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Österreichische Webanalyse

Österreichische Webanalyse
(ÖWA)
Zweck Förderung des Online Marktes und die Erhebung vergleichbarer und objektiver Daten
Vorsitz: Mag. Gerlinde Hinterleitner (Präsidentin), Stefan Lauterer (1. Vizepräsident), Mirko Popofsits (2. Vizepräsident)
Gründungsdatum: Februar 1998
Mitgliederzahl: 120
Sitz: Wien, Österreich
Website: [1]

Die Österreichische Webanalyse (ÖWA) ist ein Zusammenschluss von Online-Anbietern und Agenturen zur Erhebung von vergleichbaren und objektiven Daten über den Online Markt für österreichischer Internetangebote. Sie existiert seit Februar 1998 als Tochterunternehmen der Österreichischen Auflagenkontrolle und ist seit September 2001 ein eigenständiger Verein. Die Definition der Standards erfolgt in den Gremien der ÖWA gemeinsam durch Vertreter von Werbeträgern und Werbetreibenden. Regelmäßige Kontrollen bei den ÖWA-Mitgliedsmedien sollen die Einhaltung der Standards sicherstellen.

Inhaltsverzeichnis

Methode


Die ÖWA stellt den teilnehmenden Unternehmen Nutzungsdaten ihrer Onlineangebote auf Stunden-, Tages-, Wochen- und Monatsbasis zur Verfügung. Durch ein standardisiertes Messverfahren wird eine objektive Datenauswertung garantiert.

Grundprinzip

Ein bloßes Abzählen der so genannten Hits (also einmalige Aufrufe von Websites, deren Unterseiten, Bilder, Banner, Scripts oder Applets) erlaubt keinen Nutzungsvergleich zwischen unterschiedlichen Anbietern, da dieser Wert stark von der jeweiligen Seitengestaltung abhängt.

Daher werden die Zugriffe von Endgeräten (PC, PDA, Mobiltelefon etc.) nach verschiedenen Gesichtspunkten differenziert ausgewertet und dargestellt. Die ÖWA veröffentlicht Daten über Seitenaufrufe („Page Impressions“), Einzelbesuche („Visits“), „Unique Clients“ und durchschnittliche Verweildauer („Usetime“). Angaben über die Personen (Benutzer), die die Endgeräte nutzen, können bei diesem Verfahren nicht gemacht werden. Dies geschieht in der ÖWA Plus, die seit 2006 zweimal jährlich durchgeführt wird.[1] Die ÖWA-Webstatistik-Daten werden als Leistungsnachweis gegenüber der werbungtreibenden Wirtschaft bzw. zur internen Angebotsoptimierung verwendet.

Daten der ÖWA

Den ÖWA-Teilnehmern stehen die Daten permanent zur Verfügung. Die Daten werden in folgenden Zeiteinheiten ausgewertet: Stunden (nur Page Impressions), Tage, Wochen und Monate. Die Monats-, Quartals-, und Jahresschnittwerte und der durchschnittliche Wochenwert werden zu den festgesetzten Terminen auf der ÖWA-Site veröffentlicht.[2]

Technik


Um die erforderlichen Daten zu zählen, wird in die jeweilige Seite eine standardisierte Grafik eingebaut, deren Aufrufe ausgewertet werden. Diese Grafik besteht nur aus einem Pixel und wird von einem normal konfigurierten Browser nicht angezeigt und ist nicht cachebar. Die Grafik wird trotz Zwischenspeicherung einer Seite immer neu aufgerufen. In diesen so genannten Zähltag können Anbieter Informationen zu den Seiteninhalten einfügen, die eine Auswertung nach Seitenkategorien ermöglichen. Siehe Zählpixel.

Skalierbares Zentrales Messverfahren

Bei der ÖWA wird das so genannte Skalierbare Zentrale Messverfahren (kurz SZM), eine Weiterentwicklung des Prinzips der Logdatei-Auswertung, eingesetzt.[3] Dieses standardisierte serverseitige Verfahren erfasst die Zugriffsdaten für Online-Angebote nach einheitlichen Kriterien. Bei jeder Nutzungsaktion wird das implementierte Zählpixel (kurz szmtag, ein Zählpixel) von einer ÖWA-Zählbox (englisch box) abgerufen, welche ihrerseits den Aufruf in Echtzeit auswertet. Das Verfahren wurde von der IVW entwickelt und ist auch in der Schweiz (NetAudit) im Einsatz.[3]

Mobile Messung


Seit Juni 2010 werden auch die Zugriffe von mobil optimierten Seiten gesondert veröffentlicht. Im August 2012 wurde die Mobile Messung um die Zugriffe von Apps auf mobilen Endgeräten ergänzt.[4]

ÖWA Plus


Im Rahmen der technischen Messung können keine Aussagen über die tatsächlichen Nutzer eines Angebotes sowie ihrer Zielgruppenmerkmale getroffen werden. Diese Lücke wurde im vierten Quartal 2006 durch die Multimethodenstudie ÖWA Plus geschlossen. Seitdem werden jährlich zwei Erhebungswellen durchgeführt, die Informationen über die soziodemographischen Aspekte der teilnehmenden Angebote liefern. Die dadurch erhobenen Reichweiten- und Strukturdaten der teilnehmenden Angebote dienen als Basis für eine umfassende Online-Mediaplanung. Die soziodemographischen Daten werden durch eine eigene Onsite-Befragung erhoben. Als Gewichtungsgrundlage dienen dabei die Daten des Austrian Internet-Monitor (AIM) Austrian Internet-Monitor sowie die technische Messung. Am Ende des Prozesses können vielfältige Aussagen über den Menschen hinter dem Endgerät (der sogenannte Unique User) getroffen werden.[5]

Methodische Stärken und Schwächen


Weitere österreichische Mediennutzungsstudien


Quellenangaben


  1. ÖWA Plus
  2. Veröffentlichte Daten der ÖWA (Memento vom 7. Februar 2010 im Internet Archive)
  3. a b Messsystem (Memento vom 25. März 2016 im Internet Archive)
  4. mobile Messung (Memento vom 17. April 2016 im Internet Archive)
  5. ÖWA Plus Methode (Memento vom 15. April 2016 im Internet Archive)
  6. Mitglieder ÖWA (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)
  7. Uni Stuttgart

Weblinks





Kategorien: World Wide Web | Medienorganisation (Österreich) | Internet in Österreich | Verein (Wien) | Gegründet 1998


Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Österreichische Webanalyse (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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