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Bataisk



Stadt
Bataisk
Батайск
Flagge Wappen
Föderationskreis Südrussland
Oblast Rostow
Stadtkreis Bataisk
Bürgermeister Waleri Putilin
Gegründet 1769
Stadt seit 1938
Fläche 78 km²
Bevölkerung 111.843 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 1434 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7) 86354
Postleitzahl 346880–346894
Kfz-Kennzeichen 61, 161
OKATO 60 407
Website батайск-официальный.рф
Geographische Lage
Koordinaten 47° 8′ N, 39° 45′ O
Lage im Westteil Russlands
Lage in der Oblast Rostow
Liste der Städte in Russland

Bataisk (russisch Бата́йск) ist eine russische Großstadt mit 111.843 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010)[1] in der Oblast Rostow, knapp zehn Kilometer südlich der Metropole Rostow am Don am gegenüberliegenden Ufer des Don gelegen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte


Die Stadt wurde 1769 als Stützpunkt zum Schutz des wichtigen Hafens Asow an der Don-Mündung ins Asowsche Meer gegen Angriffe des Krim-Chanats errichtet. Vor dem Russisch-Türkischen Krieg der Jahre 1768–74 gehörte die Gegend um die heutige Stadt zum Osmanischen Reich. Damals befand sich dort ein Tatarenstützpunkt namens Batai, von dem auch der heutige Stadtname abstammt.

Im 19. Jahrhundert verlor Bataisk seine militärische Bedeutung und entwickelte sich vor allem dank der in seiner Nähe verlaufenden Straße zwischen dem russischen Kernland und der Kuban-Region. Außerdem wurde 1875 die in den Nordkaukasus führende Eisenbahnlinie durch Bataisk verlegt.

In den 1920er-Jahren wurde der Ort flächendeckend elektrifiziert, was die Entstehung erster Industriebetriebe – unter anderem einer Brotfabrik – ermöglichte. 1927 erhielt der Ort den Status einer Arbeitersiedlung, und 1938, als dort inzwischen fast 50.000 Einwohner lebten, die Stadtrechte. 1931 wurde in Bataisk eine Militärfliegerschule gegründet, zu deren bekannten Schülern später unter anderem der Kosmonaut Wladimir Komarow gehörte.

Im Juli 1942 fanden in Bataisk heftige Kämpfe zwischen der Roten Armee und der deutschen Wehrmacht statt, welche bei Rostow einen Brückenkopf über den Don errichtet hatte. Von hier aus stieß sie Richtung Kaukasus vor, musste die Stadt aber nach der Niederlage von Stalingrad 1943 wieder räumen. Insgesamt kamen während der Kämpfe um die Stadt rund 3500 ihrer Einwohner ums Leben. Nach dem Krieg wurde jedoch die Infrastruktur der Stadt rasch wiederhergestellt und in den 1950er- und 1960er-Jahren weiter ausgebaut.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner Bemerkung
1939 49.614 sowie 13.659 Koissug (eingemeindet 1959)
1959 65.158  
1970 85.306  
1979 90.123  
1989 91.930  
2002 107.438  
2010 111.843  

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft und Verkehr


Die Industrie der Stadt ist vorwiegend auf den Bedarf der benachbarten Metropole Rostow ausgerichtet. Zu nennen sind unter anderem Nahrungsmittel- und Textilfabriken sowie Betriebe der Baustoff- und Stahlbetonindustrie.

Die Stadt hat Anschluss an die Fernstraße M4 und gilt auch als Eisenbahnknotenpunkt. Hier hat sie vor allem für den Güterverkehr Bedeutung.

Söhne und Töchter der Stadt


Einzelnachweise


  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5 , S. 12–209; 11 , S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks


Commons: Bataisk  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien



Kategorien: Ort in der Oblast Rostow | Ort in Asien | Gegründet 1769 | Stadtrechtsverleihung 1938



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