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Üdersdorf

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Üdersdorf
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Üdersdorf hervorgehoben

Koordinaten: 50° 9′ N, 6° 48′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Vulkaneifel
Verbandsgemeinde: Daun
Höhe: 438 m ü. NHN
Fläche: 17,47 km2
Einwohner: 1120 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 64 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54552
Vorwahl: 06596
Kfz-Kennzeichen: DAU
Gemeindeschlüssel: 07 2 33 075
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Leopoldstraße 29
54550 Daun
Website: www.uedersdorf.de
Ortsbürgermeister: Günter Altmeier
Lage der Ortsgemeinde Üdersdorf im Landkreis Vulkaneifel

Üdersdorf ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Daun an. Üdersdorf ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Inhaltsverzeichnis

Geographie


Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Tettscheid und Trittscheid. Üdersdorf ist ein staatlich anerkannter Erholungsort und bietet inmitten der Vulkaneifel eine Vielzahl von Wanderwegen in waldreicher Umgebung.

Die Kraterseen und das Liesertal befinden sich in unmittelbarer Nähe. In der weiteren Umgebung liegen die Kurorte Daun und Manderscheid sowie der Nürburgring.

Geschichte


Üdersdorf wurde im Jahre 1287 erstmals in einer Schenkungsurkunde urkundlich erwähnt. Darin wurden dem Kloster Himmerod die Einkünfte aus dem Dorf „Oistersdorf“ übertragen. Im Trierer Feuerbuch von 1563 wurden in Üdersdorf zwölf „Feuerstellen“ bzw. Haushalte mit etwa 70 Einwohnern gezählt, in Trittscheid und Tettscheid jeweils 7 Haushalte.[3]

Bis 1794 gehörte der Ort zum kurtrierischen Amt Daun. Zur Zeit der französischen Verwaltung war Üdersdorf Hauptort einer Mairie, nach der Übernahme des Rheinlandes, zu dem Üdersdorf damals zählte, durch Preußen kam der Ort 1815/1816 zu dem damals neu gebildeten Kreis Daun und war Sitz einer Bürgermeisterei. Zur Bürgermeisterei Üdersdorf gehörten die Ortschaften Uederdorf mit der Uederdorfer Mühle, Nieder-Stattfeld, Ober-Stattfeld, Tettscheid, Trittscheid und Weyersbach (der heutige Dauner Stadtteil Weiersbach).[4] 1878 wurde der Amtssitz nach Niederstadtfeld verlegt.[3]

Schon früh hat im Ort eine erste Kapelle gestanden, im Jahre 1717 wurde dort eine dem St. Bartholomäus geweihte Kirche gebaut. Die heutige Kirche wurde in den 1860er Jahren errichtet. Eine örtliche Pfarrschule ist seit 1769 bekannt. Ein erstes Schulhaus wurde 1824 errichtet, 1936 das heute noch als Grundschule dienende Gebäude.[3]

Am 1. Januar 1971 wurden die beiden bis dahin selbstständigen Ortsgemeinden Tettscheid (132 Einwohner) und Trittscheid (148 Einwohner) eingemeindet.[5]

Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Üdersdorf bezogen auf das heutige Gemeindegebiet, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 433
1835 613
1871 717
1905 767
1939 847
1950 833
Jahr Einwohner
1961 839
1970 938
1987 958
2005 1143
2011 1117
2017 1125

Politik


Gemeinderat

Der Gemeinderat in Üdersdorf besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[6]

Wappen

Wappen von Üdersdorf
Blasonierung: „Unter goldenem Schildhaupt, darin ein rotes Schräggitter, durch silbernen, schräglinken Wellenbalken geteilten grünen Schild, oben eine silberne Säge, unten drei silberne Ähren, mit einer silbernen Sichel belegt.“

Gemeindepartnerschaft

Seit 1987 besteht eine Partnerschaft mit der luxemburgischen Gemeinde Junglinster.

Sehenswürdigkeiten


In Üdersdorf befinden sich einige unter Denkmalschutz gestellte Kulturdenkmäler:[7]

Ortsteil Üdersdorf

Ortsteil Tettscheid

Ortsteil Trittscheid

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Üdersdorf

Weblinks


 Commons: Üdersdorf  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise


  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. a b c Hans Joachim Theis: 700 Jahre Üdersdorf. In: Heimatjahrbuch 1987. Landkreis Vulkaneifel, abgerufen am 5. April 2019.
  4. Johann Friedrich Schannat: Eiflia illustrata oder geographische und historische Beschreibung der Eifel. Band 3, 1854, S. 159 (Google Books ).
  5. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (Memento vom 22. Dezember 2017 im Internet Archive) (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 393). Bad Ems März 2006, S. 198 (PDF; 2,6 MB). i Info: Es liegt ein aktuelles Verzeichnis (2016 ) vor, das aber im Abschnitt „Gebietsänderungen – Territoriale Verwaltungsreform“ keine Einwohnerzahlen angibt.
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreis Vulkaneifel. Mainz 2019, S. 52 (PDF; 4,6 MB).
  8. Kartendienst des Landschaftsinformationssystems der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz (LANIS-Karte) (DTK 1:2.000)
  9. Aarley (557 m). Rhein-Mosel-Verlag A. Houben e. K., abgerufen am 20. März 2016.



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