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Andreas Urs Sommer

Andreas Urs Sommer (* 14. Juli 1972 in Zofingen, Kanton Aargau, Schweiz) ist ein Schweizer Philosoph, Publizist und Numismatiker. Seit Oktober 2016 ist er Inhaber einer Akademie-Professur für Philosophie mit Schwerpunkt Kulturphilosophie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.[1]

Inhaltsverzeichnis

Leben


Andreas Sommer studierte nach seiner Schulzeit in Aarburg und Basel Philosophie, Kirchen- und Dogmengeschichte sowie Deutsche Literaturwissenschaft an den Universitäten Basel, Göttingen und Freiburg. 1995 schloss er mit dem Lizenziat in Basel ab, 1998 wurde er ebenda mit der Bewertung summa cum laude promoviert.

1996/97 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Frey-Grynaeischen Institut in Basel. 1998 erhielt er einen Lehrauftrag am Philosophischen Seminar der Universität Basel. In den Jahren 1998/99 war Sommer „Visiting Research Fellow“ an der Princeton University und von 1999 bis 2001 Forschungsstipendiat des Schweizerischen Nationalfonds für die wissenschaftliche Forschung an der Forschungs- und Studienstätte für Europäische Kulturgeschichte der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel. 2000 wurde Sommer Wissenschaftlicher Assistent am Philosophischen Institut der Universität Greifswald, wechselte aber 2001 als „Visiting Fellow“ an das Institute of German Studies, School for Advanced Study der University of London. Wiederum in Greifswald habilitierte er sich 2004 mit der Arbeit Sinnstiftung durch Geschichte? Zur Genese der Geschichtsphilosophie zwischen Bayle und Kant. 2000 bis 2007 lehrte er an der Universität Greifswald Philosophie mit besonderer Berücksichtigung der Philosophiegeschichte, im Wintersemester 2007/08 an der Universität Mannheim, seit 2008 Philosophie am Philosophischen Seminar der Universität Freiburg. 2011 wurde er in Freiburg zum außerplanmäßigen Professor für Philosophie ernannt. Im Wintersemester 2013/14 war Sommer Gastprofessor an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe,[2]

Seit 2014 ist er Leiter der Forschungsstelle Nietzsche-Kommentar der Heidelberger Akademie der Wissenschaften mit Sitz an der Universität Freiburg.[3] Im Oktober 2016 hat Sommer einen Ruf auf eine W3-Professur für Philosophie mit Schwerpunkt Kulturphilosophie an der Universität Freiburg / Akademie-Professur in Kooperation mit der Heidelberger Akademie der Wissenschaften angenommen.[4] Für 2019/2020 wurde er als Gastprofessor (Professeur invité) an die École normale supérieure (Paris) berufen.[5]

Sommer ist Spezialist für die Philosophie Friedrich Nietzsches, der Aufklärung und der Frühen Neuzeit sowie für die Methodologie der Philosophiegeschichtsschreibung. Seit 2008 ist Sommer wesentlich beteiligt am Nietzsche-Kommentar der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, der an der Universität Freiburg erarbeitet wird,[6] sowie Direktor der Friedrich-Nietzsche-Stiftung in Naumburg (Saale).[7] Einem breiteren Publikum ist er mit Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln sowie insbesondere mit seinen populären philosophischen Büchern Die Kunst, selber zu denken, Lohnt es sich, ein guter Mensch zu sein? sowie Die Kunst des Zweifelns bekannt geworden. Darin erprobt er eine neue Form skeptischer Philosophie und kritischer Aufklärung. Sommer ist durch eine moderne Adaption stoischen Denkens hervorgetreten, dessen Potenzial als Philosophie der Seelenruhe er neu erschliessen will: Die Stoa soll von ihrem metaphysischen und moralistischen Ballast befreit werden. Sein Buch Werte. Warum man sie braucht, obwohl es sie nicht gibt (2016) plädiert für aufgeklärte Wertepluralität, die als positives Kennzeichen von Modernität verstanden wird. Seine Philosophie hat Sommer auch im Fernsehen dargestellt.[8][9]

Sommer ist Mitglied des Deutschschweizer PEN-Zentrums (DSPZ).[10]

Neben seiner Tätigkeit als Philosoph beschäftigt sich Sommer auch mit Numismatik, insbesondere der des byzantinischen Reichs.

Auszeichnungen


Veröffentlichungen


Monografien

Als Herausgeber

Weblinks


Einzelnachweise


  1. Lehrstuhl Universität Freiburg
  2. Prof. Dr. Andreas Urs Sommer. hfg-karlsruhe.de, archiviert vom Original am 26. März 2014; abgerufen am 16. Oktober 2016.
  3. Nietzsche-Kommentar
  4. Berufungen 11/2016 .
  5. / HAdW Newsletter. 5, 2019, S. 21 .
  6. Forschungsprojekt: Nietzsche-Kommentar
  7. Gründung der Friedrich-Nietzsche Stiftung und Homepage der Friedrich-Nietzsche-Stiftung
  8. Fernsehsendung Sternstunde Philosophie Sternstunde Werte SRF
  9. Werte ohne Kultur? Kultur ohne Werte?
  10. Mitgliedsliste des Deutschschweizer PEN-Zentrums
  11. Information zur Preisverleihung
  12. Shortlist des Tractatus-Preises
  13. Sonderpreis für Andreas Urs Sommer - Geisteswissenschaften International
  14. Shortlist des Tractatus-Preises 2017
  15. Würdigung für Nietzsche-Forscher. Der Freiburger Philosoph Andreas Urs Sommer erhält eine Carl Friedrich von Siemens Fellowship. 14. September 2016, abgerufen am 15. September 2016.
  16. http://www.ardmediathek.de/radio/Sein-und-Streit-Deutschlandradio-Kultu/Gespr%C3%A4ch-mit-Andreas-Urs-Sommer-%C3%BCber-Wer/Deutschlandradio-Kultur/Audio-Podcast?bcastId=22051178&documentId=35794380 (Link nicht abrufbar)
  17. Wucht und Wirkung eines streitbaren Denkers. Andreas Urs Sommer im Gespräch über das Buch Nietzsche und die Folgen mit Joachim Scholl auf Deutschlandradio Kultur



Kategorien: Philosoph (21. Jahrhundert) | Publizist | Hochschullehrer (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) | Person (Heidelberger Akademie der Wissenschaften) | Numismatiker | Schweizer | Geboren 1972 | Mann

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Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas Urs Sommer (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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