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Bad Münder am Deister

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bad Münder am Deister
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bad Münder am Deister hervorgehoben

Koordinaten: 52° 12′ N, 9° 28′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Hameln-Pyrmont
Höhe: 119 m ü. NHN
Fläche: 107,69 km2
Einwohner: 17.465 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 162 Einwohner je km2
Postleitzahl: 31848
Vorwahl: 05042
Kfz-Kennzeichen: HM
Gemeindeschlüssel: 03 2 52 002
Stadtgliederung: 16 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Steinhof 1
31848 Bad Münder am Deister
Website: www.bad-muender.de
Bürgermeister: Hartmut Büttner (SPD)
Lage der Stadt Bad Münder am Deister im Landkreis Hameln-Pyrmont

Bad Münder am Deister ist eine Kurstadt im Landkreis Hameln-Pyrmont in Niedersachsen. Die Stadt mit 16 Ortsteilen zählt etwa 17.400 Einwohner, die Kernstadt Bad Münder ist Verwaltungssitz mit rund 8000 Einwohnern.

Inhaltsverzeichnis

Geographie


Bad Münder am Deister liegt im Deister-Süntel-Tal an der Bundesstraße 442 und ist umgeben von den bewaldeten Gebirgszügen Deister und Süntel im Weserbergland, nördlich von Hameln. Die Hamel durchfließt das Stadtgebiet.

Die folgenden Kommunen grenzen im Uhrzeigersinn um das Stadtgebiet:

Seit der Gebietsreform am 1. Januar 1973 gehört die Stadt Bad Münder am Deister zum Landkreis Hameln-Pyrmont und besteht aus den nachstehend aufgeführten 16 Ortsteilen:

Geschichte


Der Ort im Deister-Süntel-Tal wurde 840 als „Munimeri“ erstmals erwähnt. Die Heilkraft der Sole-, Schwefel- und Bitterquellen war schon früh bekannt. Mönche kamen eventuell wegen der Solequellen zu Fuß aus Minden angereist, immerhin fast 50 km. Dadurch könnte der Name „Mindener Sold“ entstanden sein, der sich im Laufe der Zeit zu „Mündener Sold“ entwickelt haben könnte. Der tatsächliche Ursprung des Namens ist aber ungewiss. Mit Sicherheit taucht Münder im Jahre 1033 in einer Urkunde Kaiser Konrads II. als „Munnere“ auf. Die seit 1033 bestehende Salzgewinnung wurde erst 1924 eingestellt. Im heutigen Ortsteil Hamelspringe wurde 1306 ein Zisterzienserkloster von Loccum aus gegründet.

Während der Hildesheimer Stiftsfehde von 1519 bis 1523 und im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt vollständig zerstört. Im Ortsteil Klein Süntel produzierte zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert die Glashütte Klein Süntel mit Unterbrechungen Hohlglas und andere Glasprodukte.[2] Im Jahre 1872 bekam Münder einen Eisenbahnanschluss an das Netz der Hannover-Altenbekener Eisenbahn-Gesellschaft.

Die Geschichte der Juden in Bad Münder setzt um das Jahr 1700 ein, als erstmals Schutzjuden urkundlich erwähnt werden. Der jüdische Friedhof der Gemeinde ist im Jahre 1782 zum ersten Mal bezeugt; ab 1835 bestand im Ort eine Synagoge. Im 19. Jahrhundert lebten rund 50 Personen jüdischen Glaubens im Ort. Danach ging ihre Zahl in den 1930er Jahren zur Zeit des Nationalsozialismus auf unter 10 Personen zurück. Deportationen von jüdischen Bürgern aus Bad Münder erfolgten 1942. Mindestens 18 Menschen, die in Bad Münder geboren worden waren oder gelebt hatten, wurden Opfer des Holocaust.

1936 erhielt Münder den Status einer Kurstadt, so dass Münder zu Bad Münder wurde und heute das Prädikat „Staatlich anerkannter Heilquellenkurbetrieb“ trägt. Der Kurort besitzt eine reizvolle Altstadt mit historischen Fachwerkhäusern und Sandsteinbauten aus der Weserrenaissance. Die Stadt lebt heute, außer von der Glas- und Möbelindustrie, hauptsächlich vom Gesundheitswesen und dem Tourismus.

Am 9. September 2002 wurden bei einem Zugunglück 40.000 Liter der Chemikalie Epichlorhydrin freigesetzt.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1973 wurden die Gemeinden Bakede, Beber, Böbber, Brullsen, Egestorf am Süntel, Eimbeckhausen, Flegessen, Hachmühlen, Hamelspringe, Hasperde, Klein Süntel, Luttringhausen, Nettelrede, Nienstedt und Rohrsen eingegliedert.[3]

Einwohnerzahlentwicklung

Jahr Einwohner
1961 17.739
1970 19.678
1987 18.570
1990 18.977
1995 19.274
2000 19.144
2005 18.490
2010 17.530
2015 17.376

(Einwohnerzahlen: 1961 am 6. Juni, 1970 am 27. Mai, jeweils mit den später eingemeindeten Orten[3]; ab 1987 jeweils am 31. Dezember[4])

Politik


Rat der Stadt

Wahl zum Rat der Stadt
Wahlbeteiligung: 57,06 %[5]
 %
50
40
30
20
10
0
42,13 %
(-4,15 %p)
33,82 %
(+0,53 %p)
8,77 %
(-2,91 %p)
3,68 %
(+1,76 %p)
8,05 %
(+1,25 %p)
1,48 %
2,04 %
pro Bürger
Unabhängige
2011

2016

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Der Rat der Stadt Bad Münder am Deister[6] besteht aus 32 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Stadt mit einer Einwohnerzahl zwischen 15.001 und 20.000 Einwohnern.[7] Die 32 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Diese Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Stimmberechtigt im Stadtrat ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister.

Die Kommunalwahl am 11. September 2016 führte zu folgendem Ergebnis:

SPD (13 Sitze), GRÜNE (3) und PIRATEN (1) bilden die Mehrheitsgruppe (17 Sitze).

Bürgermeister und Bürgermeisterinnen

Hauptamtlicher Bürgermeister ist Hartmut Büttner (SPD), er wurde am 26. Februar 2012 mit 48 Prozent der Stimmen gewählt. Büttner trat sein Amt am 26. Februar 2012 an und löste die bisherige Amtsinhaberin Silvia Nieber (SPD) ab.

Bürgermeister bis Ende des 2. Weltkrieg

Ehrenamtliche Bürgermeister (1945–2000)

Hauptamtliche Bürgermeister und Bürgermeisterinnen (ab 2000)

Stadtdirektoren (1945–2000)

Wappen, Flagge und Banner

Banner, Wappen und Hissflagge
Banner Bad Muender am Deister.svg DEU Bad Muender am Deister COA.svg
Flagge Bad Muender am Deister.svg

Blasonierung:„Das Wappen der Stadt ist ein schwarz umrandetes grünes Schild, das in der Mitte einen aufrechtstehenden, aus Sicht der Betrachtenden nach links blickenden goldenen Löwen mit roten Krallen, roter Zunge und rotem Auge zeigt. Über dem Schild befindet sich eine dreitürmige steinfarbene in rot dargestellte Mauerkrone.“[9]

Das Wappen ist abgeleitet von einem Siegel aus dem Jahre 1318. Der Löwe steht für die früheren Landesherren der Fürsten von Lüneburg. Die Mauerkrone steht für die Stadt als solche; die Stadtrechte wurden Ende des 13. Jahrhunderts verliehen.

Die Flagge der Stadt ist grün mit dem Stadtwappen in der Mitte.[9]

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Museen

Im Kernort finden sich zwei Museen in Trägerschaft der Ortsgruppe des Heimatbundes Niedersachsen:

Im Ortsteil Eimbeckhausen befindet sich ein Museum in Trägerschaft eines Vereins:

Im Ortsteil Bakede befindet sich das Handwerkermuseum und die Wege der Sinne mit 20 Stationen.

Musik

Bauwerke

Parks

Naturdenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur


Unternehmen

Verkehr

Die Bundesstraßen 442 und 217 bieten Verbindungen nach Hameln, Hannover sowie zur Anschlussstelle Lauenau der Bundesautobahn 2.

Der Bahnhof Bad Münder (Deister) an der Bahnstrecke Hannover–Altenbeken wird von der S-Bahn-Linie S 5 PaderbornHamelnHannover HbfHannover Flughafen bedient. Nächstgelegener Bahnhof für den Ortsteil Nienstedt ist der Bahnhof Egestorf (Deister) an der Deisterstrecke, wo die S-Bahn-Linien S 1 und 2 Verbindungen nach Haste und Hannover bieten.

Öffentliche Einrichtungen

Bildung

Grundschulen

Gesamtschulen

Sonstige Bildungseinrichtungen

Kindertagesstätten

Vereine

In der Kernstadt:

Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Stadt

Personen, die mit der Stadt in Verbindung stehen

Literatur


Weblinks


 Commons: Bad Münder am Deister  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018  (Hilfe dazu).
  2. Glasflaschenherstellung in Klein Süntel: forum-glas-bad-muender.de
  3. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 202.
  4. Regionalstatistische Datenbank, Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen LSKN-Online
  5. Gesamtergebnis Gemeinderatswahl der Stadt Bad Münder am Deister 11.09.2016. 11. September 2016, abgerufen am 30. Oktober 2018.
  6. Politische Gremien der Stadt Bad Münder
  7. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten , abgerufen am 18. Februar 2015
  8. Hermann Weber: Chronik Bad Münder am Deister 1945 - 1985. Hrsg.: Hermann Weber. Eigenverlag (Hermann Weber), Bad Münder am Deister 1989, S. 928.
  9. a b Hauptsatzung der Stadt Bad Münder am Deister , abgerufen am 18. Februar 2015
  10. Am Boden zerstört in Neue Deister-Zeitung vom 19. August 2016
  11. Neue Stele am alten Platz in Neue Deister-Zeitung vom 22. Dezember 2016
  12. Website des Museums , abgerufen am 21. August 2009.
  13. Website des Stuhlmuseums , abgerufen am 21. August 2009.
  14. Hytera Mobilfunk GmbH - Unternehmensseite .
  15. Webseite der Deister-Süntel-Klinik
  16. AWO Gesundheitsdienste gGmbH, Gesundheitszentrum Deisterallee, Bad Münder, Deister-Süntel-Klinik (Memento vom 6. Februar 2016 im Internet Archive).
  17. Webseite der Deister-Weser-Kliniken .
  18. Diakoniekrankenhaus Friederikenstift gGmbH, BG Sonderstation für Schwerunfallverletzte in Bad Münder/Hachmühlen .
  19. Webseite der Deutschen Klinik Bad Münder .
  20. Webseite der Deutschen Klinik für Prävention .
  21. Beschreibung auf den Seiten der IG BCE .
  22. Aktuelles, Bekanntmachungen, Veranstaltungen. Abgerufen am 14. Februar 2018.
  23. Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, Landesverband Niedersachsen e.V. - Bezirk Weserbergland - Beber-Rohrsen-Bad Münder
  24. Webseite des Heimatbund Niedersachsen
  25. Webseite des Lectorium Rosicrucianum .
  26. Webseite des Solarvereins



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Stand der Informationen: 20.10.2019 02:30:39 CEST - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
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