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Badenstedt (Zeven)

Badenstedt
BadenstVorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/Alternativname
Stadt Zeven
Koordinaten: 53° 16′ 26″ N, 9° 12′ 14″ O
Höhe: 24 m ü. NHN
Einwohner: 380
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 27404
Vorwahl: 04281

Lage von Badenstedt in Niedersachsen

Ortsschild von Badenstedt

Badenstedt (plattdeutsch: Badenst) ist ein Ortsteil der Stadt Zeven im niedersächsischen Landkreis Rotenburg (Wümme).

Inhaltsverzeichnis

Geographische Lage


Badenstedt liegt rund sechs Kilometer südwestlich der Kernstadt. In Badenstedt kreuzen sich die L 113, die K 137 und die K140.

Geschichte


Es gibt frühe menschliche Zeugnisse in der Region, wie das Hügelgräberfeld Steinalkenheide. Badenstedt dürfte als eine Gründung aus sächsischer Zeit anzusehen.[1] Im Verdener Urkundenbuch ist der Ort „Badenstede“ in einem Abgabenverzeichnis erwähnt, welches wohl nach 1237, aber sicher vor 1246 entstand.[2] Laut dem Vörder Register gehörte der Ort um das Jahr 1498 zum Gericht und zum Kirchspiel in Selsingen[3], später zum Kirchspiel Zeven. Weil die Bewohner sich nach 1648 besonders gegen die Dienste für die Zevener Schule wehrten, beantragten sie, wieder zur Kirche in Selsingen zurückzukommen. Das wurde genehmigt, allerdings gab es sofort entgegengesetzte Bemühungen, die den Verbleib in Zeven zum Ziel hatten. 1783 wurde den Badenstedtern bestätigt, dass sie zu Zeven gehören.[4]

Von den 12 Familien, die 1637 das Dorf bewohnten, waren 1669 wahrscheinlich nur noch sieben vorhanden.[5] 1856 Errichtung einer Ziegelei.[6] 1860 hatte Badenstedt 160 Einwohner.[7] 1947 wurde der Friedhof Badenstedt eingesegnet.[8] Am 1. März 1974 wurde Badenstedt in die Stadt Zeven eingegliedert[9]. Am 30. Juni 2016 lebten in Badenstedt 379 Menschen.[10]

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Das jungsteinzeitliche Großsteingrab Badenstedt liegt im Gemeindegebiet.

In der Galerie Ziegelei[11] stellen Hannelore[12] und Klaus[13] Bierkardt ihre Bilder aus.

Wirtschaft und Infrastruktur


Badenstedt hat einen Kindergarten, einen Sport- und Bolzplatz und einen Friedhof in der Trägerschaft der Gemeinde Zeven. Der Gärtnerhof Badenstedt[14] ist ein als Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) anerkannter Betrieb in Trägerschaft der gemeinnützigen Gesellschaft für soziale Hilfen.[15] In dem Betrieb arbeiten 70 Mitarbeiter in Baumschule, Büro und Verwaltung, Hauswirtschaft, Manufaktur (Insektenhotels, Fruchtsaft- und Konfitüreherstellung) sowie Holz- und Maschinenwerkstatt. Außerdem gibt es ein Schullandheim[16]

Literatur


Weblinks


Einzelnachweise


  1. Bademühlener Bürger, Dorfchronik Bademühlen, Bademühlen 1989, S. 109.
  2. Mindermann, Arend (Bearb.), Verdener Urkundenbuch – Urkundenbuch der Bischöfe und des Domkapitels von Verden (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen; 205. Schriftenreihe des Landschaftsverbandes der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden e.V.; 13), Stade, Verlag des Landschaftsverbandes der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden e.V., Bd. 1, Von den Anfängen bis 1300, 1. Aufl., 2001, ISBN 3-931879-07-0, S. 399. Nach Walter Gerken, Heimat- und Volkskundliches aus dem Dorf Badenstedt-Bademühlen, o. O., 1980, S. 1, erfolgte 1150 die erste urkundliche Erwähnung des Ortes als Badenstede. Ein Beleg für diese Aussage fehlt jedoch.
  3. In dem von Erzbischof Johann III. Rohde von Bremen in Auftrag gegebenen Vörder Register heißt es unter CLXVIII 18: „Item Badenstede horet ock noch yn dat gerichte vnde yn dat kerspell to Selsingen...“. Wilhelm von Hodenberg: Bremer Geschichtsquellen. Band 2: Das Vörder Register. Celle 1856 (Digitalisat beim GDZ).
  4. Ewald und Hermine Albers, Die Dörfer des Kirchspiels Zeven. Aus der Geschichte der Höfe und ihrer Familien. Heimatbund Bremervörde-Zeven e.V. (Hrsg.), Zeven 2002, S. 201.
  5. Bademühlener Bürger, Dorfchronik Bademühlen, Bademühlen 1989, S. 109.
  6. Bademühlener Bürger, Dorfchronik Bademühlen, Bademühlen 1989, S. 7.
  7. Bademühlener Bürger, Dorfchronik Bademühlen, Bademühlen 1989, S. 7.
  8. Bademühlener Bürger, Dorfchronik Bademühlen, Bademühlen 1989, S. 11.
  9. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 241.
  10. Samtgemeinde Zeven, Blockstatistik. Altersgruppenstatistik Stadt Zeven. Auswertungsgebiet Badenstedt. Stichtag 30. Juni 2016.
  11. Die Galerie Ziegelei zeigt Werke des Künstlerehepaars Bierkardt
  12. Internetseite von Hannelore Bierkardt
  13. Internetseite von Klaus Bierkardt
  14. Der Gärtnerhof Badenstedt ist eine ökologische Baumschule, die seit 2005 Hilfen bei der beruflichen Eingliederung und zur Teilhabe an Arbeit für Menschen mit seelischen Behinderungen leistet.
  15. Die Gesellschaft für soziale Hilfen in Rotenburg (Wümme) hilft Menschen mit Behinderung durch ambulante Hilfen, Tages- und Begegnungsstätten sowie Arbeitsangebote.
  16. Internetseite des Schullandheims Badenstedt



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