Verkaufte Auflage 95.252 Exemplare
(IVW 3/2019, Mo–Sa)
Chefredakteur Armin Maus
Geschäftsführer Claas Schmedtje
Weblink www.braunschweiger-zeitung.de
ZDB 986756-9

Die Braunschweiger Zeitung ist eine regionale Tageszeitung, die in Braunschweig erscheint und auch unter anderen Titeln im östlichen Niedersachsen verbreitet ist. Sie wird in der BZV Medienhaus GmbH verlegt, die bis 1. Februar 2013 die Braunschweiger Zeitungsverlag GmbH und Co. KG war und seit Ende Januar 2007 zur Funke Mediengruppe (damals WAZ-Gruppe) gehört.

Die Braunschweiger Zeitung erscheint montags bis samstags morgens im Berliner Format und ist die einzige Braunschweiger Lokalzeitung (siehe Ein-Zeitungs-Kreis). Die verkaufte Auflage beträgt 95.252 Exemplare, ein Minus von 42,1 Prozent seit 1998.[1]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte


Am 1. Oktober 1945 wurde im Verlagshaus der ehemaligen Braunschweiger Landeszeitung die Braunschweiger Neue Presse, „herausgegeben von der britischen Militärregierung“, gegründet. Chefredakteur wurde Fritz Sänger, der spätere dpa-Chefredakteur. Die erste Ausgabe – vier Seiten Text ohne Anzeigen – erschien am 12. Oktober 1945. Die erste Ausgabe der Braunschweiger Zeitung war am 8. Januar 1946 erhältlich. Der Verleger Hans Eckensberger bekam die dafür notwendige Zeitungslizenz am 6. Januar 1946 als zweiter Verleger in der Britischen Besatzungszone. Sänger wurde übernommen und war somit auch der erste Chefredakteur der Braunschweiger Zeitung. Er behielt diese Position bis zum 1. Oktober 1946, die nach ihm unter anderem der Braunschweiger Heraldiker Arnold Rabbow bekleidete.[2]

Anfangs erschien die Braunschweiger Zeitung aufgrund des herrschenden Papiermangels nur zweimal wöchentlich, ab November 1947 dreimal wöchentlich und seit September 1949 täglich. Bis Juni 1981 wurde die Braunschweiger Zeitung am Hutfiltern in der Innenstadt Braunschweigs gedruckt. Bis Oktober 2014 waren alle Abteilungen inklusive der neuen Braunschweiger im Pressehaus in der Hamburger Straße 277 im Norden Braunschweigs ansässig; das vormalige Pressehaus wurde in das Einkaufszentrum Burgpassage umgewandelt. In der Innenstadt war weiterhin bis Ende 2014 eine BZ-Geschäftsstelle am Packhof ansässig (mittlerweile im BZV Medienhaus, Hintern Brüdern 23, im Erdgeschoss), in den Schloss-Arkaden die BZ-Konzertkasse. Seit Februar 2013 ist die neue Druckerei an der Hansestraße im Norden Braunschweigs in Betrieb. Auf dem Grundstück der Ende 2010 abgerissenen ehemaligen „Öffentlichen Bücherei“ zwischen der Langen Straße und Hintern Brüdern in der Braunschweiger Innenstadt entstand das neue Verlagsgebäude der BZV Medienhaus GmbH, das am 20. Oktober 2014 bezogen wurde. Mit dem Umzug in die Innenstadt begann an der Hamburger Straße der Abriss des Druckerei- und des Kantinengebäudes sowie des gläsernen Verbindungsganges.

Seit Ende Januar 2007 gehört der Braunschweiger Zeitungsverlag zur WAZ-Gruppe, heute Funke Mediengruppe, nachdem alle Gesellschafter, hauptsächlich die Hamburger Verlegerfamilie Voigt, ihre Anteile verkauft hatten. Mit den noch nicht übertragenen 25 Prozent der Norddeutschen Landesbank wird der gesamte Kaufpreis auf 210 Millionen Euro geschätzt. Im Jahr 2008 erhielt die Zeitung den „Lokaljournalistenpreis“ der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Vorläufer

Als Vorläufer der Braunschweiger Zeitung gelten mehrere vom Druckhaus Limbach herausgegebene Zeitungen: die zweimal in der Woche herausgegebene Braunschweiger Reform (1867–?), die 1880–1936 erschienene Braunschweigische Landeszeitung und der 1886–1941 herausgegebene Braunschweiger Stadtanzeiger, der 1906 in Braunschweiger Allgemeiner Anzeiger umbenannt wurde.

Weitere Braunschweiger Zeitungen

Bereits im 17. Jahrhundert wurde in Braunschweig von Andreas Duncker eine wöchentlich erscheinende Zeitung verlegt. Sie bestand unter wechselnden Titeln bis 1785.

1745 gründete Herzog Karl I. die Zeitung Braunschweigische Anzeigen, die 1923 in Braunschweigische Staatszeitung umbenannt wurde und 1934 unter politischem Druck in die nationalsozialistische, von 1931 bis April 1945 erscheinende Braunschweiger Tageszeitung überging.

1848–1866 erschien in Braunschweig die Deutsche Reichs-Zeitung des Verlegers Eduard Vieweg, der von 1831 bis 1840 die Deutsche Nationalzeitung aus Braunschweig und Hannover vorausgegangen war.

1865–1897 gab es das Braunschweiger Tageblatt.

1871 gründete Wilhelm Bracke als SPD-Organ den Braunschweiger Volksfreund. Die Zeitung wurde 1933 von den Nationalsozialisten verboten. Im selben Jahr verboten wurde auch die seit 1920 erscheinende Neue Arbeiter-Zeitung. Nach dem Kriegsende 1945 erschien anstelle des Braunschweiger Volksfreunds als SPD-nahe Tageszeitung für das Land Braunschweig die Braunschweiger Presse. Redaktion, Druckerei und Verlag befanden sich im Braunschweiger Volksfreundhaus der SPD, dem sogenannten Roten Schloß. Am 30. Juni 1972 wurde sie eingestellt.[3]

Auflage


Die Braunschweiger Zeitung hat in den vergangenen Jahren erheblich an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist in den letzten 10 Jahren um durchschnittlich 3,3 % pro Jahr gesunken. Im letzten Jahr hat sie um 5,8 % abgenommen.[4] Sie beträgt gegenwärtig 95.252 Exemplare.[5] Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 91,8 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[6]


Lokal erscheinende Ausgaben der Braunschweiger Zeitung


Die Goslarsche Zeitung in Goslar übernimmt den Mantel der Braunschweiger Zeitung, produziert aber einen eigenen Lokalteil und ist ein eigenständiges Unternehmen, das zum Verlag Medienhaus Krause gehört.

Angehörige Zeitungen


Magazine


Der Titel dieses Zeitungssupplementes bezieht sich auf die in und um Braunschweig geltende Postleitzahl.

Digitale Aktivitäten


Der Verlag engagiert sich zunehmend auch in den digitalen Medien. Die wichtigsten Aktivitäten sind die acht Nachrichtenportale der Tageszeitungstitel des BZV Medienhaus wie u. a. braunschweiger-zeitung.de, wolfsburger-nachrichten.de, salzgitter-zeitung.de oder harzkurier.de. Im Juli 2014 hat das BZV Medienhaus als einer der ersten Verlage in Deutschland eine harte Paywall eingeführt.

Seit Mitte Dezember 2012 erscheint die E-Paper-Ausgabe der Tageszeitung auch als App für Android und iOS. Zeitgleich führte die BZV Medienhaus GmbH als eine der ersten großen Regionalzeitungsverlage in Deutschland eine Metered Freemium Paywall für ihre Nachrichtenportale ein. Seitdem konnten Nutzer monatlich 15 Artikel kostenfrei nutzen; eine darüberhinausgehende Nutzung war kostenpflichtig. Am 1. Juli 2014 führte das BZV Medienhaus als einer der ersten Verlage in Deutschland dann eine harte Paywall ein. Der BZV ist damit der erste Großverlag, der diesen Schritt gegangen ist. Seitdem ist die Anzahl freier Artikel auf Null begrenzt, mit Ausnahme der Leser- und Party-Fotostrecken sowie bestimmter Videobeiträge und Agentur-Nachrichten. Für Nutzer bot der Verlag nun Tages-, Wochen- und Monatspässe an. Auch Abonnenten der Print-Ausgabe und des E-Papers mussten für die Nutzung der Inhalte zahlen. Parallel führte der Verlag eine mobile Version seiner Seiten ein. Für Abonnenten wurde zusätzlich eine reduzierte Mobilversion „mplus“ eingeführt, bei der die ersten vier jeweils aktuellen Artikel jedes Ressorts frei verfügbar waren. Das „mplus“-Angebot wurde im Herbst 2016 beendet. Zum 1. Juli 2017 änderte der Verlag die Digital-Angebote und bietet nun den TagesPass und das Digital-Angebot (auch in Kombination mit der gedruckten Tageszeitung) an.[8]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Eine relevante Reichweite haben in den 2010er Jahren auch die weiteren digitalen Aktivitäten des Verlags erreicht. Das Portal szene38.de gehört zu den führenden Party-Portalen der Region, das Portal unser38.de laut der Zeitschrift Horizont zu den Top-20-Anzeigenblattportalen in Deutschland.

Zudem betreibt die BZV Medienhaus GmbH immo38.de (Immobilienmarkt-Portal), auto38.de (Automarkt-Portal), job38.de (Stellenmarkt-Portal), flohmarkt38.de (Kleinanzeigen-Portal), deal38.de (Couponing-Portal, wurde im Januar 2017 eingestellt), prospekt38.de (digitales Beilagen-Portal), flirt38.de und spotted38.de (beides Partnersuche-Portale), mein38.de (Branchen- und Telefonbuch-Portal), studi38.de (Studentenmagazin-Portal), sozial38.de (Engagements-Portal), konzertkasse.de (Ticketing-Portal), alarm38.de, idee38.de, trauer38.de, freude38.de sowie standort38.de (Wirtschaftsnachrichten).

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Laut IVW lag die Gesamtreichweite der digitalen Aktivitäten der BZV Medienhaus GmbH bei rund 0,93 Millionen Visits und über 3,5 Millionen Page Impressions im Mai 2015. Die AGOF wies eine Reichweite von 410.000 Unique Usern (Durchschnitt pro Monat Januar 2014 bis März 2015) aus.

Seit dem Umzug in das neue Verlagsgebäude in der Braunschweiger Innenstadt betreibt die BZV Medienhaus GmbH am eigenen Gebäude an der Ecke Lange Straße und Güldenstraße eine NewsWall, eine über 22 m² große LCD-Fläche, die sowohl redaktionelle Inhalte der verlagseigenen Portale als auch Werbeflächen anzeigt. In Wolfsburg wurde eine 12 m² große NewsWall im Februar 2017 in der Innenstadt installiert.[9] Eine weitere NewsWall ist in Gifhorn vorhanden.

Beschwerden beim Presserat


Bislang gab es eine Rüge, drei Missbilligungen und einen Hinweis des Deutschen Presserats gegen die Braunschweiger Zeitung.

2005 wurde das Blatt gerügt, weil es im Zusammenhang mit der Neu-Errichtung des Braunschweiger Schlosses wiederholt von einer „Rekonstruktion und einer Kopie des Schlosses“ gesprochen habe. In diesem Zusammenhang gab es 2004 auch zwei Missbilligungen des Presserats.[10]

Eine weitere Missbilligung erfolgte 2010 im Zusammenhang mit der Erweiterung des Braunschweiger Flughafens, als ein Artikel den Eindruck erweckt hatte, von der Flughafenbetreibergesellschaft zu stammen.

Für ihre Berichterstattung über den Braunschweiger Weihnachtsmarkt 2016 erhielt die BZ vom Deutschen Presserat im Jahr 2017 einen Hinweis, weil die Berichterstattung fälschlicherweise den Eindruck erweckt hatte, der Weihnachtsmarkt werde ausschließlich mit Naturstrom betrieben.[11]

Literatur


Weblinks


Einzelnachweise


  1. laut IVW (Details auf ivw.eu )
  2. Neues Braunschweigisches Wappenbuch. In: Newsclick – Braunschweiger Zeitung. Braunschweiger Zeitungsverlag, abgerufen am 28. November 2009: „Dr. Arnold Rabbow, ehemaliger Chefredakteur unserer Zeitung, […]“
  3. Stadtchronik Braunschweig – Einträge für das Jahr 1972
  4. laut IVW (online )
  5. laut IVW, drittes Quartal 2019, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu )
  6. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu )
  7. Porträt auf der Verlagswebsite (Memento vom 6. Februar 2017 im Internet Archive)
  8. Braunschweiger Zeitung, Braunschweig, Germany: Braunschweiger Zeitung. Abgerufen am 6. Juli 2017.
  9. BZV Medienhaus baut sein Digital-Out-of-Home-Engagement in der Region 38 weiter aus – Eröffnung der BZV NewsWall in Wolfsburg. Abgerufen am 13. Juni 2017.
  10. Deutscher Presserat: (Memento vom 31. Oktober 2014 im Internet Archive) Vermischung von Werbung und Redaktion erneut im Brennpunkt. Presserat kündet Hearing zu Ziffer 7 im Herbst an, Pressemitteilung vom 4. März 2005
  11. Box. Deutscher Presserat, 14. September 2017, abgerufen am 7. September 2018.



Kategorien: Zeitung (Niedersachsen) | Medien (Braunschweig) | Deutschsprachige Tageszeitung | Lizenzzeitung | Ersterscheinung 1946 | Funke Mediengruppe


Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Braunschweiger Zeitung (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Veränderungen: Alle Bilder und die meisten Designelemente, die mit ihnen in Verbindung stehen, wurden entfernt. Icons wurden teilweise durch FontAwesome-Icons ersetzt. Einige Vorlagen wurden entfernt (wie „Lesenswerter Artikel“, „Exzellenter Artikel“) oder umgeschrieben. CSS-Klassen wurden zum Großteil entfernt oder vereinheitlicht.
Wikipedia spezifische Links, die nicht zu Artikeln oder Kategorien führen (wie „Redlink“, „Bearbeiten-Links“, „Portal-Links“) wurden entfernt. Alle externen Links haben ein zusätzliches FontAwesome Icon erhalten. Neben weiteren kleinen Designanpassungen wurden Media-Container, Karten, Navigationsboxen, gesprochene Versionen & Geo-Mikroformate entfernt.


Stand der Informationen: 26.10.2019 01:37:12 CEST - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
Beachten Sie auch : Impressum & Datenschutzerklärung.