Automobil-Weltmeisterschaft 1968 - de.LinkFang.org

Automobil-Weltmeisterschaft 1968




Automobil-Weltmeisterschaft 1968

Weltmeister
Fahrer: Vereinigtes Konigreich Graham Hill
Konstrukteur: Vereinigtes Konigreich Lotus-Ford-Cosworth
Saisondaten
Anzahl Rennen: 12
< Saison 1967

Saison 1969 >

Die Automobil-Weltmeisterschaft 1968 war die 19. Saison der Automobil-Weltmeisterschaft, die heutzutage als Formel-1-Weltmeisterschaft bezeichnet wird. In zwölf Rennen vom 1. Januar 1968 bis zum 3. November 1968 wurden die Fahrerweltmeisterschaft und der Internationale Pokal der Formel-1-Konstrukteure ausgetragen.

Den FIA-Ehrentitel Großer Preis von Europa trug 1968 der Große Preis von Deutschland.

Die Punkte wurden wie bisher im Modus 9-6-4-3-2-1 vergeben. Es galt ein Hubraumlimit von 3 Liter (mit Kompressor 1,5 l, aber alle Teilnehmer fuhren Saugmotoren), das Mindestgewicht betrug 500 kg. Die Reifen lieferten Firestone, Goodyear und Dunlop, alle Fabrikate sowohl im Trockenen als auch bei Nässe mit Mäanderprofil. Im Chassisbau waren durchweg Leichtmetall-Monocoques im Einsatz, lediglich die Autos des Brabham-Rennstalls hatten noch Gitterrohrrahmen. Auffälligste Änderung im Erscheinungsbild der Wagen waren Flügel, die zunächst an der Hinterachse montiert wurden, um den Anpressdruck zu erhöhen. Die weitere Entwicklung der Aerodynamik prägte das Aussehen der Monopostos über den ganzen weiteren Verlauf der Rennserie.

Mit Jim Clark, Mike Spence, Ludovico Scarfiotti und Jo Schlesser verloren vier bekannte Piloten in diesem Jahr ihr Leben auf der Rennstrecke.

Graham Hill gewann zum zweiten Mal die Fahrerweltmeisterschaft. Lotus wurde zum dritten Mal Konstrukteursweltmeister.

Inhaltsverzeichnis

Die WM-Läufe


GP Südafrika – Kyalami (1. Januar 1968)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich Jim Clark Lotus-Ford-Cosworth 1:53:56,6
2 Vereinigtes Konigreich Graham Hill Lotus-Ford-Cosworth + 25,3 Sek.
3 Jochen Rindt Brabham-Repco + 30,4 Sek.
4 Neuseeland Chris Amon Ferrari + 2 Runden
5 Neuseeland Denis Hulme Brabham-B.R.M. + 2 Runden
6 Jean-Pierre Beltoise Matra-Ford-Cosworth + 3 Runden

Nach Pole-Position gewann Jim Clark in Kyalami mit einem Start-Ziel-Sieg und schnellster Runde. Mit jetzt 25 Siegen war er zu diesem Zeitpunkt der erfolgreichste Fahrer in der Formel 1 vor Juan Manuel Fangio mit 24 Siegen. Dieser Sieg war allerdings auch sein letzter. Am 7. April verunglückte Clark bei einem Formel-2-Rennen auf dem Hockenheimring tödlich. Graham Hill, der den Start verpatzt hatte, konnte sich noch auf den zweiten Rang vorkämpfen. Die Lotus-Wagen traten bei diesem Start letztmals im gewohnten Grün-Gelb an. Ab dem nächsten Rennen waren sie in den Farben des neuen Sponsors Gold-Leaf lackiert.

Jackie Stewart, der als einziger mit Clark mithalten konnte, fiel in der 44. Runde aus.

Jean-Pierre Beltoise erreichte mit einem Formel-2-Matra noch die Punkteränge.

Pole-Position Vereinigtes Konigreich Jim Clark Lotus-Ford-Cosworth 1:21,6 Min.
Schnellste Rennrunde Vereinigtes Konigreich Jim Clark Lotus-Ford-Cosworth 1:23,7 Min.

GP Spanien – Jarama (12. Mai 1968)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich Graham Hill Lotus-Ford-Cosworth 2:15:20,1
2 Neuseeland Denis Hulme McLaren-Ford-Cosworth + 15,9 Sek.
3 Vereinigtes Konigreich Brian Redman Cooper-B.R.M. + 1 Runde
4 Ludovico Scarfiotti Cooper-B.R.M. + 1 Runde
5 Jean-Pierre Beltoise Matra-Ford-Cosworth + 9 Runden
nc Neuseeland Bruce McLaren McLaren-Ford-Cosworth DNF

Mike Spence sollte den tödlich verunglückten Jim Clark in Spanien ersetzen, doch Spence verunglückte am 7. Mai in Indianapolis ebenfalls tödlich. So trat Lotus nur mit einem Fahrzeug für Graham Hill an, der im Training nicht überzeugen konnte. Die Pole holte Chris Amon. Am Start ging zunächst Rodriguez in Führung, wurde in der 12. Runde aber von Beltoise abgelöst, bis dieser einen Boxenstopp einlegen musste. Dann lag Chris Amon in Führung und sah schon wie der sichere Sieger aus, als in der 57. Runde seine Benzinpumpe ausfiel. So gelangte Hill in Führung, der vorher schon McLaren, Surtees und Hulme überholt hatte, und erzielte nach den insbesondere für Lotus tragischen Geschehnissen einen Sieg, der die Überlegenheit des Teams für die kommende Saison unterstreichen sollte.

Pole-Position Neuseeland Chris Amon Ferrari 1:27,9 Min.
Schnellste Rennrunde Jean-Pierre Beltoise Matra-Ford-Cosworth 1:28,3 Min.

GP Monaco – Monte Carlo (26. Mai 1968)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich Graham Hill Lotus-Ford-Cosworth 2:00:32,3
2 Vereinigtes Konigreich Richard Attwood B.R.M. + 2,2 Sek.
3 Lucien Bianchi Cooper-B.R.M. + 4 Runden
4 Ludovico Scarfiotti Cooper-B.R.M. + 4 Runden
5 Neuseeland Denis Hulme McLaren-Ford-Cosworth + 4 Runden
nc Vereinigtes Konigreich John Surtees Honda DNF

Johnny Servoz-Gavin hatte sich für die erste Startreihe qualifiziert und übernahm nach dem Start die Führung. Er touchierte aber mit dem Hinterrad eine Leitplanke und verlor kurz darauf die Halbachse, sodass er schon in der dritten Runde aufgeben musste. So kam Graham Hill zu seinem ungefährdeten vierten Sieg in Monaco vor Richard Attwood im B.R.M. und Lucien Bianchi im Cooper, die beide von den zahlreichen Ausfällen profitierten. Insgesamt erreichten nur 5 von 16 Startern das Ziel.

Pole-Position Vereinigtes Konigreich Graham Hill Lotus-Ford-Cosworth 1:28,2 Min.
Schnellste Rennrunde Vereinigtes Konigreich Richard Attwood B.R.M. 1:28,1 Min.

GP Belgien – Spa-Francorchamps (9. Juni 1968)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Neuseeland Bruce McLaren McLaren-Ford-Cosworth 1:40:02,1
2 Mexiko 1934 Pedro Rodríguez B.R.M. + 12,1 Sek.
3 Jacky Ickx Ferrari + 39,96 Sek.
4 Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth + 1 Runde
5 Vereinigtes Konigreich Jackie Oliver Lotus-Ford-Cosworth + 2 Runden
6 Lucien Bianchi Cooper-B.R.M. + 2 Runden

Im Vorfeld des Rennens war der Cooper-Fahrer Scarfiotti bei einem Bergrennen am Rossfeld nahe Berchtesgaden tödlich verunglückt. Der andere Cooper-Pilot, Brian Redman, verunglückte im Rennen schwer und musste für mehr als ein Jahr pausieren.

Es war das erste Rennen in der Geschichte der Formel 1, in dem einzelne Wagen mit freistehenden Heckflügeln probiert wurden.

Der von der Pole-Position gestartete Chris Amon führte nach der ersten Runde, wurde aber dann von John Surtees überholt. Surtees führte bis zur 10. Runde, als seine Radaufhängung brach, wodurch der schlecht gestartete Stewart die Führung übernahm. Ihm ging jedoch in der letzten Runde der Treibstoff aus. So kam Bruce McLaren zu seinem ersten Sieg im eigenen Wagen. Im Ziel wusste er gar nicht, dass er gewonnen hatte.

Pole-Position Neuseeland Chris Amon Ferrari 3:28,6 Min.
Schnellste Rennrunde Vereinigtes Konigreich John Surtees Honda 3:30,5 Min.

GP Niederlande – Zandvoort (23. Juni 1968)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth 2:46:11,260
2 Jean-Pierre Beltoise Matra + 1:33,930 Min.
3 Mexiko 1934 Pedro Rodríguez B.R.M. + 1 Runde
4 Jacky Ickx Ferrari + 2 Runden
5 Schweiz Silvio Moser Brabham-Repco + 3 Runden
6 Neuseeland Chris Amon Ferrari + 5 Runden

Das Rennen wurde bei Regen gefahren. Zu dieser Zeit boten Goodyear, Firestone und Dunlop Reifen für die Formel 1 an. Die Regenreifen von Dunlop erwiesen sich als überlegen, wurden allerdings nur von den französischen Matras gefahren. Das Rennen entwickelte sich daher zu einer einseitigen Angelegenheit. Jackie Stewart, obwohl von einem Unfall mit Handverletzung noch nicht vollständig genesen, fuhr einen nie gefährdeten Sieg heraus. Sein Markengefährte Jean-Pierre Beltoise wurde Zweiter, obwohl er sich einmal drehte und einen Boxenstopp wegen eines klemmenden Gasschiebers einlegen musste. Diese beiden überrundeten das ganze Feld. Respekt verdienten auch die Punkte von Silvio Moser auf einem privaten Charles-Vögele-Brabham.

Pole-Position Neuseeland Chris Amon Ferrari 1:23,54 Min.
Schnellste Rennrunde Jean-Pierre Beltoise Matra 1:45,91 Min.

GP Frankreich – Rouen (7. Juli 1968)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Jacky Ickx Ferrari 2:25:40,9
2 Vereinigtes Konigreich John Surtees Honda + 1:58,6 Min.
3 Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth + 1 Runde
4 Vereinigtes Konigreich Vic Elford Cooper-B.R.M. + 2 Runden
5 Neuseeland Denis Hulme McLaren-Ford-Cosworth + 2 Runden
6 Vereinigtes Konigreich Piers Courage B.R.M. + 3 Runden

Das Rennen wurde von einem tödlichen Unfall überschattet. In der zweiten Runde kam Jo Schlesser bei einem Feuerunfall ums Leben. Auf regennasser Bahn rutschte sein neuer und unerprobter Honda RA302 in einer schnellen Bergabkurve von der Strecke, prallte gegen eine Böschung und überschlug sich. Das auslaufende Benzin entzündete sich sofort, das aus einer Magnesiumlegierung bestehende Chassis gab dem Feuer zusätzliche Nahrung und Schlesser erlitt im Cockpit tödliche Brandverletzungen. Jacky Ickx gewann auf Ferrari sein erstes Formel-1-Rennen.

Pole-Position Jochen Rindt Brabham-Repco 1:56,1 Min.
Schnellste Rennrunde Pedro Rodríguez B.R.M. 2:11,5 Min.

GP Großbritannien – Brands Hatch (20. Juli 1968)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Schweiz Joseph Siffert Lotus-Ford-Cosworth 2:01:20,3
2 Neuseeland Chris Amon Ferrari + 4,4 Sek.
3 Jacky Ickx Ferrari + 1 Runde
4 Neuseeland Denis Hulme McLaren-Ford-Cosworth + 1 Runde
5 Vereinigtes Konigreich John Surtees Honda + 2 Runden
6 Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth + 2 Runden

Das Rennen stand von Beginn an unter der Dominanz der Lotus-Rennwagen. Zunächst führte Jackie Oliver das Feld an, dann Graham Hill. Hill schied jedoch nach 27 Runden mit Aufhängungsschaden aus. Danach führte wieder Oliver. Doch sollte ihm ein Grand-Prix-Sieg nicht gelingen, denn in der 44. Runde streikte sein Getriebe. So gelangte Joseph Siffert im Rob-Walker-Lotus in Führung, die er bis zum Schluss gegen einen hart kämpfenden Chris Amon verteidigen konnte. Damit gewann er sein erstes von insgesamt zwei Formel-1-Rennen.

Pole-Position Vereinigtes Konigreich Graham Hill Lotus-Ford-Cosworth 1:28,9 Min.
Schnellste Rennrunde Schweiz Joseph Siffert Lotus-Ford-Cosworth 1:28,9 Min.

GP Deutschland / GP Europa – Nürburgring (4. August 1968)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth 2:19:03,2
2 Vereinigtes Konigreich Graham Hill Lotus-Ford-Cosworth + 4:03,2 Min.
3 Jochen Rindt Brabham-Repco + 4:09,4 Min.
4 Jacky Ickx Ferrari + 5:55,2 Min.
5 Vereinigtes Konigreich Jack Brabham Brabham-Repco + 6:21,1 Min.
6 Mexiko 1934 Pedro Rodríguez B.R.M. + 6:25,0 Min.

Starker Regen und Nebel mit Sichtweiten zeitweise unter 50 Metern behinderten die Teilnehmer auf dem Nürburgring so erheblich, dass die Durchführung des Rennens ernsthaft gefährdet war. Rahmenrennen wurden abgesagt. Unter diesen Bedingungen fuhr Jackie Stewart eines seiner größten Rennen und gewann mit über 4 Minuten Vorsprung vor Graham Hill. Bemerkenswert ist, dass trotz der widrigen äußeren Umstände 14 von 21 Fahrzeugen das Ziel erreichten, so viele wie nie in diesem Jahr. Technisch war die Einführung eines während der Fahrt verstellbaren Heckflügels an Beltoises Matra bemerkenswert.

Pole-Position Jacky Ickx Ferrari 9:04,0 Min.
Schnellste Rennrunde Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth 9:36,0 Min.

GP Italien – Monza (8. September 1968)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Neuseeland Denis Hulme McLaren-Ford-Cosworth 1:40:14,8
2 Johnny Servoz-Gavin Matra-Ford-Cosworth + 1:28,4 Min.
3 Jacky Ickx Ferrari + 1:28,6 Min.
4 Vereinigtes Konigreich Piers Courage B.R.M. + 1 Runde
5 Jean-Pierre Beltoise Matra + 2 Runden
6 Schweden Joakim Bonnier McLaren-B.R.M. + 4 Runden

Wie fast immer in Monza zu jener Zeit ergab sich auch 1968 ein äußerst spannendes Rennen, in dem McLaren, Surtees, Stewart, Siffert und schließlich Hulme die Führung innehatten. Amon und Surtees wurden in der 9. Runde in einen gefährlichen Unfall verwickelt, den beide unverletzt überstanden. Nachdem in der Spitzengruppe alle bis auf Hulme mit technischen Problemen aus- oder zurückgefallen waren, siegte er mit fast einer ganzen Runde Vorsprung. Den Kampf um den zweiten Platz entschied Johnny Servoz-Gavin auf den letzten Metern gegen Jacky Ickx für sich. Es war seine beste Platzierung in einem Grand Prix.

Pole-Position Vereinigtes Konigreich John Surtees Honda 1:26,07 Min.
Schnellste Rennrunde Vereinigtes Konigreich Jackie Oliver Lotus-Ford-Cosworth 1:26,50 Min.

GP Kanada – Mont-Tremblant (22. September 1968)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Neuseeland Denis Hulme McLaren-Ford-Cosworth 2:27:11,2
2 Neuseeland Bruce McLaren McLaren-Ford-Cosworth + 1 Runde
3 Pedro Rodríguez B.R.M. + 2 Runden
4 Vereinigtes Konigreich Graham Hill Lotus-Ford-Cosworth + 4 Runden
5 Vereinigtes Konigreich Vic Elford Cooper-B.R.M. + 4 Runden
6 Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth + 7 Runden

Im Training verunglückte Jacky Ickx, brach sich ein Bein und schied im Kampf um die Weltmeisterschaft aus. Das Rennen dominierte zunächst sein Markenkollege Chris Amon im Ferrari, der aber in der 72. von 90 Runden mit Getriebeschaden ausschied. Damit verlor er zum zweiten Mal in dieser Saison einen fast sicher geglaubten Sieg. Durch seinen Ausfall kam Denis Hulme in Führung und gewann seinen zweiten Grand Prix in Folge. Damit zog er in der Fahrerwertung mit dem bis dahin führenden Graham Hill gleich, der im Rennen den vierten Platz belegte.

Pole-Position Jochen Rindt Brabham-Repco 1:33,8 Min.
Schnellste Rennrunde Schweiz Joseph Siffert Lotus-Ford-Cosworth 1:35,1 Min.

GP USA – Watkins Glen (6. Oktober 1968)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth 1:59:20,290
2 Vereinigtes Konigreich Graham Hill Lotus-Ford-Cosworth + 24,680 Sek.
3 Vereinigtes Konigreich John Surtees Honda + 1 Runde
4 Vereinigte Staaten Dan Gurney McLaren-Ford-Cosworth + 1 Runde
5 Schweiz Joseph Siffert Lotus-Ford-Cosworth + 3 Runden
6 Neuseeland Bruce McLaren McLaren-Ford-Cosworth + 5 Runden

Die Pole-Position sicherte sich der Amerikaner Mario Andretti, der im Lotus seinen ersten Grand Prix bestritt. Auf den Ausgang des Rennens hatte er aber keinen Einfluss. Jackie Stewart fuhr seinen Matra sicher zum Sieg vor Graham Hill und John Surtees. Damit hatten vor dem letzten Lauf noch drei Fahrer die Chance Weltmeister zu werden: Hill, Stewart und Hulme.

Pole-Position Vereinigte Staaten Mario Andretti Lotus-Ford-Cosworth 1:04,20 Min.
Schnellste Rennrunde Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth 1:05,22 Min.

GP Mexiko – Mexiko-Stadt (3. November 1968)

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich Graham Hill Lotus-Ford-Cosworth 1:56:43,950
2 Neuseeland Bruce McLaren McLaren-Ford-Cosworth + 1:19,320 Min.
3 Vereinigtes Konigreich Jackie Oliver Lotus-Ford-Cosworth + 1:40,650 Min.
4 Pedro Rodríguez B.R.M. + 1:41,090 Min.
5 Schweden Joakim Bonnier Honda + 1 Runde
6 Schweiz Joseph Siffert Lotus-Ford-Cosworth + 1 Runde

Von den drei Titelanwärtern schied Hulme in der 10. Runde durch einen Unfall aus, Stewart brachte seinen Matra wegen Motorproblemen nur als Siebter ins Ziel. So gewann Graham Hill durch einen Sieg seine zweite Fahrer- und Lotus die dritte Konstrukteursmeisterschaft. Hill übernahm zunächst die Führung, bis er in der 22. Runde von Joseph Siffert verdrängt wurde, der die Position jedoch durch einen Boxenstopp wieder verlor; Siffert wurde Sechster.

Pole-Position Schweiz Joseph Siffert Lotus-Ford-Cosworth 1:45,22 Min.
Schnellste Rennrunde Schweiz Joseph Siffert Lotus-Ford-Cosworth 1:44,23 Min.

Weltmeisterschaftswertungen


Fahrerwertung

Die ersten sechs bekamen 9, 6, 4, 3, 2 bzw. 1 Punkt(e). Die besten fünf Ergebnisse der ersten sechs und die besten fünf der restlichen sechs Rennen zählten zur Meisterschaft.

Sudafrika 1961 Spanien 1945 WG1 Vereinigtes Konigreich Deutschland Bundesrepublik Vereinigte Staaten WG2 Total
1 Vereinigtes Konigreich Graham Hill Lotus-Ford-Cosworth 6 9 9 24 6 3 6 9 24 48
2 Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth 3 9 4 16 1 9 1 9 20 36
3 Neuseeland Denis Hulme McLaren-Ford-Cosworth 2 6 2 2 12 3 9 9 21 33
4 Jacky Ickx Ferrari 4 3 9 16 4 3 4 11 27
5 Neuseeland Bruce McLaren McLaren-Ford-Cosworth 9 9 6 1 6 13 22
6 Pedro Rodríguez B.R.M. 6 4 10 1 4 3 8 18
7 Schweiz Joseph Siffert Lotus-Ford-Cosworth 0 9 2 1 12 12
8 Vereinigtes Konigreich John Surtees Honda 6 6 2 4 6 12
9 Jean-Pierre Beltoise Matra-Ford-Cosworth 1 2 6 9 2 2 11
10 Neuseeland Chris Amon Ferrari 3 1 4 6 6 10
11 Vereinigtes Konigreich Jim Clark Lotus-Ford-Cosworth 9 9 0 9
12 Jochen Rindt Brabham-Repco 4 4 4 4 8
13 Vereinigtes Konigreich Richard Attwood B.R.M. 6 6 0 6
14 Johnny Servoz-Gavin Matra-Ford-Cosworth 0 6 6 6
15 Vereinigtes Konigreich Jackie Oliver Lotus-Ford-Cosworth 2 2 4 4 6
16 Ludovico Scarfiotti Cooper-B.R.M. 3 3 6 0 6
17 Lucien Bianchi Cooper-B.R.M. 4 1 5 0 5
18 Vereinigtes Konigreich Vic Elford Cooper-B.R.M. 3 3 2 2 5
19 Vereinigtes Konigreich Brian Redman Cooper-B.R.M. 4 4 0 4
20 Vereinigtes Konigreich Piers Courage B.R.M. 1 1 3 3 4
21 Vereinigte Staaten Dan Gurney McLaren-Ford-Cosworth 0 3 3 3
22 Schweden Jo Bonnier Honda / McLaren-B.R.M. 0 1 2 3 3
23 Jack Brabham Brabham-Repco 0 2 2 2
24 Schweiz Silvio Moser Brabham-Repco 2 2 0 2

Konstrukteurswertung

Sudafrika 1961 Spanien 1945 Vereinigtes Konigreich Deutschland Bundesrepublik Vereinigte Staaten Total
1 Vereinigtes Konigreich Lotus-Ford-Cosworth 9 9 9 2 9 6 3 6 9 62
2 Vereinigtes Konigreich McLaren-Ford-Cosworth 6 2 9 2 3 9 9 3 6 49
3 Matra-Cosworth 2 3 9 4 1 9 6 1 9 45
4 Ferrari 3 4 3 9 6 3 4 32
5 Vereinigtes Konigreich B.R.M. 6 6 4 1 1 3 4 3 28
6 Honda 6 2 4 2 14
7 Vereinigtes Konigreich Cooper-B.R.M. 4 4 1 3 2 14
8 Vereinigtes Konigreich Brabham-Repco 4 2 4 10
9 Matra 6 2 8
10 Vereinigtes Konigreich McLaren-B.R.M. 2 1 3
11 Matra-Cosworth FVA 1 1

Änderungen im Lauf der Saison


Die zu Beginn der Saison überwiegend in Länderfarben (Italien=rot, Frankreich=blau usw.) gestalteten Verkleidungen wurden zunehmend durch Sponsorenfarben ersetzt. Eine Vorreiterrolle nahm Lotus ein, deren Typ 49 rot lackiert wurde (statt british racing green) und für die Zigarettenmarke John Player Gold Leaf warb. Dieser Wagen war auch der erste, der mit einem spoilerförmigen Heckflügel in Monaco antrat.[1]

Bei der Weiterentwicklung der Flügel gab es viele Zwischenformen: kleine, fast wirkungslose Blechteile an Front und Heck,[2] und auch heute befremdlich hoch und filigran wirkende Bauteile, deren Druck direkt auf die Radaufhängung geleitet wurde.[3] Die spätere Entwicklung verbot diese Bauweise und begrenzte die Abmessungen der aerodynamischen Hilfsmittel.

Kurzmeldungen Formel 1


Weblinks


Commons: Automobil-Weltmeisterschaft 1968  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. http://www.motorsport-magazin.com/formel1-bilder/1968-monaco-lotus-g-hill-gp,1,1,0,60,777,33292
  2. http://www.motorsport-magazin.com/formel1-bilder/1968-belgien-gp-von-spa-mclaren-d-hulme,1,1,0,60,764,33111
  3. http://www.motorsport-magazin.com/formel1-bilder/1968-england-lotus-j-oliver-grossbritannien-gp,1,1,0,60,772,33180



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Stand der Informationen: 05.07.2020 08:00:16 CEST - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
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