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Acquapendente

Acquapendente
Staat Italien
Region Latium
Provinz Viterbo (VT)
Koordinaten 42° 45′ N, 11° 52′ O
Höhe 420 m s.l.m.
Fläche 120 km²
Einwohner 5.434 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte 45 Einw./km²
Postleitzahl 01021
Vorwahl 0763
ISTAT-Nummer 056001
Volksbezeichnung Aquesiani
Schutzpatron Sant’Ermete
Website Acquapendente

Panorama von Acquapendente

Acquapendente ist eine italienische Gemeinde mit 5434 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2018) in der Provinz Viterbo in der Region Latium.

Die Fraktion Torre Alfina ist Mitglied der Vereinigung I borghi più belli d’Italia[2] (Die schönsten Orte Italiens).

Inhaltsverzeichnis

Geographie


Acquapendente ist die nördlichste Gemeinde der Region Latium. Es liegt auf einer Anhöhe oberhalb des Tals des Paglia. Das östliche Gemeindegebiet wird vom Naturreservat Monte Rufeno eingenommen, das durch Wälder mit Eichen und Kastanien bestimmt wird. Das Reservat hat eine reiche Flora und Fauna. Selbst Wölfe wurden gesichtet.

Das Gemeindegebiet erstreckt sich über eine Höhe von 190 bis 750 m s. l. m.

Die Gemeinde liegt in der Erdbebenzone 2 (mittel gefährdet)[3] und in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone E, 2 299 GR/G[4].

Ortsteile von Acquapendente sind Torre Alfina und Trevinano. Es grenzt an die Nachbargemeinden Allerona (TR), Castel Giorgio (TR), Castel Viscardo (TR), Grotte di Castro, Onano, Proceno, San Casciano dei Bagni (SI), San Lorenzo Nuovo und Sorano (GR).

Geschichte


Das Gebiet des heutigen Acquapendente ist altes etruskisches und römisches Siedlungsgebiet, wie aus zahlreichen Artefakten der näheren Umgebung hervorgeht. Der Ort selbst wurde jedoch zum ersten Mal im 9. Jahrhundert nach Christus im Zusammenhang mit einer Burg Farisa bzw. Arisa an der Via Francigena erwähnt. 964 wurde der Name Acquapendente(m) das erste Mal in einem Dokument von Kaiser Otto I. erwähnt. Der Stadtname („Hängende Wasser“) bezieht sich auf die zahlreichen kleinen Wasserfälle der Umgebung, aus denen sich der Paglia speist, der die örtliche Grenze zwischen Latium und der Toskana bestimmt.

Die Stadt gehörte später zur Toskana. An der Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert war sie Teil des Gebietes von Siena. Ab 1499 gehörte der Ort zum Kirchenstaat.

Acquapendente stand ursprünglich unter der kirchlichen Jurisdiktion von Orvieto. Nach dem Untergang des Herzogtums Castro wurde der Bischofssitz von Castro 1649 nach Acquapendente verlegt. 1986 wurde das Bistum in das Bistum Viterbo eingegliedert. Seit 1991 ist Acquapendente Titularbistum.

Die Stadt ist Mitglied der Cittàslow, einer 1999 in Italien gegründeten Bewegung zur Entschleunigung und Erhöhung der Lebensqualität in Städten durch Umweltpolitik, Infrastrukturpolitik, urbane Qualität, Aufwertung der autochthonen Erzeugnisse, Gastfreundschaft, Bewusstsein und landschaftliche Qualität. Außerdem gehört sie zur Comunità Montana Alta Tuscia Laziale.

Bevölkerungsentwicklung


Jahr 1871 1881 1901 1921 1936 1951 1971 1991 2001
Einwohner 5.983 5.607 6.231 6.655 6.930 7.141 6.041 5.886 5.788

Quelle: ISTAT

Politik


Alberto Bambini (PD) wurde im Mai 2011 zum zweiten Mal zum Bürgermeister gewählt. Sein Mitte-links-Bündnis stellt mit 8 von 12 Sitzen die Mehrheit im Gemeinderat.[5]

Sehenswürdigkeiten


Söhne und Töchter der Stadt


Verkehr


Literatur


Weblinks


Commons: Acquapendente  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2018.
  2. I borghi più belli d’Italia. Borghipiubelliditalia.it, abgerufen am 31. August 2017 (italienisch).
  3. Italienischer Zivilschutz
  4. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 14. April 2016 (italienisch) (PDF; 330 kB)
  5. Consultazione dati. In: ARCHIVIO STORICO DELLE ELEZIONI. Ministero dell'Interno (Italienisches Innenministerium), abgerufen am 27. Februar 2014 (italienisch).
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