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Abbadia San Salvatore



Abbadia San Salvatore
Staat Italien
Region Toskana
Provinz Siena (SI)
Koordinaten 42° 53′ N, 11° 41′ O
Höhe 822 m s.l.m.
Fläche 58,9 km²
Einwohner 6.275 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte 107 Einw./km²
Postleitzahl 53021
Vorwahl 0577
ISTAT-Nummer 052001
Volksbezeichnung Abbadenghi, Badenghi
Schutzpatron San Marco (19. September)
Website Gemeinde Abbadia San Salvatore

Panorama von Abbadia San Salvatore

Abbadia San Salvatore ist eine Gemeinde mit 6275 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2018) in der italienischen Region Toskana. Sie gehört zur Provinz Siena.

Inhaltsverzeichnis

Geografie


Der Ort am Südhang des Monte Amiata erstreckt sich über 58,9 km². Er liegt etwa 60 km südöstlich der Provinzhauptstadt Siena und ca. 110 km südöstlich der Regionalhauptstadt Florenz. Das Gipfelkreuz des Monte Amiata liegt auf dem Gemeindegebiet von Abbadia San Salvatore und wurde 1910 mit einer Höhe von 22 Metern von Luciano Zalaffi fertiggestellt. Im Ortsgebiet entspringen die Flüsse Formone (3 km im Gemeindegebiet, fließt über den Orcia Richtung Norden ab) und Paglia (3 km im Gemeindegebiet, fließt nach Süden ab und mündet in den Tiber).[2] Der Ort liegt in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone E, 2 994 GG.[3]

Der historische Ortskern ist unterteilt in zwei Teile, jeweils mit Stadtmauern umgeben. Der ältere Teil ist das Castello, nahe und kurz südlich der Abtei gelegen. Südlich des Castello liegt das Borgo. Die beiden historischen Stadtteile sind über das Stadttor Porticciola miteinander verbunden.

Zu den Ortsteilen (Frazioni) gehören Rifugio Amiatino, Rifugio Cantore, Voltole und Zaccaria.

Die Nachbargemeinden sind Castel del Piano (GR), Castiglione d’Orcia, Piancastagnaio, Radicofani, San Casciano dei Bagni, Santa Fiora (GR) und Seggiano (GR).

Geschichte


743 wurde das Kloster San Salvatore di Monte Amiata gegründet. Aus diesem Ereignis leitet sich auch der Name des Ortes ab. Erstmals erwähnt wurde das Kastell 1145 und bereits 1212 hatte der Ort seine eigenen Statuten.[4] Zunächst hatten die Aldobrandeschi die Herrschaft über den Ort, danach die Familie der Orsini. 1265 besetzte Siena den Ort, doch bereits vier Jahre später eroberte Orvieto den Ort zurück. Dieser wurde 1316 von den Aldobrandeschi wieder besetzt, doch von Ventura Guasta wieder zurückerobert.[5] 1347 übernahm Siena und gewährte den Einwohnern 1480 die Bürgerrechte von Siena. Bei Siena blieb der Ort bis 1559 und gelangte dann zum Großherzogtum Toskana der Medici.[4] 1782 wurde der Ort vom Kirchenstaat erobert und verblieb dort bis zum Risorgimento.

Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde am Monte Amiata industrieller Quecksilberbergbau betrieben, indem Zinnober abgebaut wurde, aus dem Quecksilber gewonnen wird. Das Vorkommen am Monte Amiata galt neben den Lagerstätten in Idrija in Slowenien und Almadén in Spanien als weltweit größte Mine ihrer Art. Ende der 1970er-Jahre schloss die Mine aufgrund fallender Weltmarktpreise, welche die Förderung unrentabel werden ließ. Das weiträumige und teilweise verfallene Minengelände befindet sich am Ortsrand in Richtung Monte Amiata und beherbergt heute ein Museum zur Geschichte des örtlichen Quecksilberbergbaus.

Sehenswürdigkeiten


Verkehr


Der Ort liegt ca. 4 km westlich der historischen Via Cassia und den verschiedenen Teilstücken der Via Francigena.

Verwaltung


Seit 2014 ist Fabrizio Tondi Bürgermeister.

Literatur


Weblinks


Commons: Abbadia San Salvatore  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2018.
  2. Webseite des Sistema Informativo Ambientale della Regione Toscana (SIRA) zu den Flüssen in Abbadia San Salvatore, abgerufen am 10. Dezember 2014 (italienisch)
  3. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 26. Mai 2017 (italienisch) (PDF; 330 kB)
  4. a b c d e f g h i Bruno Santi (Hrsg.): I luoghi della Fede. L’Amiata e la Val d’Orcia.
  5. a b c Corridori/Santioli: L’Amiata.
  6. a b c d e Offizielle Website der Gemeinde Abbadia San Salvatore zur Geschichte des Ortes , abgerufen am 26. Mai 2017 (italienisch)
  7. Catalogo generale dei beni culturali des Ministero dei beni e delle attività culturali e del turismo , abgerufen am 26. Mai 2017 (italienisch)



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