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Bodnegg

Wappen Deutschlandkarte

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Ravensburg
Gemeindeverwal­tungsverband: Gullen
Höhe: 620 m ü. NHN
Fläche: 24,56 km2
Einwohner: 3213 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 131 Einwohner je km2
Postleitzahl: 88285
Vorwahl: 07520
Kfz-Kennzeichen: RV
Gemeindeschlüssel: 08 4 36 018
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchweg 4
88285 Bodnegg
Website: www.bodnegg.de
Bürgermeister: Christof Frick
Lage der Gemeinde Bodnegg im Landkreis Ravensburg

Bodnegg ist eine Gemeinde mit 98 Weilern bzw. Höfen (Vereinödung im 18. Jahrhundert) im Landkreis Ravensburg in Baden-Württemberg.

Inhaltsverzeichnis

Geographie


Lage

Bodnegg liegt am Übergang von Oberschwaben zum Westallgäu in 519 bis 700 Meter Höhe, jeweils etwa 15 km von der Kreisstadt Ravensburg, von Wangen im Allgäu und von Tettnang entfernt.

Vom Kirchberg aus (640 m ü. NN) sind der Bodensee und Berge sowohl der Schweiz (z. B. der Säntis), Österreichs (z. B. der Hohe Freschen) wie des bayerischen Allgäus (z. B. der Hochgrat) zu sehen.

Gemeindegliederung

Zu den Ortsteilen zählt Rosenharz.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind im Landkreis Ravensburg die Stadt Ravensburg, die Gemeinden Amtzell, Grünkraut und Waldburg sowie im Bodenseekreis die Stadt Tettnang und die Gemeinde Neukirch.

Schutzgebiete

Im Gemeindegebiet sind vier Naturschutzgebiete (Auweiher, Herzogenweiher, Pfaumoos, Niggelmoos und Bei der Schleife und Quellmoore bei Englisreute) sowie ein Landschaftsschutzgebiet (Jungmoränenlandschaft zwischen Amtzell und Vogt) ausgewiesen. (Stand: 1. April 2010)

Geschichte


Über die Herkunft des Namens Bodnegg, mundartlich „Burneck“ oder „Bunneck“ ausgesprochen, wird gerätselt. Während die Nachsilbe „-egg“ als Bergvorsprung gedeutet wird, ranken sich um die erste Silbe „Bod-“ mehrere Deutungsversuche, bis hin zu einer Ableitung aus dem keltischen Wort „burren“, was einen kleinen runden Hügel bedeute.

Bereits im 12. Jahrhundert besitzt das Kloster Weißenau einen „curtem in Bodnegge“, also einen Hof in Bodnegg. 1357 verkauft Truchsess Eberhard III. von Waldburg einige Höfe an das Kloster Weingarten. 1463, 1470 und 1486 erwirbt das Kloster Weißenau viele weitere Güter, 1473 wird ihm die Pfarrei Bodnegg einverleibt.

Im Reichsdeputationshauptschluss von 1803 wird das Kloster säkularisiert und fällt an den Grafen von Sternberg-Manderscheid. Die meisten Güter, also auch die in Bodnegg, fallen an die Landvogtei Schwaben und somit an Österreich, jedoch bereits 1806 an das von Napoléon Bonaparte zum Königreich erhobene Württemberg. Bodnegg wird 1806 dem württembergischen Oberamt Altdorf zugeteilt, 1810 kommt es zum neu gegründeten Oberamt Ravensburg (seit 1934 Landkreis Ravensburg).

Der Hauptort Bodnegg war bis in das 20. Jahrhundert nur ein kleiner Weiler mit rund 50 Einwohnern, der vor allem als kirchliches Zentrum für die vielen einzelnen Höfe der Umgebung diente. Die Bevölkerungszahl der Gemeinde wird um 1840 mit 1408 angegeben, 1910 zählt sie 1660 Einwohner. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich der Ort durch den Bau mehrerer Neubaugebiete zu einer größeren Wohngemeinde.

Religionen


Bodnegg ist wie das gesamte Umland römisch-katholisch geprägt. Die Gemeinde ist Sitz der Pfarrei St. Ulrich und Magnus in der Seelsorgeeinheit Vorallgäu (mit den Kirchengemeinden Grünkraut, Schlier und Unterankenreute). Bodnegg gehört zum 2007 gebildeten Dekanat Allgäu-Oberschwaben.

Die evangelischen Christen in Bodnegg sind Mitglieder der Kirchengemeinde Atzenweiler, die zum Dekanat Ravensburg gehört. Die Weiler Hinterberg und Schmitten gehören allerdings zur Kirchengemeinde Wangen.

Politik


Verwaltungsverband

Die Gemeinde ist Mitglied im Gemeindeverwaltungsverband Gullen mit Sitz in Grünkraut.

Gemeinderat

Kommunalwahlergebnisse:

Listenverbindung 2004 +/- Sitze 2009 +/- Sitze 2014 +/- Sitze 2019[2] +/- Sitze[3]
FWG 55,3 % (−17,5) 8 36,8 % (−18,5) 5
Bürgerliste 20,7 % (−6,5) 3 0 (−20,7) 0
FWV 0 - - 38,7 % (+38,7) 6
Freie Wähler 0 - - 0 - - 59,4 % (+59,4 %) 9 49,9 % −9,5 % 7 (−2)
Mensch & Umwelt (MUT) 24,0 % (+24,0) 3 24,5 % (+0,5) 3 23,9 % (−0,6 %) 3 30,3 % +6,4 % 4 (+1)
Aktiv für Bodnegg 0 - - 0 - - 16,7 % (+16,7 %) 2 19,8 % +3,1 % 3 (+1)

Bürgermeister

Christof Frick wurde im Juli 2014 für eine dritte Amtszeit wiedergewählt.[4]

Wappen

Blasonierung: „Goldener Dreiberg auf blauem Grund, darüber ein silbernes Schwert mit zwei schräggekreuzten goldenen Schlüsseln.“
Wappenbegründung: Die Symbole des Wappens, Schwert und Schlüssel (Attribute der Heiligen Petrus und Paulus) befinden sich auch im Wappen des ehemaligen Klosters Weißenau. Sie sollen darauf hinweisen, dass Bodnegg ab dem 15. Jahrhundert zum Kloster Weißenau gehörte. Der Dreiberg deutet auf die exponierte Lage der Kirche hin.

Partnerschaften

Bodnegg pflegt eine rege Partnerschaft mit dem Schweizer Ort Vouvry. Diese Partnerschaft wurde von den Schulen der beiden Gemeinden ins Leben gerufen, um den Schülern des Bildungszentrums Bodnegg die französische Sprache näherzubringen. Praktisch wird dies in Form eines Schüleraustauschs umgesetzt, in dessen Rahmen die Schüler auf deutscher wie auf Schweizer Seite jeweils drei Wochen in einer Gastfamilie der Partnergemeinde leben. Inzwischen hat sich daraus auch auf Vereins- und kommunalpolitischer Ebene ein reges gegenseitiges Interesse entwickelt.

Wirtschaft und Infrastruktur


Bildung

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Bauwerke

Hervorragende Sehenswürdigkeiten und Wahrzeichen der Gemeinde sind die auf dem Kirchberg gelegene weithin sichtbare barocke Pfarrkirche St. Ulrich und Magnus und das dazugehörige Pfarrhaus.

Auf dem Gemeindegebiet gibt es außerdem zwei Kapellen:

Im Ortszentrum weist der Brunnen mit dem „Bodnegger Brotfresser“ auf den sprichwörtlichen schwäbischen Geiz der Bodnegger und die entsprechende Angst der Nachbargemeinden, wenn bei Gemeindefesten die Bodnegger anrückten und das Brot, das es meist als Beilage umsonst gab, am liebsten ohne die zu bezahlenden „Hauptspeisen“ (z. B. Fleisch) vertilgten.

Vereinsleben

Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur


Weblinks


Commons: Bodnegg  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinderatswahl Bodnegg 2019. Abgerufen am 4. Juni 2019.
  3. Gemeinderatswahl Bodnegg 2019. Abgerufen am 4. Juni 2019.
  4. http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Buergermeister-Christof-Frick-geht-in-dritte-Amtszeit-_arid,10052164_toid,526.html



Kategorien: Bodnegg | Gemeinde in Baden-Württemberg | Ort im Landkreis Ravensburg | Ort in Oberschwaben

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Stand der Informationen: 01.03.2020 10:22:40 CET - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
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