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Bildung und Forschung in Hamburg




Bildung und Forschung in Hamburg ist durch ein breites Spektrum an unterschiedlichen Einrichtungen in der Freien und Hansestadt Hamburg gekennzeichnet, die die Grundlage für die verschiedenen Bereiche von Lehre, Wissenschaft und Forschung bilden. Hierzu zählen die allgemein und berufsbildenden Schulen, Hochschulen, Aus- und Fortbildungseinrichtungen ebenso wie bedeutende wissenschaftliche Institutionen und Forschungseinrichtungen.

Inhaltsverzeichnis

Elementarstufe


Die Elementarstufe umfasst die vorschulischen Bildungseinrichtungen, vornehmlich Kindergärten, Kindertagesstätten und Vorschulen.

Primar- und Sekundarstufe


Die Primarstufe umfasst in Hamburg gegenwärtig 4 Pflichtschuljahre, die Sekundarstufe 6 Jahre. Zur Sekundarstufe gehören auch alle berufsbildenden Schulen.

Reform der Sekundarstufe in Hamburg


In Hamburg wurde zum Schuljahr 2010/11 ein Zwei-Säulen-Modell umgesetzt. Neben dem Gymnasium gibt es nur noch die Stadtteilschule als zweite Schulform. Alle alten Schulformen laufen aus. Die isolierte Hauptschule war bereits zum Schuljahr 2008/2009 abgeschafft worden.

Die Stadtteilschule bietet künftig alle Schulabschlüsse bis hin zum Abitur nach 13 Jahren an. Das Gymnasium führt bereits nach 12 Jahren zur Hochschulreife. Welches Kind in welche Schule geht, wird wie bisher zunächst vorläufig nach der vierten, endgültig dann nach der sechsten Klasse entschieden. Ab der 7. Klasse dürfen Kinder nicht mehr zwangsweise vom Gymnasium auf die Stadtteilschule abgeschult werden. Dies ist nur noch mit Einverständnis der Eltern möglich.

Siehe auch: Schulreform in Hamburg

Fremdsprachige Schulen


In Hamburg gibt es neben den öffentlichen und privaten deutschen Schulen auch fremdsprachige Schulen, eine Internationale Schule (International School Hamburg) und eine französische Schule (Französische Schule Hamburg). Beide bieten eine umfangreiche Ausbildung, vom Kindergarten zur Hochschulreife. An der International School Hamburg können Schüler das International Baccalaureate, am Lycée Français de Hambourg das Baccalauréat oder das AbiBac erhalten.[1]

Tertiärer Bildungsbereich


Der tertiäre Bildungsbereich in Hamburg umfasst ein weitgefächertes Angebot an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen und -trägern.

Im Jahr 2010 (Stand: September 2010) befanden sich darunter 19 staatliche oder nach Hamburgischem Hochschulgesetz staatlich anerkannte Hochschulen. Darunter sind vier Universitäten und zwei gleichgestellte Hochschulen sowie weitere Einrichtungen, die nach den Hochschulgesetzen anderer Bundesländer oder Staaten anerkannt sind. Acht Hochschulen bestehen unter Trägerschaft des Stadtstaates Hamburg, darunter auch die Universität Hamburg einschließlich des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) als größter Einrichtung. Unter Hamburger Fachaufsicht in Forschungs- und Lehrfragen steht auch die ansonsten aus Bundesmitteln betriebene Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg. Die Evangelische Hochschule Hamburg ist die einzige Hochschule unter kirchlicher Trägerschaft, während die übrigen Schulen private Einrichtungen sind.

In Hamburg werden mehr als 300 verschiedene Studiengänge angeboten, zum Teil mit internationaler Ausrichtung. So kamen von den etwa 75.000 Studenten in der Hansestadt 9.000 aus dem Ausland.[2]

siehe auch: Liste der Hochschulen in Hamburg

Universitäten

Universitäten gleichgestellte Hochschulen

Zu den den Universitäten gleichgestellten Hochschulen mit Promotionsrecht zählen die staatlichen Kunst- und Musikhochschulen sowie die private Bucerius Law School. Des Weiteren die private Kühne Logistics University und die private MSH Medical School Hamburg ohne eigenes Promotionsrecht.

Andere:

Weitere Hochschulen

Staatlich:

Kirchlich:

Privat und staatlich anerkannt:

Neben der genannten Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation bestehen weitere Zweigstellen von privaten Hochschulen, die gegebenenfalls durch andere Bundesländer/Staaten anerkannt sind:

Weitere besondere Schulen und Einrichtungen


Forschung


Forschung findet an Hochschulen statt oder an Forschungseinrichtungen.

Forschungseinrichtungen in Hamburg

Wissenschaftspreise

Erwachsenenbildung


Hansa-Kolleg

Das einzige Kolleg in Hamburg ist das Hansa-Kolleg, ein Staatliches Institut zur Erlangung der Allgemeinen Hochschulreife, das der Hamburger Behörde für Bildung und Sport untersteht. Es wurde 1962 in Hamburg-Wellingsbüttel gegründet und zog 1996 an den jetzigen Standort in Barmbek-Süd.

Das Hansa-Kolleg führt Schülerinnen und Schüler, die eine Berufsausbildung abgeschlossen haben oder über eine mindestens dreijährige berufliche Erfahrung verfügen, im Tagesunterricht zur allgemeinen Hochschulreife, die ein Studium aller Fachrichtungen ermöglicht.

Die Aufnahme ist vom Bestehen einer Prüfung abhängig, die in etwa im April stattfindet. Im August jeden Jahres beginnend findet der Unterricht tagsüber montags bis freitags statt. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Durch die angebotenen Wahlmöglichkeiten wird den Kollegiaten erlaubt, Schwerpunkte entsprechend ihrem Bildungsgang zu setzen.

Der Besuch des Hansa-Kollegs wird beim Vorliegen der jeweiligen Bedingungen durch das Bafög gefördert. Gefördert wird in der Regel bis zum Alter von 30 Jahren.

Direkt neben dem Kolleg befindet sich seit dem Sommer 2001 ein Wohnheim, in dem viele der Kollegiaten zu Hause sind. Die Wohnung bestehen aus 2-, 3- und 4-Zimmer-Wohngemeinschaften und kosten pro WG-Zimmer 270 Euro pro Monat (stand 2016).

Staatliche Abendschulen

Die beiden staatlichen Abendschulen Abendgymnasium St. Georg und Abendschule vor dem Holstentor sind Einrichtungen des Zweiten Bildungsweges für berufstätige Erwachsene. Den Abendschülerinnen und -schülern wird in ein bis zwei Jahren die Möglichkeit geboten, den Ersten und den Mittleren Bildungsabschluss zu erwerben, in zwei oder drei weiteren Schuljahren die Fachhochschulreife bzw. die Allgemeine Hochschulreife. An den Abendschulen lernen Menschen mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen (Schulbildung, berufliche Erfahrungen, Alter, Kulturkreis, Nationalität, Sprachkenntnisse) miteinander, um sich neue Chancen in Ausbildung und Beruf zu eröffnen. Diesen Lernprozess nach besten Kräften zu durchschreiten ist für die Lernenden mit hohen Anforderungen und besonderen Belastungen verbunden.[3]

Volkshochschule

Die Volkshochschule Hamburg (VHS) wurde gemeinsam mit der Universität 1919 gegründet. Die Schule bietet ihre Kurse in verschiedenen Hamburger Stadtteilen an.

UNESCO-Institut für Lebenslanges Lernen

Die Spezialbibliothek des UNESCO-Instituts für Lebenslanges Lernen (UIL Bibliothek und Dokumentationszentrum) besitzt weltweit eine der umfangreichsten Sammlungen auf den Gebieten Lebenslanges Lernen, Alphabetisierung, Erwachsenenbildung und außerschulischer Bildungsarbeit.

Bibliotheken


In Hamburg gibt es laut Hamburger Bibliotheksführer ungefähr 300 Bibliotheken.[4] Dazu zählen insbesondere:

Hinzu kommen zahlreiche Forschungs- und Spezialbibliotheken, Museumsbibliotheken, Bibliotheken von Archiven, Behörden und privaten Einrichtungen. Dazu zählt auch die Commerzbibliothek als älteste Wirtschaftsbibliothek der Welt.

Weblinks


Einzelnachweise


  1. international-school-hamburg.de
  2. www.wissenschaft.hamburg.de – Studieren in Hamburg (abgerufen am 4. Oktober 2010)
  3. Staatliches Abendgymnasium mit Abendreal- und Abendhauptschule St. Georg
  4. Hamburger Bibliotheksführer , abgerufen am 10. Januar 2017.








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Stand der Informationen: 04.07.2020 07:30:47 CEST

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