Askanier - de.LinkFang.org

Askanier

Die Askanier sind ein deutsches Uradelsgeschlecht, das seit dem 11. Jahrhundert historisch nachweisbar ist und dem eine besondere Bedeutung für die Landesgeschichte der heutigen deutschen Länder Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Sachsen und Brandenburg zukommt. Die Bezeichnung Askanier entstand aus der Latinisierung ihres Burgsitzes Aschersleben.[1]

Das Geschlecht beherrschte Anhalt-Aschersleben, Anhalt-Bernburg, Anhalt-Köthen, Anhalt-Dessau, Anhalt-Zerbst und Anhalt-Plötzkau. Seit 1863 existierte nur noch die Dessauer Linie, die aufgrund der Novemberrevolution im Jahr 1918 ihren Thronverzicht im Herzogtum Anhalt erklärte.

Die Askanier werden alternativ auch als Haus Anhalt bezeichnet, da seit dem Ende des 17. Jahrhunderts nur noch der anhaltische Zweig existiert. Die Burg Anhalt befindet sich im Harz nordöstlich von Harzgerode in Sachsen-Anhalt. Derzeitiges Familienoberhaupt ist Eduard Prinz von Anhalt.

Inhaltsverzeichnis

Namensherkunft


Der Name Askanier war eine seit dem 14. Jahrhundert gebräuchliche Bezeichnung für die Grafen von Aschersleben. Er leitete sich von Askaria, der lateinischen Bezeichnung für Aschersleben ab, und wurde später zu Ascania leicht verändert, möglicherweise in Anlehnung an den griechischen mythischen Ascanius.

Graf Heinrich I. von Anhalt, ein Enkel Albrechts des Bären, verwendete in einer im Jahr 1213 ausgestellten Urkunde erstmals die Variante comes Ascharie.[2] Fürst Bernhard III. von Anhalt war 1320 der erste, der sich als comes Ascanie bezeichnete.[3] Die Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts verwendete die Bezeichnung dann für alle Angehörigen der Familie der Grafen von Ballenstedt und Aschersleben seit dem 11. Jahrhundert.

Frühe Geschichte


Ballenstedt, Aschersleben und schließlich die Burg Anhalt bildeten die drei wichtigsten Stammburgen der Familie im alten Schwabengau, um die sich im Verlauf der Jahrhunderte das Fürstentum Anhalt herausbildete, deren Inhaber sich wechselweise „Graf von Anhalt“ oder „Graf von Aschersleben“ titulierten. Auch die Markgrafen von Brandenburg bis zu ihrem Aussterben im männlichen Stamm 1320 werden in der Geschichtsschreibung als Askanier bezeichnet.

Seit dem 16. Jahrhundert bemühten sich Haushistoriker der Anhaltiner und Sachsen-Lauenburger Familienzweige die Abkunft ihrer Dienstherren von Ascanius, dem Sohn des trojanischen Helden Aeneas, oder gar vom biblischen Aschkenas, dem Urenkel Noachs, herzuleiten. Den Anfang machte 1519 der „Panegiricus Genealogiarum illustrium Principum Dominorum in Anhalt“ des Ballenstädtener Mönchs Heinrich Basse.

Der erste in zeitgenössischen Urkunden auftretende Vertreter der Askanier war Graf Esico (comitatu Esiconis bedeutet in der Grafschaft des Esico), der in einem auf der Pfalz Tilleda ausgestellten Diplom Kaiser Konrads II. vom 26. Oktober 1036 erwähnt wird.[4] Seine Sippe war im ostsächsischen Schwabengau ansässig, weshalb sie im Sachsenspiegel dem dort angesiedelten suebischen Uradel zugerechnet wird. Beim Schwabengau handelte es sich um eine östlich von Quedlinburg gelegene Gaugrafschaft. Die wichtigste Quelle zur Genealogie der frühen Askanier ist die Chronik des Annalista Saxo, der diese in der Mitte des 12. Jahrhunderts schrieb.

Demnach war Esico mütterlicherseits ein Enkel des Markgrafen Hodo († 993) und erbte nach dem Tod seines Onkels Siegfried († um 1030) mehrere Allodialgüter im Schwaben- und Serimuntgau.[5] Der Name von Esicos Vater ist unbekannt, erst in wesentlich später verfassten Genealogien wurde ihm der Name Adalbert (I.) beigegeben, weil der um das Jahr 1080 ermordete Graf Adalbert (II.) vom sächsischen Annalisten als Sohn des Esico genannt wird.[6] Der sächsische Annalist bezeichnete sowohl Esico als auch die später lebenden Adalbert (II.) und Otto den Reichen als „Grafen von Ballenstedt“, jedoch ist dieser Titel erst für Otto (Ottoni comiti de Ballenstide) auch zeitgenössisch verbürgt.[7] Auf dem heutigen Schlossberg von Ballenstedt ließ Esico das Kollegiatstift St. Pancratius und Abundus errichten, das 1046 im Beisein von König Heinrich III. geweiht wurde.

Adalbert (II.) hatte zwei Söhne, Otto der Reiche und Siegfried, von denen ersterer wiederum der Vater von Albrecht dem Bären war. Bei Otto dem Reichen findet sich in den Quellen erstmals der Zuname „von Ballenstedt“ (1106). Er war im Jahr 1112 für eine kurze Zeitdauer Herzog von Sachsen. Der Graf starb 1123 und fand seine Ruhestätte in Ballenstedt. Seine Gemahlin Eilika lebte nach dem Tode ihres Mannes in Halle und Bernburg.

Albrecht der Bär amtierte kurzzeitig als Herzog von Sachsen, wurde dann schließlich zum Markgrafen von Brandenburg und begründete die Hausmachtstellung seiner Familie in den sächsischen Ostmarken. Die Mark Brandenburg lag auf dem Gebiet der damaligen Nordmark. Albrecht der Bär wurde anlässlich eines Gerichtstages, dem er am 8. August 1147 vorsaß, erstmals als „Graf von Aschersleben“ (comes Asscherslovensis) urkundlich tituliert.[8] Otto der Reiche und Albrecht der Bär wandelten das Stift Ballenstedt 1123 in ein Benediktinerkloster um. Albrecht der Bär wurde 1170 in der Klosterkirche von Ballenstedt beigesetzt.

Die ältesten bekannten Askanier:

Familienzweige nach Albrecht dem Bären


Die Askanier hatten vor allem im hohen und späten Mittelalter eine herausragende geschichtliche Bedeutung für weite Teile des heutigen Ostdeutschlands. Albrecht der Bär war ihr erster bedeutender Vertreter, der als Zeitgenosse und Rivale Heinrichs des Löwen (Welfen) und Konrads des Großen (Wettiner) die deutsche Besiedelung der slawischen Grenzmarken maßgebend mit vorantrieb und schließlich die Mark Brandenburg gründete.[9]

Wie damals unter den regierenden Fürstenhäusern üblich, teilte bereits Albrecht der Bär seinen umfangreichen Territorialbesitz unter seinen Söhnen auf, woraus sich die vier Hauptlinien der Askanier bilden sollten. Es handelt sich hier um die Linie von Brandenburg (bis 1320), die Linie von Weimar-Orlamünde (bis 1486), die Linie von Sachsen-Lauenburg (bis 1689) und die Linie von Anhalt (bis heute).

Die Besitzungen der Söhne Albrechts des Bären:

Die Söhne Heinrichs I. erhielten:

Von Albrecht I. und Heinrich I. stammten die sächsische und die anhaltinische Linie der Askanier ab, welche sich untereinander ebenfalls mehrfach aufteilten.

Bedeutend war die Linie Sachsen-Wittenberg, die 1356 durch die Goldene Bulle die erbliche Kurwürde verliehen bekam. Sie erlosch allerdings 1422, und Sachsen-Wittenberg („Kursachsen“) wurde nun an die Wettiner verliehen, die Askanier verloren damit ihre Zugehörigkeit zum Stand der Kurfürsten.

Mark Brandenburg


Die Mark Brandenburg wurde 1323 an das Geschlecht der Wittelsbacher zu Lehen gegeben.

Stammesherzogtum Sachsen


Das alte Stammesherzogtum Sachsen wurde 1143 an den Welfen Heinrich dem Löwen übertragen. Die Würde des Herzogs von Sachsen ging 1180 nach der Absetzung Heinrichs des Löwen von den Welfen auf die Askanier über, die jedoch nur Ostfalen erhielten. Westfalen und Engern waren vom Kaiser abgetrennt worden. Von dem altsächsischen Territorium erhielt Herzog Bernhard III. dazu allerdings nur dessen östliche Gebiete um Wittenberg und Lauenburg.

Linie Sachsen-Wittenberg


Sie waren Herzöge und ab 1355 Kurfürsten von Sachsen. Nach dem Tod Albrechts III. und damit dem Aussterben der Wittenberger Askanier im Mannesstamme wird am 6. Januar 1423 Sachsen-Wittenberg samt seiner Herzogs- und Kurwürde von König Sigismund an Friedrich den Streitbaren, Markgraf von Meißen, aus dem Geschlecht der Wettiner verliehen, aufgrund dessen Engagements in Reichsangelegenheiten beim Kampf gegen die böhmischen Hussiten.

Linie Sachsen-Lauenburg


Die Linie Sachsen-Lauenburg starb erst 1689 aus, Nachfolger wurden dort die Welfen (aus der im benachbarten Fürstentum Lüneburg regierenden Linie). Zurück blieb einzig die anhaltinische Linie, die sich inzwischen in mehrere Unterlinien verzweigt hatte und deshalb historisch weniger bedeutend war.

Weimar-Orlamünde


Albrecht I. der Bär erhielt 1140 die Grafschaft Weimar-Orlamünde. Orlamünde musste am 27. April 1344 an die Wettiner verkauft werden.[10]

Die Regenten von Weimar-Orlamünde:

Anhalt-Aschersleben


Heinrich II. war Sohn von Heinrich I. von Anhalt. In Anhalt-Aschersleben lag Ballenstedt und die Burg Anhalt.

Die Regenten von Anhalt-Aschersleben:

Fürstentum Anhalt-Bernburg


Bernhard I. (* 1218; † 1287) wurde als Sohn von Heinrich I. von Anhalt geboren.

Nach dem Tod von Bernhard VI. 1468 erhielt Georg I. von Anhalt-Zerbst die Besitzungen.

Joachim Ernst von Anhalt († 1586), Sohn von Johann IV. von Anhalt-Zerbst, verfügte über den gesamten anhaltinischen Besitz. In einer Teilung zwischen seinen Söhnen 1603 bekam Johann Georg Anhalt-Dessau, Christian Anhalt-Bernburg, Rudolf Anhalt-Zerbst und Ludwig Anhalt-Köthen.

Anhalt-Bernburg gelangte nach der Regierungszeit von Alexander Carl (* 1805; † 1863) an Leopold IV. Friedrich von Anhalt-Dessau .

Die Regenten von Anhalt-Bernburg:

Das Land fällt an Anhalt-Zerbst. Im Jahr 1570 erfolgt die Vereinigung ganz Anhalts durch Erbfälle, 1603 die Teilung in Anhalt-Bernburg, Anhalt-Dessau, Anhalt-Zerbst, Anhalt-Köthen und Anhalt-Plötzkau.

Anhalt-Bernburg-Schaumburg-Hoym

Fürstentum Anhalt-Köthen


Siegfried I. († 1298) war Sohn von Heinrich I. von Anhalt und erhielt Köthen. Sein Sohn Albrecht I. lebte ab 1295 auf Burg Köthen.

Wolfgang traf Martin Luther 1521 auf dem Reichstag zu Worms. Er bekannte sich zur Reformation; auch unterstützte Luther im Heiligen Römischen Reich Kurfürst Friedrich III. von Sachsen.

Heinrich (* 1778; † 1847) war der letzter Herzog von Anhalt-Köthen. Das Land fiel an die Linien Anhalt-Bernburg (von Anhalt-Dessau verwaltet) und Anhalt-Dessau. Auf eine Teilung wurde in Hinblick auf das absehbare Erlöschen der Anhalt-Bernburger Linie und den dann eintretenden Erbfall an Anhalt-Dessau verzichtet.

Die Regenten von Anhalt-Köthen:

Land fällt an die Linien Anhalt-Bernburg (von Anhalt-Dessau verwaltet) und Anhalt-Dessau. Auf eine Teilung wird in Hinblick auf das absehbare Erlöschen der Anhalt-Bernburger Linie und den dann eintretenden Erbfall an Anhalt-Dessau verzichtet.

Anhalt-Köthen-Pless

(der Besitz fällt als Allodialerbe an den Neffen Graf Hans Heinrich X. von Hochberg-Fürstenstein)

Fürstentum Anhalt-Dessau


Das Fürstentum Anhalt-Dessau existierte ab 1396 und wurde als Territorium 1863 Teil des Herzogtums Anhalt.

Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (* 1567; † 1618), Sohn von Joachim Ernst von Anhalt, übernahm von 1586 bis 1606 die Alleinregierung, da seine Brüder noch minderjährig waren. Die Erbteilung wurde in einem Vertrag 1603 niedergeschrieben und drei Jahre später realisiert. Das Fürstentum wurde in Anhalt-Dessau, Anhalt-Bernburg, Anhalt-Zerbst und Anhalt-Köthen geteilt, wobei Johann Georg I. Anhalt-Dessau und das Seniorat erhielt. Er starb unmittelbar vor Beginn des Dreißigjährigen Kriegs.

Leopold I., genannt „Der Alte Dessauer“ (* 1676; † 1747) war preußischer Heeresreformer und Generalfeldmarschall. Seine Hauptleistung stellte die Reform der preußischen Truppen dar, vor allem der Infanterie. Sein Regiment wurde zum Modell für die ganze preußische Armee.

Die Regenten von Anhalt-Dessau:
vor 1396 gemeinsam mit Köthen und Zerbst regiert (siehe oben, Anhalt-Köthen)

Fürstentum Anhalt-Zerbst


Die Zerbster Linie wurde 1793 nicht mehr weitergeführt und der Besitz fiel 1797 an die anderen Brüder. Die Köthensche Linie endete 1847 und Cöthen wurde 1853 mit Dessau vereinigt. Nachdem ebenfalls die Bernburger Linie 1863 ausstarb, wurde unter Leopold IV. Friedrich († 1871) das Herzogtum Anhalt gebildet.

Die Regenten von Anhalt-Zerbst:
vor 1396 gemeinsam mit Köthen und Dessau regiert (siehe oben, Anhalt-Köthen)

Anhalt-Plötzkau


Das Fürstentum Anhalt-Plötzkau entstand erstmals 1544 nach der Teilung von Anhalt-Dessau und erneut am Anfang des 17. Jahrhunderts.

Die Regenten von Anhalt-Plötzkau:

Herzogtum Anhalt


Die Zerbster Linie wurde 1793 nicht mehr weitergeführt, und der Besitz fiel 1797 an die anderen Brüder. Die Köthensche Linie endete 1847, und Cöthen wurde 1853 mit Dessau vereinigt. Als 1863 auch die Bernburger Linie ausstarb, wurde unter Herzog Leopold IV. Friedrich († 1871) das Herzogtum Anhalt gebildet.

Im Bundesbeschluss vom 14. Juni 1866 stimmte das Herzogtum Anhalt mit Preußen, trat 1867 dem Norddeutschen Bund und 1871 dem Deutschen Reich bei. Das Herzogtum existierte bis zur Novemberrevolution im Jahr 1918 und wurde danach zum Freistaat Anhalt. Prinzregent Aribert von Anhalt erklärte stellvertretend für den minderjährigen Herzog Joachim Ernst für die Askanier den Thronverzicht.

Die Regenten von Anhalt:

Katharina die Große


Die bekannteste und historisch bedeutendste Vertreterin der Askanier in der Neuzeit war Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst-Dornburg (* 1729; † 1796), deren Vater in preußischen Diensten stand, weshalb sie hauptsächlich nicht in Zerbst, sondern im Stettiner Schloss aufwuchs. 1745 wurde sie mit Karl Peter Ulrich von Schleswig-Holstein-Gottorf verheiratet, dem zukünftigen russischen Zaren Peter III., und nahm zu diesem Anlass den russisch-orthodoxen Glauben mit dem Namen Jekaterina Alexejewna an. Nachdem sie 1762 die Entmachtung ihres Ehemannes betrieben hatte, der dabei ermordet wurde, übernahm sie als Zarin Katharina II. die Alleinherrschaft in Russland, das sie 34 Jahre lang regierte.

Das Haus Anhalt seit dem Ende der Monarchie


Aribert von Anhalt erklärte 1918 für seinen Neffen Joachim Ernst den Thronverzicht als Herzog. Nach der Novemberrevolution und Monarchie entstand der Freistaat Anhalt, der ab 1934 als Land Anhalt bezeichnet wurde und bis 1945 bestand.

Joachim Ernst war bis 1947 das Familienoberhaupt. Danach folgte sein ältester Sohn Friedrich, der diese Funktion bis 1963 ausübte. Eduard Prinz von Anhalt (* 1941) wurde nach dem Unfalltod seines Bruders Friedrich der Chef der Familie.

Das derzeitige Oberhaupt des Hauses Anhalt und seine drei Töchter sind die einzigen legitimen Abkömmlinge der Askanier im agnatischen Stamm. Es gibt mit den Grafen von Westarp und von Waldersee noch zwei morganatische Linien des Geschlechts, die aus illegitimen Verbindungen zweier Fürsten von Anhalt hervorgegangen sind.

Außerdem existieren noch eine größere Anzahl von als Erwachsene adoptierte Namensträger und, falls vorhanden, deren leibliche Kinder. Diese Namensträger führen ebenfalls den Familiennamen „Prinz von Anhalt“ und sind nach Auffassung von Eduard von Anhalt keine Angehörige des Hauses Anhalt. Bekannt unter den Adoptierten ist vor allem Frédéric Prinz von Anhalt, der von Marie Auguste von Anhalt adoptiert wurde. Da Frédéric Prinz von Anhalt seinerseits wieder zahlreiche Erwachsene adoptiert hat, gibt es momentan deutlich mehr adoptierte Namensträger als geborene Askanier.

Eduard von Anhalt ist der letzte männliche Askanier; die Familie wird nach seinem Ableben im Mannesstamm erloschen sein. Im Januar 2010 änderte er als Chef des Hauses das Hausgesetz und führte die gleichberechtigte weibliche Erbfolge ein. Somit ist seine älteste Tochter, Julia Katharina, Erbin des Hauses Anhalt. Eduard von Anhalt ist das erste Oberhaupt eines vormals regierenden deutschen Adelshauses, das auch die weibliche Erbfolge ermöglichte.[11]

Wappen


Bauwerke der Askanier


Bekannte Familienmitglieder


Albert I of Brandenburg.jpg Albrecht der Bär (* um 1100; † 18. November 1170)
Gründer der Mark Brandenburg
Meister der Manessischen Liederhandschrift 004.jpg Otto IV. mit dem Pfeil (* um 1238; † 27. November 1308/1309)
Markgraf von Brandenburg, Minnesänger
Rudolf-I-von-Sachsen.jpg Rudolf I. von Sachsen-Wittenberg (* um 1284; † 12. März 1356)
Herzog von Sachsen-Wittenberg, 1355 als erster Herzog von Sachsen mit der erblichen Kurwürde ausgestattet
Fürst Ludwig von Anhalt-Cöthen.jpg Ludwig I. von Anhalt-Köthen (* 17. Juni 1579; † 7. Januar 1650)
Fürst von Anhalt-Köthen, Gründer der Fruchtbringenden Gesellschaft
1676 Leopold-2.JPG Leopold I. von Anhalt-Dessau (* 3. Juli 1676; † 7. April 1747)
Fürst von Anhalt-Dessau, preußischer Feldmarschall ("der alte Dessauer")
Catherine II by J.B.Lampi (1780s, Kunsthistorisches Museum).jpg Katharina II., "die Große" (* 2. Mai 1729; † 17. November 1796)
Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst-Dornburg, Zarin von Russland
Leopold III of Anhalt-Dessau.JPG Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau (* 10. August 1740; † 9. August 1817)
Fürst und Herzog von Anhalt-Dessau, Gründer des Wörlitzer Parks

Regentenaufzählungen


Askanische Markgrafen von Brandenburg

Name Regierungszeit Verwandtschaft
Albrecht I. der Bär 1134/1157–1170
Otto I. 1170–1184 Sohn des Vorgängers
Otto II. der Freigiebige 1184–1205 Sohn des Vorgängers
Albrecht II. 1205–1220 Bruder des Vorgängers
Johann I.
Otto III. der Fromme
1220–1266
1220–1267
Söhne des Vorgängers
Johann II.
Otto IV. mit dem Pfeil
Konrad I.
Heinrich I. ohne Land
1266–1281
1266–1308
1266–1304
1266–1318
Söhne von Johann I.
Johann III. der Prager
Otto V. der Lange
Albrecht III.
Otto VI. der Kleine
1267–1268
1267–1298
1267–1300
1267–1303
Söhne von Otto III.
Konrad II. 1281–1319 Sohn von Johann II.
Hermann 1298–1308 Sohn von Otto V.
Johann IV.
Waldemar
1304–1305
1304–1319
Söhne von Konrad I.
Johann V. 1308–1317 Sohn von Hermann
Heinrich II. das Kind 1318–1320 Sohn von Heinrich I.
Die Mark Brandenburg wird 1323 an das Geschlecht der Wittelsbacher zu Lehen gegeben.

Askanische Grafen von Weimar-Orlamünde

Name Regierungszeit Verwandtschaft
Albrecht I. der Bär 1140–1170
Hermann I. 1170–1176 Sohn des Vorgängers
Siegfried III. 1176–1206 Sohn des Vorgängers
Albrecht II.
Hermann II.
1206–1245
1206–1247
Söhne des Vorgängers
Hermann III.
Otto III. der Gewaltige
1247–1283
1247–1285
Söhne von Hermann II.
Hermann IV.
Otto IV. der Reiche
1285–1319
1285–1318
Söhne von Otto III.
Otto VI. 1318–1340 Sohn von Otto IV.
Friedrich I.
Otto V.
Hermann VI.
1319–1365
1319–1335
1319–1373
Söhne von Hermann IV.
Friedrich I. 1340–1365 Sohn von Otto VI.

Askanische Herzöge von Sachsen

Name Regierungszeit Verwandtschaft
Albrecht der Bär 1138–1143
Das alte Stammesherzogtum Sachsen wurde 1143 an Heinrich dem Löwen (Welfe) übertragen. Nachdem dieser 1180 abgesetzt und die territoriale Integrität Sachsens aufgelöst worden war erhielten die Askanier die östlichen Landesteile einschließlich der sächsischen Herzogswürde verliehen.
Bernhard III. (I.) 1180–1212 Sohn Albrechts des Bären
Albrecht I. 1212–1260 Sohn des Vorgängers
Linie Sachsen-Lauenburg
(Herzöge von Sachsen)
Linie Sachsen-Wittenberg
(Herzöge und ab 1355 Kurfürsten von Sachsen)
Johann I. 1260–1282 Sohn von Albrecht I. Albrecht II. 1260–1298 Sohn von Albrecht I.
Johann II.
Albrecht III.
Erich I.
1282–1321
1282–1308
1282–1361
Söhne des Vorgängers Rudolf I. 1298–1356 Sohn des Vorgängers
Albrecht IV. 1321–1343 Sohn von Johann II. Rudolf II. 1356–1370 Sohn des Vorgängers
Johann III. 1343–1356 Sohn des Vorgängers Wenzel I. 1370–1388 Bruder des Vorgängers
Albrecht V. 1356–1370 Bruder des Vorgängers Rudolf III. 1388–1419 Sohn des Vorgängers
Erich II. 1361–1368 Sohn von Erich I. Albrecht III. 1419–1422 Bruder des Vorgängers
Erich IV. 1368–1412 Sohn des Vorgängers Nach dem Tod Albrechts III. und damit dem Aussterben der Wittenberger Askanier im Mannesstamme wird am 6. Januar 1423 Sachsen-Wittenberg samt seiner Herzogs- und Kurwürde von König Sigismund an Friedrich den Streitbaren, Markgraf von Meißen, aus dem Geschlecht der Wettiner verliehen, aufgrund dessen Engagements in Reichsangelegenheiten beim Kampf gegen die böhmischen Hussiten.
Erich III. 1370–1401 Sohn von Albrecht V.
Erich V. 1412–1436 Sohn von Erich IV.
Bernhard II. 1436–1463 Bruder des Vorgängers
Johann IV. 1463–1507 Sohn des Vorgängers
Magnus I. 1507–1543 Sohn des Vorgängers
Franz I. 1543–1581 Sohn des Vorgängers
Magnus II. 1581–1603 Sohn des Vorgängers
Franz II. 1603–1619 Bruder des Vorgängers
August 1619–1656 Sohn des Vorgängers
Julius Heinrich 1656–1665 Bruder des Vorgängers
Franz Erdmann 1665–1666 Sohn des Vorgängers
Julius Franz 1666–1689 Bruder des Vorgängers
Das Herzogtum Sachsen-Lauenburg fällt an das Geschlecht der Welfen.

Askanische Fürsten von Lüneburg

Herrschaft Name
1370–1385 Albrecht von Sachsen-Wittenberg
(erbte von seinem Großvater mütterlicherseits Wilhelm II. (Braunschweig-Lüneburg), regierte zusammen mit seinem Onkel Wenzel)
1370–1388 Wenzel I. von Sachsen-Wittenberg (auch: Kurfürst)
im Jahr 1388 erbten Albrechts Stiefsöhne aus dem Welfenhause

Askanische Fürsten und Herzöge zu Anhalt

Herrschaft Name
1160–1170 Albrecht I. (auch: Albrecht der Bär)
1170–1212 Bernhard III. von Sachsen
1212–1252 Heinrich I. von Anhalt
Teilung des Gebietes in Anhalt-Aschersleben, Anhalt-Bernburg und Anhalt-Köthen

Anhalt-Harzgerode

Senioren und Chefs


Senioren des Hauses Anhalt

Die Senioren führten laut Teilungsvertrag von 1603 die Gesamtangelegenheiten des anhaltinischen Hauses.

Chefs des Hauses Anhalt

Askanische Äbtissinnen


Stift Gernrode

Stift Gandersheim

Siehe auch


Literatur


Weblinks


 Commons: Askanier  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
WiktionaryWiktionary: Askanier – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise


  1. Gerd Heinrich: Askanier. In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band 1, Artemis & Winkler, München/Zürich 1980, ISBN 3-7608-8901-8, Sp. 1109–1112.
  2. Codex diplomaticus Anhaltinus (CDA), Teil II, Nr. 9
  3. CDA, Teil III, Nr. 406
  4. Monumenta Germaniae Historica (MGH) DD K II, Nr. 234, S. 319. Kaiser Konrad II. errichtete einen Markt in Kölbigk den er an seine Frau Gisela verlieh.
  5. Annalista Saxo, hrsg. von Georg Heinrich Pertz in: MGH SS 6 (1844), S. 678
  6. Annalista Saxo, hrsg. von Georg Heinrich Pertz in: MGH SS 6 (1844), S. 676
  7. Annalista Saxo, hrsg. von Georg Heinrich Pertz in: MGH SS 6 (1844), S. 744
  8. CDA, Teil I, Nr. 337. Neben dem Titel „Graf von Aschersleben“ ist auch der Titel „Graf von Anhalt“ erstmals für Albrecht den Bären verbürgt.
  9. Albrecht der Bär nannte sich selbst erstmals in einer am 3. Oktober 1157 ausgestellten Urkunde als „Markgraf von Brandenburg“ (Adelbertus dei gratia marchio in Brandenborch). CDA, Teil I, Nr. 436
  10. Askanier www.manfredhiebl.de
  11. Julius Eduard Prinz von Anhalt: Aktualisierung des Hausgesetzes der Familie Anhalt-Askanien. Berlin, 1. Januar 2010. [1]



Kategorien: Askanier | Deutsches Adelsgeschlecht (Hochadel) | Ersterwähnung 1036


Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Askanier (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Veränderungen: Alle Bilder und die meisten Designelemente, die mit ihnen in Verbindung stehen, wurden entfernt. Icons wurden teilweise durch FontAwesome-Icons ersetzt. Einige Vorlagen wurden entfernt (wie „Lesenswerter Artikel“, „Exzellenter Artikel“) oder umgeschrieben. CSS-Klassen wurden zum Großteil entfernt oder vereinheitlicht.
Wikipedia spezifische Links, die nicht zu Artikeln oder Kategorien führen (wie „Redlink“, „Bearbeiten-Links“, „Portal-Links“) wurden entfernt. Alle externen Links haben ein zusätzliches FontAwesome Icon erhalten. Neben weiteren kleinen Designanpassungen wurden Media-Container, Karten, Navigationsboxen, gesprochene Versionen & Geo-Mikroformate entfernt.


Stand der Informationen: 20.10.2019 12:52:41 CEST - Wichtiger Hinweis Da die gegebenen Inhalte zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen wurden, war und ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.org nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein oder Fehler in der Darstellung vorliegen, bitten wir Sie darum uns per zu kontaktieren: E-Mail.
Beachten Sie auch : Impressum & Datenschutzerklärung.