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Albrecht Adam




Albrecht Adam (* 16. April 1786 in Nördlingen; † 28. August 1862 in München) war ein deutscher Schlachten-, Porträt- und Genremaler.

Inhaltsverzeichnis

Herkunft


Albrecht Adam war das Haupt der Malerfamilie Adam. Sein Vater war aber der Konditor von Nördlingen Veit Jeremias Adam (1754–1830), seine Mutter dessen Ehefrau Margarethe Barbara Thilo, eine Tochter des Pastors Thilo aus Nördlingen. Auch sein Bruder Heinrich Adam (1787–1862) wurde Maler.

Leben und Werk


Er ging als Konditorgehilfe nach Nürnberg und besuchte hier die Zeichenakademie. Der Schlachtenmaler Johann Lorenz Rugendas legte in dem Knaben den Keim zu seiner späteren Neigung. 1807 hielt er sich in München auf, wo er die Bekanntschaft mit den Malerinnen Margarethe Geiger und Sophie Reinhard machte; alle drei gingen 1808 zusammen nach Wien, wo Adam die Akademie besuchte. Im Jahre 1809 trat Adam als Augenzeuge bei den damaligen Schlachten von Aspern (21./22. Mai) und Wagram (5./6. Juli) im Gefolge österreichischer und bayerischer Heerführer, namentlich des bayrischen Generalmajors Graf Froberg-Montjoie, auf. Während der Schlacht bei Wagram fertigte er mehrere Skizzen an, wovon ihm jene, welche im Wiener Heeresgeschichtlichen Museum ausgestellt ist, zugeschrieben wird.[1] In seiner Autobiografie[2], welche allerdings erst 1886 erschien, schilderte er diese Erlebnisse auch in Schriftform:

„Mein sehnlicher Wunsch, Augenzeuge bei einer großen Schlacht zu sein, war also erfüllt. Es gab nun Stoff genug zum Nachdenken, auch zu Bildern, wenn Zeit und Umstände es erlaubten. In diesen Tagen sah ich so viele erschütternde Scenen, daß ich kein Verlangen trug, der Armee weiter zu folgen.[3]

Albrecht Adam

Dennoch nahm Adam 1812 in der Grande Armée am Russlandfeldzug teil. Von dort im Dezember 1812 unter großen Gefahren nach München zurückgekehrt, begab er sich nach Italien, wo er bis 1815 verweilte, führte dann in München eine Reihe von Schlachtenbildern aus den letzten Kriegen aus und veröffentlichte ein lithografisches Prachtwerk in 120 Blättern unter dem Titel: Voyage pittoresque et militaire, ebenfalls Schlachtenszenen enthaltend.

Später beschäftigte ihn König Ludwig von Bayern. Unter anderem malte Adam für den Bankettsaal der königlichen Residenz in München die Schlacht an der Moskwa. Im Jahr 1848/49 machte er unter Radetzky den Feldzug in Italien mit, dessen Ergebnis die Gemälde der Schlachten von Novara und Custozza in der Neuen Pinakothek sind. Seine letzte Arbeit war die Schlacht bei Zorndorf für das Maximilianeum in München.

Familie


Albrecht Adam heiratete 1812 in München Magdalena Sander (1793–1865), eine Tochter des Kaufmanns Sander aus Mailand. Das Paar hatte sieben Kinder. Vier seiner Söhne wurden ebenfalls Maler: Benno (1812–1892), Franz (1815–1886), Eugen (1817–1880) und der Lithograf Julius Adam (1821–1874). Teilweise arbeitete er auch mit seinen Söhnen zusammen, so etwa mit seinem Sohn Franz, mit dem er ein monumentales Reiterporträt des jungen Kaisers Franz Joseph I. von Österreich schuf, welches sich heute im Wiener Heeresgeschichtlichen Museum befindet.[4]

Einer seiner Enkel war der als Katzenmaler bekannt gewordene Julius Adam (1852–1913) ebenso wie der Historienmaler Ludwig von Langenmantel (1854–1922) aus der Ehe seiner Tochter Magdalena (1825–1900) mit dem Architekten und Bauingenieur Otto von Langenmantel.

Grabstätte


Die Grabstätte von Albrecht Adam befindet sich auf dem Alten Südlichen Friedhof in München (Gräberfeld 27 – Reihe 1 – Platz 25/26) Standort . In der Grabstätte befinden sich auch seine Frau Magdalena (1793–1863) geborene Sander, wie auch einige seiner Kinder und Schwiegertöchter. Sein Enkel, der als Katzenmaler bekannt gewordene Julius Adam (1852–1913) ist auf der Grabinschrift vermerkt, liegt aber gemäß Grabbuch genauso wenig im Grab wie der inschriftlich erwähnte Bruder Heinrich Adam.

Werke


Ausstellungen


Siehe auch


Literatur


Weblinks


Commons: Albrecht Adam  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Claudia Reichl-Ham: Das Jahr 1809 im Spiegel der Objekte des Heeresgeschichtlichen Museums, in: Viribus Unitis. Jahresbericht 2009 des Heeresgeschichtlichen Museums, Wien 2010, S. 88 f.
  2. Online und gemeinfrei bei zeno.org
  3. Albrecht Adam: Aus dem Leben eines Schlachtenmalers. Stuttgart, 1868
  4. Ulrich Thieme (Hg.), Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Leipzig, 1912, I, 57 f.
  5. Manfried Rauchensteiner, Manfred Litscher: Das Heeresgeschichtliche Museum in Wien. Verlag Styria, Wien 2000, ISBN 3-222-12834-0, S. 49.
  6. Bruno Bushart, Matthias Eberle, Jens Christian Jensen: Museum Georg Schäfer, Schweinfurt. 2. Auflage 2002, S. 25



Kategorien: Kriegsmaler | Pferdemaler | Maler (München) | Maler der Neuzeit | Träger des Bayerischen Maximiliansordens für Wissenschaft und Kunst | Deutscher | Geboren 1786 | Gestorben 1862 | Mann



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