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Święcko




Święcko

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Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Powiat: Kłodzko
Gmina: Kłodzko
Geographische Lage: 50° 30′ N, 16° 35′ O
Höhe: 330 m n.p.m.
Einwohner:
Telefonvorwahl: (+48) 74
Kfz-Kennzeichen: DKL
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Flughafen Breslau



Święcko (deutsch: Schwenz, tschechisch Světsko) ist ein Dorf im Powiat Kłodzki in der Wojewodschaft Niederschlesien in Polen. Es liegt acht Kilometer nordwestlich von Kłodzko (Glatz), zu dessen eigenständiger Landgemeinde es gehört.

Inhaltsverzeichnis

Geographie


Święcko liegt im Tal der Steine. Südwestlich erhebt sich mit 401 m Höhe der Berg Orla (Georgshöhe). Nachbarorte sind Czerwienczyce und Bożków im Norden, Wojbórz im Nordosten, Łączna im Osten, Bierkowice und Piszkowice im Süden, Gorzuchów im Südwesten und Ścinawka Dolna im Westen.

Geschichte


Schwenz wurde erstmals 1352 als „Swencz“ erwähnt. Weitere Schreibweisen waren Schwencz (1357) und Schweintz (1615)[1]. Es gehörte zum Glatzer Land, mit dem es die Geschichte seiner politischen und kirchlichen Zugehörigkeit von Anfang an teilt. Es bildete mit dem benachbarten Hohberg (Pagórek) eine Gemeinde und beide waren nach Piszkowitz eingepfarrt.

Es bestand zunächst aus zwei Anteilen: Zum ersten Anteil gehörte ein Vorwerk, zwei Dienstbauern, sechs Robotgärtner und zwei Häusler sowie ein Kalksteinbruch. Es war zunächst ein Lehen, das Mitte des 17. Jahrhunderts in ein freies Erbgut mit dem Ober- und Niedergericht verwandelt wurde. Es gehörte im 14. Jahrhundert vermutlich der Familie von Rachnau (Rachnaw; Rachenau) und kam Anfang des 15. Jahrhunderts an die Familie Tschischwitz, der auch Möhlten gehörte. Nachdem Hans von Tschischwitz, der mit Helena von Pannwitz aus Rengersdorf verheiratet war, 1633 ohne männliche Nachkommen starb, fiel sein Schwenzer Anteil als erledigtes Lehen durch Heimfall an den böhmischen König Ferdinand III. zurück. In dessen Auftrag verkaufte das Glatzer königliche Rentamt 1649 diesen Anteil als Eigentum dem Rentmeister Johann Christoph Drescher von Cadan. Er erbaute den zugehörigen Rittersitz (Vorwerk) neu und verkaufte seinen Schwenzer Besitz 1652 an Maria Johanna, Gräfin von Bubna, geborene Reichserbtruchsässin Gräfin Waldburg-Zeil. Sie war mit Johann Heinrich von Bubna auf Senftenberg in Böhmen verheiratet, dem das benachbarte Gut Möhlten gehörte und der von 1649 bis zu seinem Tode 1653 Landeshauptmann der Grafschaft Glatz war. Nach dessen Tod 1653 verehelichte sich seine Witwe mit dem Freiherrn Johann Georg von Morgante auf Schlegel und Volpersdorf. 1660 verkaufte sie ihre Schwenzer Besitzungen an den Freiherrn Johann Arnold von der Hemm. Dessen Sohn Gisbert errichtete auf einem gerodeten Forstgrund in Hoberg ein kleines Vorwerk und legte dort einige Gärtnerstellen an. Regner Franz von der Hemm etwarb 1684 von der kaiserlichen Alienations-Commission das Obergericht über seine Untertanen in Schwenz und Hohberg sowie die hohe Wildbahn.

Der zweite Anteil gehörte zur Herrschaft Koritau.

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 und endgültig mit dem Hubertusburger Frieden 1763 kam Schwenz zusammen mit der Grafschaft Glatz an Preußen. Nach der Neugliederung Preußens gehörte es seit 1815 zur Provinz Schlesien und war 1816–1945 dem Landkreis Glatz eingegliedert.

Für die Zeit um 1800 sind nachgewiesen: Zwei herrschaftliche Vorwerke, ein Kretscham, eine Brauerei, sechs Bauern, und 27 Gärtner und Häusler.

Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Schwenz 1945 wie fast ganz Schlesien an Polen und wurde in Święcko umbenannt. Die deutsche Bevölkerung wurde 1946 vertrieben. Die neuen Bewohner waren zum Teil Heimatvertriebene aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war. 1975–1998 gehörte Święcko zur Woiwodschaft Wałbrzych (Waldenburg).

Sehenswürdigkeiten


Literatur


Weblinks


Commons: Święcko  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


  1. Marek Šebela, Jiři Fišer: České Názvy hraničních Vrchů, Sídel a vodních toků v Kladsku. In: Kladský sborník 5, 2003, S. 378








Kategorien: Ort der Woiwodschaft Niederschlesien | Gmina Kłodzko | Ersterwähnung 1352








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