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Bar-le-Duc



Dieser Artikel behandelt eine französische Gemeinde. Zum französischen Mathematiker, Ingenieur und Festungsbaumeister siehe Jean Errard de Bar-le-Duc.
Bar-le-Duc
Region Grand Est
Département Meuse (Präfektur)
Arrondissement Bar-le-Duc
Kanton Bar-le-Duc-1 (Hauptort)
Bar-le-Duc-2 (Hauptort)
Gemeindeverband Bar-le-Duc Sud Meuse
Koordinaten 48° 46′ N, 5° 10′ O
Höhe 175–327 m
Fläche 23,62 km2
Einwohner 14.985 (1. Januar 2017)
Bevölkerungsdichte 634 Einw./km2
Postleitzahl 55000
INSEE-Code
Website http://www.barleduc.fr/

Der Ornain in Bar-le-Duc

Bar-le-Duc ist eine Stadt im Nordosten Frankreichs mit 14.985 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) im Département Meuse in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen).

Inhaltsverzeichnis

Geografie


Die Stadt erstreckt sich auf einer Fläche von 23,62 Quadratkilometern, liegt innerhalb eines schmalen Tales und wird umschlossen von Wäldern und Weinhügeln. Sie liegt am Ornain, über den zahlreiche Brücken führen. Sie liegt an der Eisenbahnstrecke nach Paris und wird auch vom Canal de la Marne au Rhin (deutsch: „Rhein-Marne-Kanal“) erschlossen, der unter Ausnutzung weiterer Kanäle eine schiffbare Verbindung aus dem Raum Paris bis an den Rhein ermöglicht.

Geschichte


Der Ursprung der Stadt geht auf eine gallorömische Siedlung zurück. In der Merowingerzeit wurde ein „Burgum Barri“ genannt, als Hauptort des pagus Barrensis. 954 war Bar Sitz des Grafen von Bar und gehörte zum Heiligen Römischen Reich. 1243 erhielt Bar-le-Duc die Stadtrechte.

1301 musste der Graf von Bar seine westlich der Maas liegenden Besitztümer dem französischen König, der auf der Seite seiner Gegner stand, zu Lehen auftragen; diese Teile der Grafschaft wurden dann als Barrois mouvant bezeichnet (mouvant du roi de France = vom König von Frankreich lehensrührig). 1354 wurde die Grafschaft Bar zum Herzogtum erhoben. Das Herzogtum Bar fiel 1485 an das Herzogtum Lothringen und 1766 an Frankreich.

Eine historische Ansicht der Stadt Bar-le-Duc stammt von Matthäus Merian dem Älteren.

Nach der Französischen Revolution (1789–1799) wurde die Stadt Hauptort des Départements Meuse und hieß von 1792 bis 1815 Bar-sur-Ornain.

Während des Ersten Weltkrieges (1914–1918) hatte die Straße von Bar-le-Duc nach Verdun eine große Bedeutung für die französische Armee. Sie war 1916 während der Schlacht um Verdun die einzig verbliebene Verbindung nach Verdun. Die gesamte Versorgung lief über diese Straße. Sie wird seitdem als Voie Sacrée bezeichnet.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2014
Einwohner 18.346 19.159 19.288 18.471 17.545 16.944 16.002 15.668

Städtepartnerschaften


Die Stadt Bar-le-Duc unterhält Städtepartnerschaften mit den deutschen Städten Wilkau-Haßlau, südlich vom sächsischen Zwickau und mit Griesheim, in der Nähe von Darmstadt. Außerdem besteht eine Partnerschaft mit der ungarischen Stadt Gyönk.

Sehenswürdigkeiten


Die Stadt ist ein Zeugnis der Renaissancearchitektur. Sie enthält zwei historisch interessante Teile: die Unterstadt am Fluss Ornain und die Oberstadt auf dem Berghang. In der Unterstadt sind sehenswert unter anderem die Kirche Notre-Dame aus dem 12. Jahrhundert, die Brücke Notre-Dame und das Gebäude des Collège Gille de Trêves (1571).

In der Oberstadt sind viele Steinhäuser aus dem 15., 16. und 17. Jahrhundert erhalten. Das Schloss der Herzöge von Bar wurde 1670 weitgehend geschleift. Das Gelände ist heute ein großer Platz, geschmückt mit Blumenrabatten, Bäumen und Bänken. Direkt daneben befindet sich das Museum (Musée Barrois) in einem Gebäude aus dem 16. Jahrhundert. Die Kirche Saint-Étienne (15. Jahrhundert) enthält die berühmte Statue des Bildhauers Ligier Richier (ca. 1500–1567) Le Transi oder auch Das Skelett genannt. Ein Transi ist wie ein Gisant eine liegende Grabskulptur. Der Verstorbene wird aber im Gegensatz zum Gisant im Zustand der Verwesung dargestellt.

Weitere Sehenswürdigkeiten:

Kulinarische Spezialitäten


Persönlichkeiten


Literatur


Weblinks


Commons: Bar-le-Duc  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Guides Gallimard (Hrsg.): Lorraine. Gallimard, Paris 2002, ISBN 978-2-7424-0908-2, S. 66. (französisch)



Kategorien: Gemeinde im Département Meuse | Ort in Grand Est | Bar-le-Duc | Präfektur in Frankreich | Träger des Croix de guerre 1914–1918 (Ort in Frankreich) | Stadt in Frankreich



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