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Admont

Marktgemeinde
Admont
Wappen Österreichkarte
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Liezen
Kfz-Kennzeichen: LI
Hauptort: Admont
Fläche: 299,84 km²
Koordinaten: 47° 34′ N, 14° 28′ O
Höhe: 640 m ü. A.
Einwohner: 4.957 (1. Jän. 2019)
Postleitzahlen: 8911, 8912, 8913
Vorwahl: 03613
Gemeindekennziffer: 6 12 53
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 36
8911, 8912, 8913 Admont
Website: www.admont.at
Politik
Bürgermeister: Hermann Watzl (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(21 Mitglieder)
12
7
1
1
12 
Insgesamt 21 Sitze
Lage von Admont im Bezirk Liezen

Das Gemeindegebiet von Admont vom Grabnerstein im Nordosten aus gesehen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Admont ist eine österreichische Marktgemeinde im Norden der Obersteiermark, etwa 20 km östlich der Bezirkshauptstadt Liezen (Gerichtsbezirk Liezen).

Inhaltsverzeichnis

Geografie


Admont liegt in einem Talbecken an der mittleren Enns und im westlichen Teil des Gesäuses. Mitten in den Ennstaler Alpen wird es eingerahmt von den Haller Mauern und dem Admonter Reichenstein; im Gemeindegebiet liegt auch ein Teil der Gesäuseberge, wie etwa der Buchstein.

Im Süden liegt das Hochtal der Kaiserau mit seinen Skiliften im Gemeindegebiet von Admont.

Mit der Gemeindefläche von 299,84 km² ist Admont seit 2015 nach Mariazell die zweitgrößte Gemeinde der Steiermark und die viertgrößte Österreichs.[1]

Gemeindegliederung


Die ehemalige Gemeinde Weng wurde per 1. Juni 1951 umbenannt in Weng bei Admont[4] und am 1. April 2003 in Weng im Gesäuse.[5]

Das Gemeindegebiet umfasst sieben Ortschaften (in Klammern Einwohner Stand 1. Jänner 2019[6]):

  • Admont (2102) samt Oberhofsiedlung
  • Aigen (217) samt Dörflersiedlung, Frauenberg, Kreuzberg, Lichtmeßberg, und Treffner
  • Gstatterboden (40)
  • Hall (1733) samt Donibas, Ennsviertel, Grabnerhof, Grieshof, Hall-Zerstreute Häuser, Mühlau, Oberhall, Schwarzenbach, Sonnberg, Unterhall und Zirnitz
  • Johnsbach (149) samt Gstatterboden
  • Krumau (173) samt Gesäuseeingang, Kematen und Paradies
  • Weng im Gesäuse (543) samt Buchau, Geiergraben, Kletzenberg, Schröckendorf, Schwaighof und Steinfeldsiedlung

Die Gemeinde besteht aus sieben Katastralgemeinden (Fläche 2016[7]):

  • Admont (415,38 ha)
  • Aigen (2.935,95 ha)
  • Johnsbach (9.773,79 ha)
  • Krumau (4.246,84 ha)
  • Oberhall (1.958,48 ha)
  • Unterhall (3.112,36 ha)
  • Weng (7.559,60 ha)

Nachbargemeinden


Zwei der zehn Nachbargemeinden liegen im Bezirk Leoben (LN), eine im oberösterreichischen Bezirk Kirchdorf an der Krems (KI).

Rosenau am Hengstpaß (KI) St. Gallen Landl
Ardning
Selzthal
Radmer (LN)
Rottenmann
Trieben

Gaishorn am See
Wald am Schoberpass (LN)

Klima


Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Admont
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 0,1 3,4 8,4 12,9 18,4 20,8 22,9 23,1 19,4 13,8 5,7 0,5 Ø 12,5
Min. Temperatur (°C) −7,3 −5,6 −1,9 1,5 6,0 9,1 10,8 10,9 7,7 3,2 −1,7 −5,8 Ø 2,3
Temperatur (°C) −4,2 −1,9 2,4 6,4 11,7 14,5 16,3 16,2 12,5 7,5 1,4 −3,1 Ø 6,7
Niederschlag (mm) 85,4 72,0 106,4 92,0 114,0 166,0 198,3 149,2 124,5 90,8 95,6 105,6 Σ 1.399,8
Regentage (d) 10,5 10,0 13,0 12,3 12,8 15,6 15,6 12,7 11,2 10,1 11,4 12,0 Σ 147,2
Luftfeuchtigkeit (%) 89,9 89,3 89,6 88,9 87,7 88,8 89,5 91,9 92,7 91,3 91,3 90,8 Ø 90,1
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
0,1
−7,3
3,4
−5,6
8,4
−1,9
12,9
1,5
18,4
6,0
20,8
9,1
22,9
10,8
23,1
10,9
19,4
7,7
13,8
3,2
5,7
−1,7
0,5
−5,8
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
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r
s
c
h
l
a
g
85,4
72,0
106,4
92,0
114,0
166,0
198,3
149,2
124,5
90,8
95,6
105,6
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik [1]

Geschichte


Admont ist eine der ältesten Siedlungen der Steiermark. Die erste Erwähnung findet man aus dem Jahr 859 als Ademundi vallis. 1074 wurde das Stift Admont gegründet. 1292 wurde Admont und sein Stift von den Aufständischen des Landsberger Bundes zwar erobert und geplündert, wurde aber nach der Überwindung dieses Aufstandes durch Herzog Albrecht I. entschädigt.

Im Jahre 1443, unter Kaiser Friedrich III., erhielt das Stift als damaliger Sitz des Hofgerichts das Marktrecht. Später ging die weltliche Gewalt und mit ihr das Marktrecht und vermutlich auch das Wappen vom Stift an die Gemeinde Admont über.

Am 27. April 1865 zerstörte ein Großbrand 22 Häuser des Marktes und forderte sieben Menschenleben. Ebenso betroffen war das barocke Stift Admont, von dem nur die Bibliothek erhalten blieb. Das Stift wurde in den folgenden Jahren auf den Grundmauern wieder aufgebaut – das heutige Münster ist der erste große neugotische Sakralbau Österreichs.[8][9]

Im Zweiten Weltkrieg war der Verband 802 der Spezialeinheit 800 „Brandenburg“ im Ort stationiert.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gehörte Admont zur britischen Besatzungszone im besetzten Nachkriegsösterreich. Von der britischen Militärverwaltung wurde auf dem Gebiet eines ehemaligen Militärlagers ein DP-Lager für bis zu 2.000 jüdische „Displaced Persons“ eingerichtet.

Seit dem 26. Oktober 2003 ist Admont eine der Nationalparkgemeinden des Nationalparks Gesäuse.

Historische Ansichten


Bevölkerungsentwicklung


Wappen


Drei der vier Fusionsgemeinden hatten bis Ende 2014 eigene Wappen. Wegen der Gemeindezusammenlegung verloren diese mit 1. Jänner 2015 ihre offizielle Gültigkeit. Die Neuverleihung des Gemeindewappens erfolgte durch die Steiermärkische Landesregierung mit Wirkung vom 15. Juni 2017.[10] Die Blasonierung lautet:

„In von Silber und Rot gespaltenem Schild farbverwechselt zwei anstehende facettierte Rauten.“

Das Wappen ist ein in Silber und Rot senkrecht gespaltener Schild mit zwei am Spitz stehenden Rauten in Rot und Silber (Weiß). Die Herkunft des Wappens ist nicht vollständig geklärt. Vermutlich symbolisieren die Rauten zwei von der Salzwirtschaft rührende Schiffchen. Die Farben Rot und Weiß stehen für die Herrschaftsfarben der bei Ulm ansässigen Grafen von Helfenstein, von denen Stiftsgründer Erzbischof Gebhard abstammt.

Politik


Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder.

Bürgermeister

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Admont
Regelmäßige Veranstaltungen

Wirtschaft


Hauptwirtschaftsfaktor in Admont ist der Fremdenverkehr, wobei sowohl im Sommer als auch im Winter Nutzungen vorhanden sind. Den wichtigsten Faktor stellt dabei das Stift Admont mit der größten Klosterbibliothek der Welt und seinem 2003 neu eröffneten Museum dar. Als Gemeinde im 2002 gegründeten Nationalpark Gesäuse sieht man sich als attraktives Tourismusziel.

Unternehmen

Tourismus


Verkehr


Bildung


Persönlichkeiten


Ehrenbürger der Gemeinde
Söhne und Töchter der Gemeinde
Personen mit Bezug zur Gemeinde

Literatur


Weblinks


Commons: Admont  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Liste der größten Gemeinden in Österreich nach Fläche
  2. LGBL. Stmk. Nr. 040/1948
  3. Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 10. Oktober 2013 über die Vereinigung der Marktgemeinde Admont und der Gemeinden Hall, Johnsbach und Weng im Gesäuse, alle politischer Bezirk Liezen. Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 15. November 2013. Nr. 119, 32. Stück. ZDB-ID 705127-x . S. 631.
  4. LGBL. Stmk. Nr. 037/1951
  5. LGBL. Stmk. Nr. 013/2002
  6. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019) , (CSV )
  7. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen, Regionalinformation , Stichtag 31. Dezember 2016, abgerufen 19. Februar 2017
  8. Marktgemeinde Admont – Gemeindechronik (Memento vom 30. Juni 2013 im Internet Archive) aufgerufen am 20. Juni 2011
  9. Stift Admont – Geschichte (Memento vom 4. September 2011 im Internet Archive) aufgerufen am 20. Juni 2011
  10. 50. Verlautbarung der Steiermärkischen Landesregierung vom 8. Juni 2017 über die Verleihung des Rechtes zur Führung eines Gemeindewappens an die Marktgemeinde Admont (politischer Bezirk Liezen) , abgerufen am 16. Juni 2017
  11. Martin Petritsch Ennstalwiki
  12. Günther Posch Ennstalwiki
  13. Hermann Watzl Ennstalwiki
  14. Admonter Veranstaltungen „Klostermarkttage“
  15. Admonter Veranstaltungen „Adventmarkt“
  16. Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 297. ZDB-ID 1291268-2 S. 623.



Kategorien: Gemeinde in der Steiermark | Marktgemeinde in der Steiermark | Ort im Bezirk Liezen | Admont | Ennstaler Alpen | Ort an der Enns | Ersterwähnung 859

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